Ford Mustang 2015: Das 2.3 EcoBoost Pony-Car im Fahrbericht Europa-Start im Galopp

16.10.2014

Selbst mit dem Vierzylinder überzeugt der neue Ford Mustang 2.3 EcoBoost als temperamentvolles Muscle-Car - und dann auch noch zum Hammerpreis!

Es war wie heutzutage beim Start eines neuen Apple-Produkts: Im April 1964 stürmten kaufwillige Autofans die Showrooms amerikanischer Ford-Händler, um das Traumauto der frühen 1960er zu erstehen – den Mustang.

Über neun Millionen Exemplare des legendären „Pony Cars“ wurden seither in fünf Modellgenerationen verkauft. Nach 50 Jahren folgt nun die sechste – und sie soll es erstmals offiziell auch in Europa geben.

 

FORD MUSTANG 2015: Vierzylinder im Fahrbericht

In 2015 rollt dann der Mustang in zwei Karosserie-Versionen, als Fastback und Convertible – also mit Blechdach oder Stoffmütze –, zu den Händlern. Unter der langen Haube arbeitet wahlweise der klassische 5,0-Liter-V8 mit 418 PS oder ein 2,3-Liter-Downsize-Vierzylinder mit EcoBoost-Turbotechnologie (314 PS).

Doch das Beste ist der verblüffend niedrige Einstiegspreis des neuen Ford Mustang 2015. Für unter 35.000 Euro kann man sich die Vierzylinderversion in den heimischen Stall holen.

Für das bullige Muscle-Car mit großem V8-Sauger und 418 PS werden nur 39.900 aufgerufen. Billigauto oder echtes Angebot? Einen ersten Eindruck konnten wir bereits auf den Traumstraßen der kalifornischen Pazifik-Küste und den kurvigen Pass-Straßen des Angels Crest Highways sowie der Hollywood Hills gewinnen. Den Designer ist der Transfer in die heutige Zeit sehr gut gelungen

Der neue Mustang ist gewachsen und nun 20 Zentimeter länger und zehn Zentimeter breiter als sein Urahn. Behutsam haben die Designer den Ami in die Gegenwart geführt:

Mit Haifischmaul, langer Motorhaube, markant abfallender Dachlinie und muskulös erscheinendem Heck wirkt das Coupé kraftvoll und allzeit zum Spurt bereit.

Den Sprint von null auf Tempo 100 erledigt die V8-Version in unter vier Sekunden, mit dem Turbo-Vierzylinder braucht der Ford mit ca. fünf Sekunden nur etwas länger. Beim Interieur wird die Liebe zum Detail sichtbar:

Ford Mustang 2015 2.3 EcoBoost
2300 cm3, 230 kW/314 PS, 434 Nm
0-100 km/h in ca. 5,0 s*
1650 kg*
Spitze 235 km/h*
Grundpreis: 34.900 Euro*
*Werksangaben

Rundinstrumente in tiefen Röhren sorgen für Sport-Feeling, Kurzhub-Tasten an Lenkrad und Mittelkonsole sowie Kippschalter für die Fahrprogramme lassen sich mit exakt definiertem Widerstand bedienen.

Gut ausgeformte Recaro-Sitze geben perfekten Seitenhalt, die Materialien für Türverkleidung und Instrumententafel sowie der Leder-Lenkradbezug wirken edel.

In Deutschland dürfte der Mustang mit dem deutlich sparsameren 2,3-Liter-EcoBoost-Motor den größeren Zuspruch erfahren. Deshalb schauen wir ihn uns genauer an.

 

Der „kleine“ Mustang 2.3 EcoBoost hat bereits viel zu bieten

Das 314 PS starke Triebwerk entfaltet seine Kraft souverän, 434 Newtonmeter stehen ab 3000 Touren bereit und sorgen für temperamentvollen Galopp und Spitzentempo 235 km/h.

Wer es etwas ruhiger angehen lässt, also im Verkehr mitschwimmt, kann die Vorzüge des effizienten Benzin-Direkteinspritzers nutzen:

Der Bordcomputer unseres Testwagens zeigte bei gelassener Fahrweise einen Durchschnittsverbrauch von acht Litern an.

Damit der für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich kleine Motor mit Turboaufladung wie ein echter Mustang-Antrieb klingt, wird sein Sound künstlich verstärkt: Zwischen 3000 und 4000 Umdrehungen schwingt ein sonores Brabbeln mit.

Wie ein echtes Muscle-Car klingt der Mustang mit diesem Motor trotzdem nicht. Aber: Dank mustergültiger Gasannahme und spontaner Kraftentfaltung ist der Spaßfaktor dennoch groß.

Temperamentvoll zieht der Ami aus der Kurve, Spurwechsel und Überholvorgänge lassen sich schnell absolvieren, und wenn es sein muss, packen die Bremsen kräftig zu. Zudem spart der schlanke EcoBoost-Motor Gewicht. Dadurch lässt sich der Hecktriebler leichtfüßig und exakt dirigieren. Überhaupt:

Die Zeiten der angetriebenen Starrachse sind jetzt auch beim Ford Mustang vorbei, moderne McPherson-Federbeine (vorn) und eine Leichtbau-Mehrfachlenkerachse (hinten) übernehmen die Radführung und sorgen für guten Federungskomfort.

Für eine Extra-Portion Sportlichkeit gibt’s beim Modell für Deutschland das Performance-Paket mit strafferer Abstimmung, einem Rohr-Stabilisator und zusätzlich aussteifender Domstrebe zwischen den vorderen Federbeinaufnahmen.

Bei der elektrischen Lenkung kann der Fahrer drei Servo-Stufen wählen, und vier Fahrprogramme sollen für perfekt angepasste Gangart sorgen. So erfüllt der Mustang viele Wünsche – vom gelassenen Cruiser bis zum heißblütigen Rennpferd.

Unser Fazit

Ford hat alles richtig gemacht: Die markanten Karosserielinien des Kultautos in die Neuzeit gerettet, mit Leichtbau und aktueller Fahrwerkstechnik für ein gutes Fahrverhalten gesorgt und per Turbo-Beatmung sowie Benzin-Direkteinspritzung einen kraftvollen und effizienten Vierzylinder-Antrieb entwickelt

Holger Ippen

Tags:
Diagnosegerät
UVP: EUR 9,99
Preis: EUR 8,99 Prime-Versand
Sie sparen: 1,00 EUR (10%)
Alkoholtester
 
Preis: EUR 16,99 Prime-Versand
SONAX AntiFrost KlarSicht
UVP: EUR 18,48
Preis: EUR 13,50 Prime-Versand
Sie sparen: 4,98 EUR (27%)
Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.