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Hyundai RN30 (2016): Alle Informationen!

Ein Traumsportler namens RN30

Hyundai bündelt seine Motorsporterfahrung im Concept-Car RN30 (2016) – und gibt damit einen Ausblick auf die bereits angekündigte "N"-Sportversion des Kompaktmodells i30.

Einfach nur Wahnsinn – wow! Der erste Kontakt mit dem Konzeptfahrzeug Hyundai RN30 auf dem Pariser Autosalon sorgte für kollektive Sprachlosigkeit und regte die Messebesucher trotz eines mindestens um die doppelte Schlagfrequenz erhöhten Pulses zum Träumen an. Kein Wunder, denn schon im Stand strahlt die auf der neuen dritten Generation des Kompaktmodells i30 basierende Studie pure Performance aus: Fast zwei Meter breit, nur 1,36 Meter hoch und rundum mit üppigem Spoilerwerk versehen, scheint das Performance-Modell nur darauf zu warten, sich auf Rennstreckenasphalt festsaugen zu können und in selbigen eine Bestzeit nach der anderen zu brennen. Seine Gegner dürften dabei nur den riesigen Heckdiffusor samt weißen Keramik-Abgasrohren sowie die abgedunkelten LED-Rückleuchten zu sehen bekommen. Der Fahrer dagegen blickt auf ein Lenkrad mit integrierter Navigation mit Gyroskoptechnologie, das die aktuellen und gefahrenen Rundenzeiten wiedergibt. Umschlossen von Schalensitzen, ohne ablenkenden Multimedia-Schnickschnack und mit dem Wissen um den stabilen Überrollkäfig ist echtes Rennfahrer-Feeling garantiert. Hier merkt man dem Concept-Car deutlich an, dass Hyundai über viel Motorsport-Knowhow verfügt. Cooles Gimmick: Der RN30 hat insgesamt drei Kameras, die in den A-Säulen sowie auf dem Dach untergebracht sind. Ein heißer Ritt im Grenzbereich, der leicht panische Blick des Beifahrers oder eine qualmende Drifteinlage – all das kann auf Video aufgezeichnet, analysiert und zum Sammeln von Like-Kommentaren in den sozialen Netzwerken geteilt werden. Mehr zum Thema: Das ist der neue Hyundai i30

Bildergalerie starten: Hyundai RN30 Concept (2016)

Albert Biermann erklärt Hyundai N (Video)
 

Hyundai RN30: Pure Performance mit 380 PS und 451 Nm

Einen Daumen nach oben gibt es bestimmt auch für die Gestaltung der Front: Böse und angriffslustig halten die schwarz eingefassten Scheinwerfer Ausschau nach der nächsten Kurve, während der "Kaskaden"-Kühlergrill für Frischluftzufuhr sorgt. Auf der Motorhaube thront zudem ein beeindruckender Luftauslass, der die Hitze aus dem Maschinenraum über das Fahrzeug hinwegleitet. Alles andere als heiße Luft stellen derweil die Leistungsdaten des Zweiliter-Turbobenziners dar: Das hochaufgeladene Aggregat mobilisiert stattliche 380 PS, was einer beachtlichen Literleistung von 190 Pferdestärken entspricht. 451 Newtonmeter beträgt das maximale Drehmoment – da macht sich im rechten Fuß doch ein deutlich vernehmbares Zucken bemerkbar. Für die Kraftübertragung ist ein Doppelkupplungsgetriebe verantwortlich, das dank seiner nass laufenden Kupplungen enormer Belastung – und somit auch enormer Hitze – standhalten soll. Damit der RN30 seine geballte Power adäquat in Vortrieb umwandeln kann, übernimmt ein permanenter Allradantrieb die Kraftverteilung. Ihm zur Seite steht ein elektronisch geregeltes Sperrdifferenzial, das das Drehmoment je nach Bedarf radweise portioniert.

Das Concept Car RN30 ist ein Vorbote auf den Hyundai i30 N


Bei so viel Theorie möchte man sich sofort in die tiefen Sitzschalen pressen, nach dem eckigen Volant greifen und sich auf Ideallinien-Suche begeben... Aber stopp! Der koreanische Performance-Bolide ist ein Konzeptfahrzeug, was ihn für die meisten so gut wie unerreichbar und vor allem unfahrbar macht. Wirklichen Grund zur Enttäuschung gibt es allerdings nicht, denn die Studie bietet einen Ausblick auf die bereits angekündigte Sportversion Hyundai i30 N. Ganz so brachial wie das Concept-Car dürfte der Seriensportler trotz des Namenszusatzes "N" wohl nicht daherkommen. Allerdings sollen sich beim Serienfahrzeug diverse Designanleihen an die Studie finden, um den sportiven Anspruch des "N"-Modells zu unterstreichen. So trägt der neue Kompakte den ausdrucksstarken "Kaskaden"-Kühlergrill und wird als "N"-Version mit großem Dachkantenspoiler vorfahren. Dass Hyundai beim Karosseriebau des Serien-i30 auf den in Zusammenarbeit mit BASF entwickelten gewichtssparenden Hochleistungskunsststoff des RN30 zurückgreifen wird, ist aus Kostengründen eher unwahrscheinlich. Festgelegt haben sich die Koreaner dagegen schon in puncto Antrieb: Der Zweiliter-Turbobenziner der Studie wird auch das Serienmodell antreiben, jedoch mit kleinerem Turbolader und deshalb weniger Leistung. Bis es soweit ist, betrachten wir die Studie RN30 und träumen von Leistung und Kurven – und ein bisschen vom neuen i30 N. Mehr zum Thema: Alle Highlights auf dem Autosalon Paris 2016

Mehr zum Thema: Vorab-Fahrbericht Hyundai i30 N



Caspar Winkelmann