Audi A6, Avant & allroad quattro: Kaufberatung Drei gleich Sechs

12.03.2015
Inhalt
  1. Audi A6: Üppiges Platzangebot, hervorragende Qualität
  2. Modernste Assistenzsysteme und Konnektivität
  3. Die Motoren: für jeden Geschmack etwas dabei
  4. So sieht unser Wunsch Audi A6 aus

Mit dem Facelift ist der in 3 Karosserieversionen gebaute Audi A6 der Perfektion noch ein Stück näher gekommen. Wir weisen den Weg durch die unzähligen Motor und Ausstattungsvarianten. Kaufberatung

Der Audi A6 und seine Derivate gehören zu den derzeit besten Automobilen in der mit vielen hochwertigen Konkurrenten besetzten Business-Klasse. Damit das so bleibt, spendierten die Ingolstädter ihrem renditestarken Bestseller einige gezielte Modellpflegemaßnahmen, die die ohnehin zahlreichen Tugenden – wie das sportlich elegante Design, die ausgeprägte Sicherheit oder den tollen Langstreckenkomfort – weiter ausbauen.

Dazu bietet Audi für den A6 eine optimierte Motorenpalette an, die insgesamt fünf Benziner mit 190 bis 560 PS und sechs Diesel mit 150 bis 326 PS umfasst. Weitere Wahlfreiheit lässt der Premiumhersteller seinen Kunden in Sachen Kraftübertragung. Auch für die standardmäßig mit manuellem Sechsgang-Getriebe ausgerüsteten Einstiegsmotorisierungen halten die Bayern ein schnell schaltendes Doppelkupplungsgetriebe S tronic bereit, das bei den meisten stärkeren Leistungsvarianten obligatorisch an Bord ist. Der Aufpreis von 2250 Euro ist eine gute Investition, denn das Getriebe hält im Automatikmodus stets die richtige Übersetzung parat und gefällt durch unmerkliche Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung. Die Möglichkeit zum manuellen Eingriff in die Schaltarbeit mittels Lenkradpaddles dürfte hingegen sportlich ambitionierten Fahrern gefallen.

 

Audi A6: Üppiges Platzangebot, hervorragende Qualität

Der A6 ist in drei Karosserievarianten erhältlich: als klassische Limousine, praktischer Kombi (Avant) und als rustikal wirkender allroad quattro. Letzterer basiert auf dem Avant und bringt dank Schutzbeplankung für Karosserie und Unterboden mit. Bereits die Limousine bietet ein hohes Maß an Nutzwert. Das Platzangebot im Innenraum ist für vier Erwachsene sehr üppig und der Kofferraum mit 530 Litern ebenfalls für die meisten Situationen des Alltags ausreichend groß.

Allerdings sollte man sich für ein bisschen mehr Variabilität eine umlegbare Rückbank gönnen. Sie kostet 310 Euro extra. Wer noch mehr Praktikatbilität von seinem Fahrzeug erwartet, wählt direkt den Avant, der motorenübergreifend 2500 Euro teurer ist als die Limousine und ein mehr als stattliches Gepäckraumvolumen von 565 bis 1680 Litern anbietet. Das Gleiche gilt für den mindestens 56.650 Euro teuren allroad quattro, dessen wesentlicher Vorzug die Tauglichkeit für moderates Gelände darstellt. Dafür sorgen zum einen der serienmäßige Allradantrieb und zum anderen die via Drive-Select-Menü um bis zu 45 Millimeter anhebbare Karosserie. Damit empfiehlt sich der Crossover für hügelige und im Winter schneereiche Gegenden. Eine Gemeinsamkeit aller drei Karosserievarianten ist die hervorragende Material- und Verarbeitunsgqualität. Satt rastende Schalter, Tasten mit exakt definierten Druckpunkten und wie aus dem Vollen gefräst wirkende Dekor-Elemente – Audi macht seinem Ruf, extrem hochwertige Cockpits zu bauen, hier alle Ehre.

 

Modernste Assistenzsysteme und Konnektivität

Wer sich einen Audi A6 zusammenstellt, sollte über ein pralles Budget verfügen, denn die zahlreichen reizvollen Optionen lassen die ohnehin schon hohen Grundpreise schnell beträchtlich anwachsen. Sparen sollte man bekanntlich nicht an der Sicherheit. Deshalb stellen der Spurwechselassistent (550 Euro), der Spurhalteassistent (550 Euro) oder das Head-up-Display (1380 Euro) empfehlenswerte Extras dar. Langstreckenfahrer wählen zudem die bequemen Sportsitze (ab 635 Euro) sowie die adaptive Geschwindigkeitsregelung, die mit 1510 Euro eingepreist ist.

Allerdings bedingt sie – wie die meisten Assistenzsysteme – zusätzlich das praktische, zwischen den Rundinstrumenten platzierte Fahrerinformationssystem (390 Euro) sowie das MMI Radio plus (690 Euro). Anstelle des Letzteren ist es jedoch sinnvoller, das alternativ mögliche MMI Navigationssystem zu nehmen. Es kostet zwar 2380 Euro, dürfte sich aber positiver auf den Wiederverkaufswert auswirken. Ebenfalls eine Überlegung wert ist das 1190 Euro teure Akustikglas. Es minimiert störende Windgeräusche bei hohem Tempo auf ein Minimum. Wer nun noch Geld übrig hat, kann sich ein paar luxuriöse Individualisierungsmöglichkeiten anschauen. So wird der A6 beispielsweise mit dem Bang & Olufsen-Sound- System (6000 Euro) zum rollenden Konzertsaal.

 

Die Motoren: für jeden Geschmack etwas dabei

Das Motorenangebot für den A6 ist breit gefächert. Am besten zum souveränen Auftritt der Ingolstädter Oberklasse passen die kultivierten Diesel. Die tollen Sechszylinder-TDI gefallen durch ihre Laufkultur und Kraftentfaltung. Allerdings sind sie bedeutend teurer als die Vierzylinder- Diesel. Deshalb empfehlen wir die stärkste Ausbaustufe des Vierzylinder- 2,0-Liter-TDI, die ab 41.100 Euro (Avant: 43.600 Euro) in der Preisliste zu finden ist. Sie bietet dank 190 PS und eines maximalen Drehmoments von immerhin 400 Nm ausreichende Kraftreserven. Mit einem Normverbrauch von 4,4 Litern (Limousine) geht der Motor sehr sparsam mit dem Kraftstoff um, auch wenn der Verbrauch in der Praxis meist höher liegen dürfte.

Dazu ist der A6 2.0 TDI dann 7000 Euro günstiger als der V6-Turbodiesel. Unter den Benzinern ist sicherlich der 252 PS starke 2.0 TFSI eine Überlegung wert. Er liegt ausstattungsbereinigt mit 45.400 Euro (Avant 47.900 Euro) preislich auf ähnlichem Level wie der 190-PS-TDI und ermöglicht gleichfalls ein flottes Fortkommen. Mit einem EU-Verbrauch von 5,9 Litern ist dieses leise und laufruhige Aggregat ebenfalls sehr sparsam. Ein abgespecktes Motorenangebot hält Audi indes für den allroad quattro bereit. Der Sonderling ist mit nur einem V6-Benziner (333 PS) und drei V6-Dieseln (218 bis 320 PS) zu haben. Das Einstiegsmodell und auch unsere Kaufempfehlung ist der 218 PS starke TDI, der den besten Kompromiss aus Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit darstellt.

Echte Traumwagen sind hingegen die Sportmodelle S6 und RS 6, die mit ihren aufgeladenen Achtzylindern mit 450 beziehungsweise 560 PS überragende Fahrleistungen offerieren. Der Einstieg in die sportliche A6-Elite beginnt bei 75.400 Euro für die S6 Limousine. Der ausschließlich als Avant erhältliche RS 6 startet sogar erst bei 109.200 Euro.

 

So sieht unser Wunsch Audi A6 aus

Wenn wir alle zuvor ausgesprochenen Empfehlungen zusammenfassen, kommen wir zu folgendem Ergebnis: Unser idealer Audi A6 ist ein Avant mit dem 190 PS starken TDI und Siebengang- S tronic für einen Grundpreis von 45.850 Euro. Hinzu fügen wir unter anderem folgende Optionen: beheizbare Sportsitze, MMI Navigation plus mit MMI Touch, Digitalradio DAB, Verkehrszeichenerkennung, Spurhalte- und wechselassistenten, Head-up-Display, Einparkhilfe sowie eine Rückfahrkamera. Somit kommen wir auf einen Preis von knapp 55.000 Euro. Sicherlich viel Geld, aber dafür erhält der Kunde am Ende ein Fahrzeug, das kaum Wünsche offen lässt.

Unser Fazit

Die individuelle Konfi guration eines A6 oder allroad quattro ist – wie so oft – eine Frage des Budgets. Das beste Preis- Leistungs-Verhältnis liefern die mittleren Benziner- und Diesel-Varianten. Die hochdynamischen S6- und RS 6-Modelle spielen ohne Frage in der Champions League, entsprechende Ablösesummen verlangt der Händler dazu. Der Grundpreis ist indes – wie üblich in dieser Klasse – nur die halbe Miete. Die 60-seitige Preisliste des Audi A6 ist die pure Versuchung. Zahllose reizvolle Extras können den Endpreis in schwindelerregende Höhen treiben. Gleichwohl sollte man in der Planung die Aufpreise für einige wichtige Optionen besser von vornhinein mit einplanen. Unverzichtbar sind beispielsweise Einparkhilfen, am besten mit Rückfahrkamera, und ein Navigationssystem. Grundsätzlich gilt: Der aktuelle Oberklasse-Audi ist ein Fahrzeug, das in Sachen Materialqualität sowie Verarbeitungsgüte Maßstäbe setzt – und das unabhängig von der Motorisierung oder der gewählten Sonderausstattung.

Marcel Kühler

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