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VW I.D. (2020): Erste Informationen (Update)

Elektro-Designstudie von VW

Mit dem VW I.D. präsentierte der Wolfsburger Autobauer auf dem Autosalon Paris 2016 eine Elektrostudie, die als Frontalangriff auf Tesla & Co. verstanden werden kann. Auf den Markt kommt der I.D. aber nicht vor 2020.

Der VW I.D. (2020) ist ein neues Auto für eine neue Ära. Kein Autohersteller braucht so dringend einen Neuanfang wie VW und keiner haut deshalb so laut auf den Busch. Für die Niedersachsen ist der I.D. (2020) deshalb nicht einfach nur ein weiteres elektrisch angetriebenes Showcar. Nach Wolfsburger Lesart soll aus dem futuristischen Schaustück VW I.D. (2020) so etwas wie der Golf der Generation E werden – ein Elektroauto, so massentauglich wie damals der Käfer oder heute der Golf. Damit will der Konzern nicht nur die Folgen des Dieselskandals abschütteln und den Blick endgültig wieder nach vorne richten. Zugleich ist das auch die lange erwartete Retourkutsche gegen Tesla & Co und damit der Versuch, die Deutungshoheit über das Auto auch in der Ära der Akkufahrzeuge zu behalten. Den Schlüssel zum VW I.D. (2020) liefert der Modulare Elektrizitätsbaukasten MEB, den die Niedersachsen zum neuen Standard ihrer Entwicklung machen wollen.

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VW I.D. (2020) im Video:

 

VW I.D. (2020) in gut 30 Min. fast vollgetankt

Allein auf die Anforderungen eines Elektroautos zugeschnitten und bis 2025 auf die Produktion von einer Million Autos im Jahr ausgelegt, soll er die Kosten drücken und die Reichweiten erhöhen: Für den VW I.D. (2020) verspricht VW deshalb 400 bis 600 Kilometer mit einer Akkuladung und einen Preis, auf dem Niveau eines vergleichbar motorisierten, gut ausgestatteten Golfs, so dass am Ende etwa 30.000 Euro auf der Rechnung stehen dürften. Dafür gibt es einen Viersitzer mit 170 PS, der in weniger als acht Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, eine Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h erreicht, mit einem Schnellladesystem induktiv und ohne Kabelsalat binnen 30 Minuten zu 80 Prozent aufgetankt ist und neben der Reichweite vor allem mit einem ungeahnten Raumangebot punkten will. Weil der Motor des VW I.D. (2020) an der Hinterachse montiert ist, die Batterien platzsparend im Wagenboden stecken und der Radstand gegenüber dem Golf um 13 Zentimeter auf 2,75 Meter gestreckt wurde, reichen dem 4,10 Meter langen VW I.D. (2020) auch 16 Zentimeter weniger Länge als im Golf für mehr Platz als im Passat, verspricht Volkswagen.

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VW I.D. (2020) bläst zum Angriff auf Tesla Model 3

Darüber hinaus werden eine sehr flexible Bestuhlung, auf dem ebenen Boden frei bewegliche Raumteiler und Ablagen sowie bis zu 960 Liter Kofferraum in Aussicht gestellt. Über die neue Plattform des VW I.D. (2020) hat Designchef Klaus Bischoff einen Hut gestülpt, den er als "Ikone der Zukunft" bezeichnet: "Wir hatten die einmalige Chance, Volkswagen in ein neues Zeitalter zu führen. Mit dem I.D. haben wir sie genutzt", sagt der Kreativchef und freut sich über die völlig neuen Freiheiten, die ein Elektroauto seiner Zunft bietet. Für einen VW sieht die weiße Karosse mit dem süßen Schmollmund, den kommunizierenden Scheinwerferaugen, den großen Fensterflächen und dem Panoramadach tatsächlich frisch und neu aus. Aber ganz so wegweisend, wie die Wolfsburger tun, ist der VW I.D. (2020) deshalb trotzdem nicht. Schon seit die ersten Skizzen im Netz kursieren müssen sich die Niedersachsen vorhalten lassen, dass der I.D. gefährlich nach einer Mischung aus BMW i3 und Tesla Model 3 aussieht. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein.

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VW I.D. (2020) soll bis zu 600 Kilometer Reichweite haben

Zwischen 400 und 600 Kilometer Reichweite und für 30.000 Euro – bis dahin ist der VW I.D. (2020) seinem futuristischen Design zum Trotz bis zur versprochenen Markteinführung im Jahr 2020 schon wieder ein ziemlich altes Auto. Ähnliche Eckdaten bieten Fahrzeuge wie der Ampera-E von Opel oder das Model 3 von Tesla bereits deutlich früher. Das wissen sie offenbar auch in Wolfsburg und laden den VW I.D. deshalb noch weiter auf. Die Studie zeigt nicht nur den ersten elektrischen VW für die Massen, sondern nimmt – mit fünf Jahren Zeitversatz – auch den ersten autonomen Volkswagen vorweg. Für 2025 stellen die Niedersachsen den I.D. Pilot in Aussicht, der mit einem Druck auf das erleuchtete VW-Symbol im Lenkrad das Ruder übernimmt und den Fahrer in die Freizeit entlässt. Spätestens dann wird auch die neue Bedien- und Anzeigetechnik relevant, die auf schwebende Augmented-Reality-Projektionen, auf frei konfigurierbare Displays im Cockpit und den Türkonsolen setzt und das Lenkrad im Armaturenbrett verschwinden lässt, wenn der I.D. Pilot das Kommando hat.

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2025 bekommt der VW I.D. einen Autopiloten

Außerdem kann man dann gar vollends von der Vernetzung profitieren, die den VW I.D. (2020) zu einem zentralen Knotenpunkt im Internet der Dinge macht und zum Beispiel Zugriff auf die Haussteuerung, den Türöffner der Privatwohnung oder den Computer im Büro ermöglicht. Zwar wird es noch vier Jahre dauern, bis mit dem VW I.D. (2020) die neue Elektro-Ära bei VW beginnt, doch die Lage ist zu ernst, um bis dahin die Hände in den Schoß zu legen. Bis zum großen Sprung kommt der Fortschritt deshalb jetzt erst einmal in kleinen Schritten – mit einem Update für den E-Golf, der künftig statt 190 immerhin 300 Kilometer weit stromern soll.

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Thomas Geiger