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Hyundai i10 vs. VW Up und Mitsubishi Space Star: Vergleich

Basisarbeiter

Auf dem Weg zum Gipfel gilt es für den komplett neuen Hyundai i10 zunächst, VW Up und Mitsubishi Space Star hinter sich zu lassen. Der Basis-Koreaner tritt gegen die Kontrahenten aus Deutschland und Japan an. Vergleichstest

Von City-Cars wurde früher nicht allzu viel verlangt – billig, praktisch und wendig sollten sie sein. Weil aber die Zahl der Single-Haushalte stetig steigt und die Urbanisierung zunimmt, rückt das Kleinstwagen-Segment immer mehr in den Fokus der Entwickler, Designer und Marketingstrategen. Technische Innovationen, schicke Formen und Materialien, Komfort und moderne Sicherheitsfeatures sowie Multimedia-Schnickschnack gehören im Basis-Segment heute dazu. All das soll auch der komplett neue Hyundai i10 bieten, dessen Vorgänger in 2013 bei uns zwar knapp 15.000 Mal verkauft wurde, jedoch wenig Platz bot und fahrdynamisch nicht auf der Höhe der Zeit war. Jetzt bitten wir die Neuauflage zum Test – mit drei Zylindern, einem Liter Hubraum und 67 PS. Gleich groß, aber etwas stärker sind die Aggregate in Mitsubishi Space Star 1.0 ClearTec (71 PS) und VW Up 1.0 BlueMotion Technology (75 PS). Ist der kleine Koreaner, der in Rüsselsheim designt und entwickelt wurde, gegen die Konkurrenten aus Japan und Deutschland gut gewappnet?

Karosserie

Im Gegensatz zum Vorgänger hat der neue Hyundai i10 an Länge (10,0 cm), Breite (6,5 cm) und Radstand (0,5 cm) zugelegt. Deshalb sitzt man vorn nun deutlich luftiger, die Kopffreiheit passt selbst für Sitzriesen – obwohl die Fahrzeughöhe um fünf Zentimeter schrumpfte. Trotz der üppigeren Maße bringt der Neue nur knapp eine Tonne auf die Waage, was ihm die höchste Zuladung (421 kg) in diesem Test garantiert. Das Ladevolumen (252 bis 1046 Liter) ist ebenfalls top, allerdings stört die große Stufe, die beim Umlegen der Rücksitzlehnen entsteht. Da ist der Up mit doppeltem, ebenem Ladeboden praktischer. Auch der Gepäckraum des im Vergleich zum i10 zwölf Zentimeter kürzeren Wolfsburgers kann sich sehen lassen (251 bis 951 Liter). Vorn bleibt im Up vor allem seitlich spürbar mehr Platz, hinten sitzen Passagiere bis 1,80 Meter mit ausreichend Bewegungsfreiheit, allerdings dürfen im VW-Fond maximal zwei Personen Platz nehmen. Der Mitsubishi Space Star bietet vorn ebenfalls ausreichend Raum – dank weit nach vorn gerückter Verbindung zwischen Mittelkonsole und Armaturenträger besonders für die Füße. Hinten stören dagegen die breite C-Säule beim Einstieg sowie der seitliche Dacheinzug. Obwohl beide Asiaten drei Gurte auf der Rückbank haben, sind die Fonds mit zwei Erwachsenen bereits gut ausgefüllt.

In puncto Bedienung gibt es beim VW Up kaum etwas zu mäkeln – und das gilt jetzt auch für den Hyundai. Sämtliche Knöpfe und Schalter von Radio, Klima sowie Beleuchtung sind eindeutig gekennzeichnet, die Bedienung klappt intuitiv. Im Up wirken die Bedienelemente sogar noch eine Spur aufgeräumter und reduzierter. Kauft man für den i10 das „Plus-Paket“ (820 Euro), fährt das sauber verarbeitete City-Car mit praktischem Multifunktionslenkrad, Nebelscheinwerfern, Einparkhilfe hinten sowie einer Bluetooth-Schnittstelle für Telefon und Musik vor. Die Kopplung von Handy zu Radio ist kinderleicht, klappt allerdings nur, wenn das Fahrzeug steht. Im Up ist an dieser Stelle etwas mehr Aufmerksamkeit gefragt. Bluetooth gibt es inklusive Navi für 390 Euro, die Verarbeitung im Wolfsburger ist ebenfalls gut, allerdings zeigt er im Innenraum an manchen Stellen lediglich lackiertes Blech statt verkleideter Abdeckungen. Der i10 wirkt hier eine Spur wertiger – zum Beispiel mit solideren Fronttüren, die satter ins Schloss fallen als bei Up und Space Star. Auch mit seiner Sicherheits-Ausstattung enteilt der Hyundai den Kontrahenten, die Reifendruck-Kontrolle zum Beispiel ist Standard. Im Up vermisst man Kopfairbags hinten, dafür gibt es für 595 Euro extra einen Notbremsassistenten (Drive Pack Plus inklusive Tempomat und Einparkhilfe hinten). Der Mitsubishi dagegen bietet neben sechs Airbags und dem inzwischen auch bei Kleinstwagen zum Standard zählenden ESP keine besonderen Sicherheits-Extras.

KarosserieMax. PunkteHyundai i10 blue 1.0VW up! 1.0Mitsubishi Space Star 1.0 ClearTec
Raumangebot vorn100535755
Raumangebot hinten100403836
Übersichtlichkeit70464744
Bedienung/ Funktion100747472
Kofferraumvolumen100161412
Variabilität100243124
Zuladung/ Anhängelast80191519
Sicherheit150464034
Qualität/ Verarbeitung200127125120
Kapitelbewertung1000445441416
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Hyundai i10 blue 1.0

PS/KW 67/49

0-100 km/h in 13.70s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 155 km/h

Preis 11.820,00 €

VW up! 1.0

PS/KW 75/55

0-100 km/h in 14.00s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 172 km/h

Preis 12.870,00 €

Mitsubishi Space Star 1.0 ClearTec

PS/KW 71/52

0-100 km/h in 12.90s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 172 km/h

Preis 10.990,00 €