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Tesla Model 3 (2017): Neue Infos

275.000 Tesla Model 3 vorbestellt

Drei Tage nach der Vorstellung des Tesla Model 3 soll das Elektroauto bereits 275.000 Mal reserviert worden sein. Ein Rekord! Doch die enorme Nachfrage bringt auch Probleme mit sich.

Elon Musk hat es geschafft. Nur 36 Stunden nach der offiziellen Vorstellung des neuen Tesla Model 3 purzeln die ersten Rekorde. Insgesamt 275.000 Reservierungen sind bisher eingegangen, was in harten Zahlen nicht weniger als 10 Milliarden US-Dollar an Einnahmen bedeutet. Vorausgesetzt natürlich, die Vorbesteller springen nicht ab und die Autos (Neupreis 35.000 US-Dollar) werden am Ende tatsächlich ausgeliefert. Ansonsten könnte Tesla nämlich schnell in die Bredouille kommen. Um eventuellen Problemen mit zurückgezogenen Reservierungen vorzubeugen, verlangt Tesla deshalb im Vorfeld eine Anzahlung von 1000 Dollar – zur Sicherheit. Denn bei so vielen Anfragen kann die Zeit zwischen Bestellung und Auslieferung eines Tesla Model 3 auch schon mal 3 bis 4 Jahre dauern. Glaubt man allerdings dem Hype, dann dürften Teslas Sorgen unbegründet sein. Breits vor der Enthüllung des Fahrzeugs sicherten sich tausende Kunden ihren Platz auf den Wartelisten, der Präsentation folgten unzählige Interessierte per Livestream. Von mangelndem Interesse an Elektromobilität kann vor diesem Hintergrund kaum die Rede sein, man muss sie offenbar nur richtig verpacken. Und beim Tesla Model 3 ist es der Mannschaft von Elon Musk offenbar gelungen, eine sonst nur von Apple bekannte Begeisterung zu wecken. Doch die hohen Erwartungen der potenziellen Kunden müssen auch erfüllt werden, weshalb die Vorstellung der ersten Fotos und technischen Daten von vielen Experten mit Spannung erwartet wurde. Eine Schwäche erlaubten sich die Amerikaner dabei nicht, denn das Design der Mittelklasse-Limousine mit Fließheck ist ebenso futuristisch wie elegant, verkörpert neben der fortschrittlichen Technik auch einen hohen Alltagsnutzen.

Bildergalerie: Tesla Model 3 greift 2017 in der Mittelklasse an

Tesla Model 3 bricht im Vorverkauf Rekorde

Noch spannender als das Design des Tesla Model 3 sind allerdings seine technischen Daten, denn diese sollen die Kraftverhältnisse in der Premium-Mittelklasse kräftig durcheinanderwirbeln. Verschiedene Varianten sollen die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen abdecken, alle Karten wurden dabei noch längst nicht auf den Tisch gelegt: Elon Musk sprach ausschließlich von der Basisversion des Tesla Model 3, doch schon die hat es in sich. Rund 350 Kilometer elektrische Reichweite sollen im Normzyklus möglich sein, von 0 auf 100 km/h geht es in unter 6 Sekunden. Schon jetzt liegt auf der Hand, dass andere Varianten des Tesla Model 3 noch schneller beschleunigen und dank besserer Akkus auch noch mehr Reichweite bieten werden. Damit auch die Deutschen ihre Skepsis gegenüber der Elektromobilität ablegen, will Elon Musk außerdem das Netz der Supercharger-Säulen deutlich ausbauen. Dafür bleiben noch knapp zwei Jahre Zeit, denn die ersten Kunden werden ihr Tesla Model 3 erst Ende 2017 in Empfang nehmen dürfen.

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Das Tesla Model 3 kommt zum Kampfpreis – und mit Autopilot

Auf dem Weg dahin werden die Amerikaner auch die technischen Daten der stärkeren Modelle enthüllen – und wollen damit für noch mehr Bauchschmerzen bei den etablierten Autobauern sorgen. Dazu soll auch der Preis beitragen, der für Deutschland allerdings noch unklar ist. Die für den US-Markt angekündigten Preise ab 35.000 Dollar (umgerechnet etwa 31.000 Euro) legen allerdings nahe, dass Elon Musk der elektrischen Revolution mit dem Tesla Model 3 neuen Schwung verleihen will. Mit der Mittelklasse-Limousine drängen die Amerikaner erstmals auf den Massenmarkt und wollen so hohe Stückzahlen produzieren, dass die Verkaufszahlen der Marke die Hürde von 500.000 Fahrzeugen überspringen können. Während die bisherigen Serien-Teslas Roadster, Model S und Model X entweder noch in den Kinderschuhen steckten oder im Luxussegment angesiedelt sind, soll das Tesla Model 3 ein Elektroauto für die breite Masse werden und auch für Normalverdiener erreichbar sein. Neben dem Elektroantrieb soll dabei auch die innovative Technik Überzeugungsarbeit leisten, denn auch der aus dem Model S bekannte Autopilot für autonomes Fahren soll im Model 3 serienmäßig verbaut sein.

 

Benny Hiltscher