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Fahrradträger-Test 2013: Sieben Modelle im Vergleich

Riskanter Transport

Fahrradträger für die Anhängerkupplung: Sieben kompakte Modelle stellten sich unserem exklusiven Test 2013. Ein Modell versagte völlig

Ferienzeit ist Radlerzeit. Für die Fahrt zum Urlaubsort bietet sich der Huckepack- Transport an. Doch wie unser Vergleichstest zeigt, sind nicht alle Systeme den fahrdynamischen Anforderungen im Ernstfall gewachsen: Ein Fahrradträger kollabierte, es kam zu Schäden am Auto, an beiden Rädern und am Träger.

Für unseren exklusiven Test wählten wir sieben recht unterschiedliche Fahrradträger im Preisbereich zwischen 250 und 600 Euro aus. Ihre Gemeinsamkeit: Alle stammen von Markenherstellern, sind Elektro-Bike-tauglich und werden auf der Anhängerkupplung des Fahrzeugs befestigt. Das geht bei sechs der sieben Testkandidaten schnell und unkompliziert. Einzige Ausnahme: Der Preiswerteste im Testfeld, der Atlas 2 von Hapro, wird nur „vormontiert“ geliefert. Unsere Crew brauchte zu dritt ganze 45 Minuten, um aus Einzelteilen einen funktionstüchtigen Fahrradträger zu basteln und aufzusetzen – Punktabzug. Mühselig funktioniert hier auch das Befestigen an der Anhängerkupplung: Ein Bügelhebel muss mit großem Kraftaufwand heruntergedrückt und anschließend mit einem langen Dorn gesichert werden. Die Vorspannkräfte lassen sich an einem kleinen Stellrad nachjustieren. Das ist eine fummelige Aufgabe, die zudem in unbequem-gebückter Haltung absolviert werden muss.

Fahrradträger 2013: Heftige Bodenwelle meistern alle Teilnehmer

So etwas geht auch viel einfacher – beim kompakten und leichten Fahrradträger Spinder Compact aus Holland funktioniert das Befestigen am Kugelkopf besonders schnell und ohne zusätzliche Hilfsmittel: einfach senkrecht auf den Kugelkopf aufsetzen und dann den kompletten Träger in die Waagerechte drücken – bis er mit hörbarem Klicken einrastet. Bei den Fahrradträgern von Atera, Bosal, Thule, Uebler und Westfalia muss lediglich ein Hebel mit mehr oder weniger großem Krafteinsatz heruntergedrückt werden, um den Träger am Kugelkopf festzuzurren. Beim Thule Easy Fold geriet der Hebel etwas kurz, deshalb ist hier deutlich mehr Kraft erforderlich. Und ähnlich wie beim Hapro muss die Anpresskraft an einem kleinen Stellrad justiert werden. Mit kleinen Außenabmessungen beeindrucken vor allem die Modelle von Westfalia, Uebler, Thule, Spinder und Bosal. Zusammengefaltet benötigen sie nicht mehr Stauraum als ein kleiner Reisekoffer. Dennoch können auch sie schwere Last transportieren. Der Hapro ist für 40, der Spinder für 50 und alle anderen sogar für 60 Kilogramm zugelassen.

>> Teil 2: Fazit und Video zum Test

Holger Ippen