Audi A7 h-tron: Fahrbericht des Forschungsfahrzeugs Allzeit bereit

29.12.2014

Mit dem Forschungsfahrzeug Audi A7 h-tron zeigt Audi: Wasserstoff kann kommen. Fahrbericht

Druck auf den Startknopf. Sofort füllt ein tieffrequentes Schnurren das Cockpit des Audi A7 h-tron. Wir sind überrascht: Weshalb klingt ein Brennstoffzellenauto, als würde es von einem großen V6-Motor angetrieben?

 

Audi A7 h-tron: Mögliche Serieneinführung?

Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung bei Audi, reagiert gelassen: „Das ist das Gebläse, das den Wasserstoff durch die Membrane der Brennstoffzellen-Stacks drückt. Bei einem zukünftigen Serienauto würde man solche Geräusche ausfiltern.“ Mögliche Serieneinführung – da ist der Entwicklungschef ja ganz von allein auf das nächste Thema gekommen.

Wir haken nach, und wieder pariert Hackenberg ebenso klar wie unverblümt: „Mit dem Concept Car zeigen wir, dass Audi die Brennstoffzellen-Technologie beherrscht. Allerdings sind die Infrastruktur, also beispielsweise ein entsprechendes Wasserstofftankstellennetz, und damit der Markt noch nicht soweit. Sollte sich hier etwas ändern, können wir sofort einsteigen.“

Sanfter Druck aufs Gaspedal, der A7 rollt geräuschlos zur nächsten Ampel. Die Batterie ist an der Stromtankstelle voll geladen worden, das reicht für rund 50 rein elektrische Kilometer. Aber wir wollen den großen Audi nicht nur schonen. Grün, Kickdown! Ansatzlos prescht das fast zwei Tonnen schwere Forschungsfahrzeug los, jetzt reagieren da vorn Wasserstoff aus den innerhalb von drei Minuten gefüllten Tanks und angesaugte Luft, und der dabei entstehende Strom treibt die zwei zusammen 231 PS starken E-Motoren ausgesprochen nachdrücklich an. Übrig bleibt nur Wasser, keine Schadstoffe, kein CO2 – völlig sauber.

Was so elegant klingt, will natürlich erkämpft werden, immerhin benötigen Brennstoffzellen eine konstant niedrige Reaktionstemperatur von rund 80 Grad Celsius – das entstehende „Abgas“-Wasser droht in kalten Wintern das System einzufrieren. Aber Audi will die Technologie dennoch nahezu serienreif haben: markentypisch mit sportlichem Allradantrieb durch intelligent vernetzte E-Motoren für Vorder- und Hinterachse, beeindruckenden Fahrleistungen sowie einer Gesamtreichweite von rund 500 Kilometern.

Anmerkung der Redaktion: Da der A7 h-tron nicht mit Benzin oder Diesel betrieben wird, ist der Verbrauch 1 kg Wasserstoff auf 100 km.

Unser Fazit

Audi lässt sich ins Entwicklungslabor schauen: Das nahezu serienfähige Brennstoffzellenfahrzeug als Plug-in-Hybrid mit Allradantrieb wirkt sehr reif – fehlt nur noch ein funktionierender Markt.

Johannes Riegsinger

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