Felgenreiniger-Test: Zehn Auto-Pflegeprodukte im Labor und Praxistest Kleine Helfer

01.08.2011

Mit Felgenreinigern sollen sich Stahl- und Alu-Räder mühelos und gründlich reinigen lassen. Im Labor- und Praxistest überprüften wir zehn Produkte

 

10 Felgenreiniger im Test

Wer schmutzige Felgen zum Glänzen bringen will, sollte zum richtigen Mittel greifen. Denn mit Seifenwasser und Bürste allein kann man hier nur wenig ausrichten. Spezielle Felgenreiniger enthalten spezielle Rezepturen, die auch hartnäckigen Schmutz wie eingebrannten Bremsstaub, Teer und Schmierfett beseitigen können. Besonders schnell und gründlich funktioniert das mit säurehaltigen Reinigern.

Diese sind aber alles andere als umweltverträglich und greifen zudem empfi ndliche Oberflächen an. Besser sind Felgenreiniger, die aus einem chemischen Cocktail mit Tensiden bestehen. Die Auswahl bei diesen Produkten ist groß, die Pflegemittelhersteller werben mit gründlicher Reinigung, strahlendem Glanz und schmutzabweisender Konservierung. Ein Versprechen, das es zu überprüfen gilt.

Um herauszufinden, was die Reiniger wirklich können, wählten wir zehn aktuelle Produkte aus. Neben Mitteln von Markenherstellern wie Sonax, Nigrin und Armor All kauften wir auch Haus-Abfüllungen von Tankstellen (Aral und Shell) sowie Autohäusern, hier Reiniger von VW und Ford, ein. Auch drei Noname-Produkte stellten sich unserem Prozedere. Die Preisspanne reicht von sechs bis 15 Euro.

Das für diesen Test ausgewählte Sonax-Produkt ist das preiswerteste dieses Traditionsbetriebes. Besonders interessant sieht der Shell 2-Phasenreiniger aus. Seine Klarsichtflasche enthält eine gelbe und eine rote Flüssigkeit, die an einen wohlschmeckenden Frucht- Cocktail erinnern.

>> Pflegen, aber richtig: Zehn aktuelle Polsterreiniger im Test

Das Pflegemittel von Armor All wird als Spray mit Treibmittelfüllung verkauft. Alle anderen Felgenreiniger in unserem Test lassen sich mit einem Pumpsprühkopf, also per Handkraft, auftragen. Das gilt als umweltfreundliche Lösung, funktioniert jedoch nicht immer gut: Der Kärcher-Sprühkopf produzierte einen ungleichmäßigen und tropfenden Sprühstrahl. Die Pumpdüse des A.T.U.-Felgenreinigers schloss nicht dicht und neigte zum Nachtropfen. Hier sollte unbedingt mit wasserfesten Schutzhandschuhen gearbeitet werden.

Ein wirklich gleichmäßiges und zielgenaues Sprühbild gelang uns nur mit den Mitteln von Armor All, Ford, Sonax und Shell.

Für ein gründliches Schmutzauflösen muss der flüssige Reiniger gut auf der Felge haften. Beim VW-Felgenreiniger soll das durch eine gelartige Konsistenz unterstützt werden. Doch die beste Haftung erreichten in unserem Test die beiden dickfl üssigen Mittel, der Testsieger Nigrin EvoTec Felgenreiniger und SuperShine von Aral.

Unsere besondere Aufmerksamkeit galt dem wichtigsten Kriterium, der Reinigungswirkung. Hier mussten wir große Unterschiede feststellen. Ganz vorn liegt der Testsieger Nigrin Evo-Tec Felgenreiniger, dicht gefolgt vom Aral SuperShine. Beide Produkte wirken bereits ohne mechanische Nachhilfe gut. Bei leichten und mittleren Verschmutzungen reichen hier also auftragen, einwirken lassen und abspülen.

Mit mechanischer Nachhilfe oder dem Einsatz von Hochdruckstrahlern erzielen auch die Produkte von Kärcher, Ford und Sonax gute Ergebnisse. Unbefriedigend war dagegen das Resultat mit dem Alpin Felgenreiniger Nano, dem Armor All Felgenreiniger und dem A.T.U. Felgenreiniger. Diese lösen den Schmutz von Stahl- und Alu-Felgen nur leidlich. Einigermaßen sauber werden hier lediglich die Kunststoff-Radzierblenden.

Wer mit derart scharfen Mitteln wie einem Felgenreiniger an sein „Heiligs Blechle“ geht, will natürlich sicher gehen, dass die chemische Keule keine Schäden anrichtet. Deshalb überprüften wir im Labor die Materialverträglichkeiten. Erfreulich: Alle getesteten Produkte hinterlassen an Radbolzen, Alu- und Stahl-Felgen keine unerwünschten Spuren.

Auch Gummi- und Kunststoffteile, wie Reifen und Zierleisten, bleiben unversehrt. Angetrocknete, weiße Ablagerungen auf dem Autolack lassen sich mit Wasser und Schwamm rückstandsfrei entfernen. Nur der Felgenreiniger von A.T.U. verunziert auch blankes Aluminium mit unschönen weißen Rändern, die man aber ebenfalls leicht abwaschen kann.

Mehr Auto-News: Der kostenlose Newsletter der AUTO ZEITUNG

FAZIT
Unser Testsieger ist der Nigrin EvoTec Felgenreiniger. Er überzeugt mit der besten Reinigungsleistung, dicht gefolgt vom Zweitplatzierten, dem Aral Felgenreiniger SuperShine. Der Kärcher Felgenreiniger landet dank seiner recht guten Gesamteigenschaften auf dem dritten Platz. Mit einer konservierenden oder schmutzabweisenden Wirkung konnte jedoch keiner der getesteten Reiniger überzeugen.
Holger Ippen

AUTO ZEITUNG

Tags:
Diagnosegerät
 
Preis: EUR 9,99 Prime-Versand
Alkoholtester
 
Preis: EUR 16,99 Prime-Versand
SONAX AntiFrost KlarSicht
UVP: EUR 18,48
Preis: EUR 13,50 Prime-Versand
Sie sparen: 4,98 EUR (27%)
Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.