Audi Sport quattro Replica mit fast 800 PS Karbon-Bulle mit 20V-Turbo

Er ist feuerwehrrot lackiert. Die Semislicks hocken auf 18 Zoll großen und weiß lackierten Rota-Felgen. Daniel Bergers Audi Sport quattro ist dort, wo er auftaucht, ein Blickmagnet. Und die Leistung erst!

Der Audi Sport quattro gehört zu verrücktesten Schuhschachteln der Welt. Quadratisch, unpraktisch aber verdammt schnell. Gebaut zwischen 1984 und 1985 zählt der von Liebhabern "Kurzer" genannte Performance-Kasten heute zum Dreigestirn der absoluten Achtziger-Ikonen, neben Lancia Delta und Porsche 959. Angetrieben wird ein Sport quattro normalerweise von einem 2,1 Liter großen Fünfzylinder mit KKK-Lader und 2,04 bar Ladedruck. Die Serienleistung: 306 PS. Das da noch mehr geht, dürfte auch für jeden Nicht-Tuner ausgesprochen realistisch erscheinen. In Daniel Bergers Replica aus dem Jahr 1985 wummert der getunte 20-Ventiler aus dem Audi S2. Die Maßnahmen: Ein CNC-gefräster Zylinderkopf, ein paar Dbilas-Nockenwellen, verstärkte Ventilfedern und Supertec Ventile. Letztere sorgen durch eine glättende Nitratschicht für eine höhere Strömungsgeschwindigkeit von Sprit (E85) und Luft Richtung Zylinder. Zwei leistungsstarke Bosch-Benzinpumpen drücken das Ethanol in die Brennräume. Ein spezieller KKK-Lader komprimiert das Kraftstoffluftgemisch mit bis zu 3,1 bar. So modifiziert leistet der Fünfzylinder dann verbriefte 789 PS und beachtliche 870 Newtonmeter maximales Drehmoment.

Audi Ur-quattro im Video:

 

Dank Karbon-Body nur rund 1000 Kilo schwer

Die Außenhülle des Audi Sport quattro ist so gut wie komplett aus superleichtem Karbon. Darunter Haube, Dach, Seitenteile und Kotflügel. Die Light-Karosserie sorgt für gerade mal 1040 Kilo Gesamtgewicht, also mit Fahrer! Unter dem Bodenblech schlängelt sich, angedockt an einen Spezialkrümmer, eine fast 90 Millimeter dicke Abgasanlage. Fahrwerksseitig setzt Besitzer Daniel Berger auf ein Rallye-Gewindefahrwerk in Upside-Down-Bauweise, spezielle Dreieckslenker und verstellbare Domlager. Sämtliche Achs-Lagerbuchsen sind aus langlebigem Polyurethan. Für den nötigen Grip auf Asphalt sorgen 245er-Semislicks auf 18 Zoll großen Rota-Felgen. Übrigens: Auch im abgespeckten Innenraum kommt nur feine Renntechnik, wie die Sicherheitszelle, Recaro-Vollschalen und eine Stack-Instrumentenanzeige, zum Einsatz. Und jetzt die harten Fakten – was kann das hochmotorisierte Einzelstück? Von null auf 100 km/h beschleunigt der quattro in 2,9 Sekunden, von 100 auf 200 Sachen in 4,9! Höchstgeschwindigkeit: Bei Tempo 278 wirft der Wagen den Anker (kurze Getriebeübersetzung).

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