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BMW M135i 2012: Fahrbericht zum Kompaktsportler mit 320 PS

Alleinunterhalter

Mit Hinterradantrieb und 320 PS hat der BMW M135i alle Zutaten für sportliches Fahren an Bord. Überzeugt der kompakte Bayer im ersten Fahrbericht?

Wirft man einen Blick auf die technischen Anlagen aktueller Kompaktklasse-Vertreter, scheint am Front- oder Allradantrieb kein Weg vorbeizuführen. Dass es auch anders geht, zeigt BMW mit der 1er-Reihe: Wie bei vielen Sportwagen werden im kompakten Münchner ausschließlich die Hinterräder angetrieben, das Gewicht des Fahrzeugs lastet zu gleichen Teilen auf beiden Achsen.

Fahrbericht BMW M135i 2012: Kompakter Hecktriebler mit 320 PS

Wozu dieser Klassiker unter den Antriebskonzepten in der Lage ist, zeigt sich besonders eindrucksvoll bei einer Ausfahrt mit dem neuen BMW M135i Dreitürer, der im November zu Preisen ab 39.850 Euro in den Handel kommt. Mit der achtstufigen Sportautomatik geht es in 4,9 Sekunden von 0 auf 100, aber abseits der reinen Beschleunigung punktet der 1er auch mit seinem agilen Einlenkverhalten und der von jeglichen Antriebseinflüssen befreiten Lenkung.

Freunde einer besonders dynamischen Gangart können auf Knopfdruck auch die elektronischen Helferlein in die Arbeitslosigkeit entlassen und den 320 PS des Reihensechszylinders völlig ungezügelt die Sporen geben. Wer dann auf kurvigem Geläuf Vollgas gibt, erntet zunächst hohe Kurvengeschwindigkeiten und ein neutrales Fahrverhalten, sollte aber auch mit Ausfallschritten des Hecks rechnen. Diese bleiben zwar für geübte Fahrer gut kontrollierbar, aber der DTC genannte Mittelweg mit erhöhten Regelschwellen für die Elektronik stellt im öffentlichen Straßenverkehr auf jeden Fall die sinnvollere Wahl dar.

Generell profitiert der BMW M135i 2012 von einer eigenständigen Abstimmung des adaptiven Fahrwerks und der ebenfalls adaptiven Lenkung, die sich genau wie Gaspedalkennlinie und Getriebeabstimmung auf Knopfdruck an die Wünsche des Fahrers anpassen lassen. So beherrscht der M135i sowohl den komfortablen Alltagseinsatz als auch den zackigen Zwischensprint über die Landstraße.

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Wie gut die stärkste Variante der 1er-Reihe wirklich ist, muss ein erster Vergleich mit den momentan noch in der Entwicklung befindlichen Kompaktsportlern aus Ingolstadt und Stuttgart klären. Der neue Audi RS 3 und auch der Mercedes A 45 AMG treten mit Allradantrieb und deutlich über 300 PS an, um den Münchner in die Schranken zu weisen – der Bayern-Konter steht in Form des BMW M135i xDrive mit Allradantrieb allerdings schon ab November im Handel und unterstreicht: In der sportlichen Kompaktklasse geht die Post ab, der Wettstreit unter den Autobauern beflügelt die Ingenieure und lässt die Kunden breit grinsend zurück.
Benny Hiltscher