Alle News & Highlights zum Genfer Autosalon 2017

Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Brabus Rocket 900 Coupé (2016): Erste Infos

Fotos von der Brabus-Rakete

Das Brabus Rocket 900 Coupé zeigt 2016 endlich seine Muskeln. Dabei kommt es rüber wie die Rakete im Schafspelz: Äußerlich nobel-sportlich, aber im Inneren tobt die satte Leistung.

Basierend auf dem Mercedes-AMG S 65 erreicht uns 2016 mit dem Brabus Rocket 900 Coupé ein echtes Supercar – Gottseidank, möchte man sagen. Denn was hat sich Mercedes-AMG da nur gedacht, als sie den S 65 völlig untermotorisiert mit 630 PS auf die Menschheit losgelassen haben? Da reicht ja hinten und vorne nicht. Aber jetzt ist es ja da, das Brabus Rocket 900 Coupé. Wie der Name schon vermuten lässt, sattelt Brabus nochmal ein Drittel an Pferdestärken auf den S 65, so dass jetzt sehr viel standesgemäßere 900 PS unter der Haube schlummern. Zuhause sind die Pferde in einem modifizierten S 65-V12-Biturbo, der von 6,0 auf 6,3 Liter Hubraum erweitert wurde. Die beiden Turbos aus der Serie sind Brabus-Ladern mit einem größerem Volumen gewichen. Modifizierte Auspuffkrümmer, größere Downpipes, Metallkatalysatoren, die den Staudruck senken und eine Hochleistungsauspuffanlage sorgen im Verbund für eine Leistungssteigerung, mit der man sich jetzt endlich auf die Straße trauen kann. Neben dem Mehr an PS hat der Brabus natürlich auch am Drehmoment geschraubt: 1500 Newtonmeter stehen theoretisch abrufbereit. Mit so viel Leistung in petto macht das Brabus Rocket 900 Coupé seinem Namen alle Ehre und mutiert zur Rakete, die mit einer Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h zum schnellste 2+2-Sitzer der Welt zählt und von Null auf Hundert lediglich 3,7 Sekunden benötigt. 200 km/h werden nach 9,1 Sekunden erreicht. Mehr zu dem Thema: Alle neuen Autos auf dem Genfer Autosalon 2016

Bildergalerie: So schön ist das Brabus Rocket 900 Coupé

Brabus zeigt Rocket 900 Coupé (2016) in ganzer Pracht

Brabus ist aber offensichtlich nicht auf möglichst hohe Werte um ihrer selbst willen fixiert. Deshalb wurde entschieden, das maximale Drehmoment zugunsten der Langlebigkeit der Kraftübertragung elektronisch auf 1.200 Newtonmeter zu limitieren. Aber keine Panik: Es bleibt beim Brabus Rocket 900 Coupé genug Dampf über, der mittels Siebengang-Automatikgetriebe auf die Hinterräder geblasen werden kann. Wer möchte, kann auch manuell schalten. Aluminium-Schaltwippen am Lenkrad  und ein Hochleistungsdifferenzial mit 40 Prozent Sperrwirkung stehen zur Verfügung. Das Design macht auf Understatement, ohne sich zu verstecken. Front- und Heckspoiler, ebenso wie Diffusor und maßgeschneiderte Sportauspuffanlage sind so dezent vorhanden, dass man sie als natürlichen Teil des Autos wahrnimmt. Um die Bereifung macht Brabus einiges Tamtam. Die geschmiedeten Räder, wahlweise in 21 oder 22 Zoll, sollen sowohl extrem leicht aus auch stabil sein und werden mit Hightechreifen diverser Hersteller in den Größen 255/35 vorne und 295/30 hinten bestückt. Das Interieur des Brabus Rocket 900 Coupé wird von hellen Lederfarben dominiert. Inwieweit die Farben Hellbraun, Magnolia und Umbra erstrebenswert sind, liegt im Auge des Betrachters. Edelholz-Intarsien und Schaltpaddel, Pedale und Türpins aus Aluminium finden sich im Cockpit. Einstiegsleisten mit beleuchtetem Brabus-900-Logo, das passend zur Innenraumbeleuchtung in verschiedenen Farben dargestellt wird, sind sicherlich nicht mehr als ein detailverliebtes Gimmick. Das Brabus Rocket 900 Coupé kann entweder auf Basis jedes aktuellen Mercedes-AMG S 65 Coupés gebaut oder direkt als fertige Rakete bestellt werden.

Mehr zu dem Thema: Brabus tunt C 63 S auf 650 PS

Michael Strathmann