Mini John Cooper Works GP Concept (2017): Erste Fotos Der Mini JCW für die Rennstrecke

von Alexander Koch 10.10.2017

Tief, breit und angriffslustig zeigt sich das Mini John Cooper Works GP Concept (2017) und lässt Mini-Fans von einem auf's Wesentliche reduzierten Tracktool träumen. Ob die Studie eine Serienchance hat?

Mit der Studie Mini John Cooper Works GP Concept (2017) möchten die Briten an die Motorsporterfolge bei der Rallye Monte Carlo vor 50 Jahren erinnern. Allerdings sind die Zeiten des knuffigen Rallye-Sportlers vorbei angesichts des großen, fast schon zur Fratze verzerrten Kühlergrills, der wilden Verspoilerungen an der Front und dem gleich doppelt aufbauenden Heckspoiler. Der jüngste Mini emanzipiert sich zu einem ganz eigenen Renner für die Strecke, ist breiter als sein Serienpendant und zudem durch zahlreiche Teile aus Carbon leichter. "Das Mini John Cooper Works GP Concept steht für ungefiltertes Fahrgefühl und Performance wie im Motorsport. Das ist Fahrspaß pur!", erklärt BMW-Vorstandsmitglied Peter Schwarzenbauer, zuständig für Mini. Doch Mini wäre nicht Mini, würde das Nützliche nicht mit Reminiszenzen an die Vergangenheit verknüpft. Auf der Kotflügelverbreitung der Vorderachse prangt die Zahl "0059", die sich auf das Geburtsjahr des ersten Minis bezieht. Oder die LED-Heckleuchten, die je eine Hälfte der britisch Union Jack abbilden. Und nicht zuletzt das farbliche Zusammenspiel aus dem zwischen Grau und Schwarz changierenden "Black Jack Anthracite" und der Akzentfarbe "Curbside Red metallic", die sich unter anderem am grobmaschigen Kühlergrill, an den Spoilern und an den 19-Zoll-Leichtbaufelgen widerfindet. Mehr zum Thema: Alle neuen Autos auf der IAA 2017

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Mini John Cooper Works GP Concept (2017)

"Das Mini John Cooper Works GP Concept vereint in sich sämtliche stilprägende Designmerkmale und interpretiert sie in ihrer sportlichsten und aufregendsten Form – kurz: maximale Performance, maximal Mini", erklärt Adrian van Hooydonk, Designchef bei BMW. Dabei lohnt sich ein genauerer Blick auf die Verspoilerungen des Mini John Cooper Works GP Concept (2017): Die große Frontschürze aus Carbon knapp zieht sich weit runter und endet in Flaps nur knapp über der Straße. Die Kotflügelverbreiterungen lassen die Fahrtluft durchströmen, integrieren sich aber dennoch wie aus einem Guss in die Front- und Hecksoßstangen. Und während der wuchtige Heckspoiler an der Dachkante die diagonal nach oben verlaufende Linie des Kotflügels geschickt aufnimmt, verkörpert das Heck mit dem mittig montierten Doppelendrohr reinste John-Cooper-Works-DNA. Genauso kompromisslos auf den Rennsport zugeschnitten gibt sich auch der Innenraum, der auf das Wesentliche reduziert wurde. Die Entwickler verzichteten zugunsten eines besseren Leistungsgewichts bewusst auf Rücksitzbank, auf Dachhimmel oder auf konventionelle Türverkleidungen. Eingefasst von einem Überrollkäfig, hocken Fahrer und Beifahrer im Mini John Cooper Works GP Concept (2017) in zwei tief montierten Schalensitzen, fest verzurrt von Fünf-Punkt-Gurten.

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Geht das Mini John Cooper Works GP Concept in Serie?

Über Paddles am Lenkrad wird das Mini John Cooper Works GP Concept (2017) geschaltet, ein digitales Kombiinstrument und ein Head-Up-Display informieren den Fahrer dabei über das Wesentliche. Weitere Einstellungen, etwa zum Fahrwerk, lassen sich über das zentrale Display im Armaturenbrett vornehmen. Und wie schon beim Exterieur haben sich die Mini-Designer auch im Innenruam ausgetobt: Die unverkleideten Bleche sind weiß lackiert, kontrastierend dazu finden sich schwarzes Leder an den Kopfstützen und den Sitzwangen sowie vereinzelte, rote Akzente wieder. Doch bei aller Freude über das Design und die Radikalität des Mini John Cooper Works GP Concept (2017) bleiben nicht nur für hartgesottene Mini-Fans zwei Fragen offen. Zum einen machen die Briten um den Motor – im Serien-JCW ist es ein 231 PS starker Zweiliter-Vierzylinder – ein mittelschweres Geheimnis, zum anderen bleibt auch die Zukunft der Studie offen. Dass Mini mit dem Kampfzwerg an den John Cooper Works GP von 2012 und den Cooper S mit JCW-GP-Kit von 2006 anknüpfen möchte, darf aber zumindest als hoffnungsvolles Zeichen gewertet werden.

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