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BMW M6 gegen SL 55 AMG

Duell der Giganten

Fahrkomfort

Sportwagen sind keine Sänften. Gleichwohl gehören M6 und SL 55 AMG nicht zu den Rüpeln der Gilde. Auf langen Autobahnetappen geben sich beide keine Blöße. Erst auf Landstraßen mit schlecht gepflegten Oberflächen treten deutliche Unterschiede hervor. Hier zeigt sich, dass Mercedes den Spagat zwischen Komfort und Sport besser beherrscht als BMW. Der SL 55 AMG spricht sensibler auf Unebenheiten an und reicht sie deutlich abgemilderter als der M6 an seine Insassen weiter. Auch bei den Sitzen zeigt der edle Schwabe seine Vorzüge – sie lassen sich wie die des BMW optimal anpassen, bieten aber dazu noch eine bessere Eigendämpfung. Leichte Turbulenzen am Variodach und an der Stoßkante der Seitenscheiben des SL sorgen für einen höheren Innengeräuschpegel als im BMW-Coupé mit dem festen Dach. Das ändert jedoch nichts daran, dass der SL 55 AMG die Komfortwertung für sich entscheidet.

FahrkomfortMax. PunkteMercedes SL 55 AMGBMW M6
Sitzkomfort vorn150140130
Sitzkomfort hinten100-23
Ergonomie150120110
Innengeräusche502530
Geräuscheindruck1007475
Klimatisierung504033
Federung leer200159139
Federung beladen200149131
Kapitelbewertung1000707671
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Motor & Getriebe

Im Bug des bulligen M6 spielt ein V10 mit bis zu 8250 Umdrehungen. Das fünf Liter große Triebwerk produziert Leistung im Überfluss. 507 PS und 520 Newtonmeter Drehmoment werden bei Bedarf auf die Hinterräder losgelassen. Dank des variablen Sperrdifferenzials und zahlreicher elektronischer Helfer bringt der BMW die Kraft für die Beschleunigungsorgie souverän auf die Straße. Oberhalb von 6000 Touren, wenn sich Leistung und Drehmoment voll entfalten, ist der V10 mit seinem Hochdrehzahlkonzept in seinem Element. Jeder Schaltvorgang passt. Hier zeigt dann auch das Siebengang-SMG-Getriebe sein Potenzial. Blitzschnell wechselt es die Gänge. Ohnehin sollte der M6 nur manuell geschaltet werden. Der Automatikmodus nervt mit langen, ruckelnden Schaltpausen. Sanft und schnell schaltet die AMG-Automatik die fünf Gänge rauf und runter. Aber auch beim SL 55 greift man gern manuell über die beiden neuen Schaltwippen in die Gangwahl ein. Ein neuer Drehmomentwandler bewirkt mit seiner kleineren Massenträgheit ein besseres Ansprechverhalten. Ab 2600 Umdrehungen sorgt der Kompressor-V8 für 720 Newtonmeter Drehmoment. In den Messwerten schlägt sich das nicht nieder. Beide Autos sind nach 13 Sekunden auf Tempo 200. Auf Grund seiner bulligen Kraftentfaltung entscheidet der SL das Kapitel knapp für sich.

Motor und getriebeMax. PunkteMercedes SL 55 AMGBMW M6
Beschleunigung200190190
Elastizität0--
Höchstgeschwindigkeit200120120
Getriebeabstufung1008782
Kraftentfaltung504740
Laufkultur1007782
Verbrauch2006260
Reichweite501210
Kapitelbewertung900595584
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mercedes SL 55 AMG

PS/KW 517/380

0-100 km/h in 4.50s

Heckantrieb, 5 Gang Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 133.980,00 €

BMW M6

PS/KW 507/373

0-100 km/h in 4.50s

Heckantrieb, 7 Gang sequentiell

Spitze 250 km/h

Preis 109.500,00 €