Neuer BMW 3er ab 2013 mit GT, M3, Touring und Cabrio

Neue Dreier-Reihe

Im Frühjahr 2012 startet BMW die neue Dreier-Reihe. Die Nachfolger zeigen ein eleganteres, sportlicheres Design und einige technische Überraschungen

BMW ist wieder obenauf. Die Krise ist abgehakt, seit Monaten vermelden die Münchner weltweit steigende Absatzzahlen. Die Prognosen fürs laufende Jahr werden immer optimistischer, entsprechend aufwärts marschiert die BMW-Aktie an den Börsen.

Konzernchef Norbert Reithofer will in diesem Jahr über 1,4 Millionen Autos ausliefern – zehn Prozent mehr als 2009. Die BMW-Werke produzieren an ihren Kapazitätsgrenzen, vor allem die neue 5er Reihe, der 7er und die X-Modelle verkaufen sich bestens. „Auch für die kommenden Monate gehen wir von einer robusten Absatzentwicklung aus“, erklärt Vertriebsvorstand Ian Robertson. Überhaupt sei BMW „mit einem starken Produktportfolio für die Zukunft gut aufgestellt“. Denn wichtige neue Bestseller kommen ja erst noch: Im Herbst nächsten Jahres erscheint der neue Fünftürer der 1er Reihe (auch als Dreitürer ab Frühjahr 2012), die sich erstmals einen gemeinsamen Technik-Baukasten mit der neuen 3er Reihe teilt. Das betrifft nicht nur die Fahrwerkskomponenten, sondern auch Nebenaggregate, Ausstattungen und die Elektronik.

Premiere in Detroit

Die neue 3er Reihe – das ist unser Stichwort. Im Januar 2012 wird BMW die neue Limousine auf der amerikanischen Auto-Show in Detroit der Öffentlichkeit vorstellen. Deutscher Verkaufsstart ist schon im März. Und  die stylische Kombiversion Touring, die im Design besonders deutliche Parallelen  zum 5er Touring aufweist und im Ladevolumen leicht zulegt, folgt im September 2012. Etwa zeitgleich sollen auch die Allradversionen für beide Modelle startet, wie aus München zu hören ist.

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Das klassische 3er Coupé, etwas flacher und auch sportlicher als die Limousine, rollt dann Ende 2013 zu den Händlern. Und zum Frühlingsbeginn 2014 fährt das neue 3er Cabrio in die Sonne – erneut mit automatisch faltbarem Metallklappdach und ein paar speziellen optischen Rafinessen.

Aber bleiben wir beim Bestseller Limousine. Mittlerweile hat das Design dieses fürs europäische BMW-Image überaus wichtigen Modells schon sehr konkrete Formen angenommen. Chefdesigner Adrian van Hooydonk hat die Außenhaut des 3er gründlich entrümpelt. Von den polarisierenden Linien seines umstrittenen Vorgängers Chris Bangle bleibt nicht viel übrig. Die neue Richtung ist klar: sportliche Eleganz mit scharf gezeichneten Linien. Die Flächensprache des  Nachfolgemodells soll schon im Stand ein Stück „visuelle Energie“ ausstrahlen.
Prinzipiell geht es mehr in die Richtung des 5ers: eine relativ lange Motorhaube, dazu sportlich kurze Karosserieüberhänge vorn und hinten. Und eine Front, die an die Klassiker der Marke erinnert – mit oben deutlicher vorgereckten Nieren, die durch einen breiteren Chromrahmen betont werden.

Wobei der neue 3er in Relation zum 5er einen Tick sportlicher und offensiver auftritt. An seiner Länge, aktuell 4,53 Meter, ändert sich wenig – maximal zwei Zentimeter zusätzlich. Breite und Höhe bleiben bis auf wenige Millimeter identisch. Aber der Radstand wächst um rund fünf Zentimeter, die der oft bemängelten Beinfreiheit im Fond zugute kommen.

Auch das Motorenprogramm steht. Die Einstiegsbenziner 318i und 320i – aktuell 143 und 170 PS stark – kommen, wie bei BMW üblich, erst ein paar Monate nach Verkaufsbeginn auf den Markt – mit leichten, einstelligen PS-Zuwächsen und nochmals reduzierten Verbräuchen.

Neue Turbo-Power
Als Überraschung gibt’s aber gleich zum Start das neue Highlight der Baureihe: einen vierzylindrigen aufgeladenen Zweiliter-Benziner mit rund 220 PS, der im 325i den bisherigen Dreiliter-Reihensechszylinder (218 PS) ersetzt. Der hoch effiziente Turbo soll bessere Speedwerte bringen und im EU-Verbrauch unter die Sieben-Liter-Marke kommen.