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Kindersitze im Test: ADAC präsentiert Vergleich 2012

Ein Modell fällt durch

Kindersitze: Ein Modell fällt beim neuen ADAC-Test durch. Grund ist eine zu hohe Schadstoffbelastung. Viele andere Sitze bekamen hier aber sehr gute Noten, und auch bei der Sicherheit gab es mindestens befriedigende Ergebnisse

Beim neuen ADAC-Kindersitztest ist ein Modell wegen hoher Schadstoffbelastung durchgefallen. Sechsmal vergaben die Tester die Note "gut", fünfmal "befriedigend" und einmal "ausreichend", wie der Autoclub in München mitteilte. Insgesamt wurden beim zweiten Kindersitztest von ADAC und Stiftung Warentest in diesem Jahr 13 Modelle geprüft.

Kindersitze im ADAC-Test: Keine Sicherheitsprobleme

Bei dem mangelhaften Produkt handelte sich ausgerechnet um einen der drei Sitze für die allerjüngsten Mitfahrer bis zu eineinhalb Jahren. Dabei war nicht die mangelnde Sicherheit der Hauptgrund, sondern der hohe Schadstoffwert. Der Sitz habe zwar bei der Sicherheitsprüfung überzeugt, doch enthalte der Sitzbezug gesundheitsschädliche Stoffe, die im engen Körperkontakt für Kinder schädlich sein können, erläuterte der ADAC.

Ein weiterer Sitz für Kinder im Alter von ein bis zwölf Jahren bekam bei den Schadstoffen nur ein ausreichend. Tendenziell seien Kindersitzbezüge aber schadstoffärmer geworden, betonte der ADAC. Bei dem neuen Test bekamen immerhin sieben Sitze und damit mehr als die Hälfte bei der Schadstoffbelastung ein "sehr gut".

Bei vorangegangenen Test im Mai waren fünf von 33 Autokindersitzen durchgefallen - alle wegen erheblicher Mängel bei der Sicherheit. Dieses Mal hingegen gab es in Sachen Sicherheit bei mehr als der Hälfte der Modelle gute Noten, die übrigen wurden wenigstens als "befriedigend" eingestuft. Die Gesamtnote "sehr gut" konnten die Tester allerdings weder bei der Untersuchung vor einem halben Jahr noch jetzt vergeben.

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Der Autoclub prüft die Kindersitze unter anderem mit Dummies. Mit einem Prüfschlitten, auf dem eine Autokarosserie montiert ist, simulieren die Tester jeweils Front- und Seitenaufprall. Geprüft wird auch der Gurtverlauf, die Größenanpassung, die Standfestigkeit auf dem Fahrzeugsitz, die Kopfabstützung und die Ergonomie.

Neu ist seit 2011die Schadstoffprüfung an den Teilen, mit denen das Kind in Kontakt kommt. Unter anderem wird auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe untersucht, die manchmal krebserregend sein können, ferner auf Flammschutzmitteln, bestimmte Farbstoffe und Schwermetalle.
dpa/az