Wartburg 353 – Im Zweitakt gen Westen

21.04.2011
Das ist der formfreu.de-Wartburg bei seiner Überführung von Gera nach Wiesbaden

Der 353 W in trendigem ‚Samtocker’ stammt aus dem Jahre 1985. 50 Zweitakt-PS aus drei Zylindern und 992 cm3 Hubraum. Mit Lenkradschaltung, Freilauf und Kraftstoffmomentanverbrauchsanzeige. Und mit originalem RFT-Kassettenradio und hinteren Kugellautsprechern.

Die schnörkellose elegante Karosserie wurde vom Eisenacher Designer Hans Fleischer gezeichnet und war beim Erscheinen des Wartburg 353 in den 60er Jahren ein hochmoderner Hingucker. Unser Warti gehörte zuletzt zur  ‚ZeitenMobile’-Fahrzeugsammlung.

So ein Wartburg ist natürlich weit mehr als nur ein Relikt sozialistischen Automobilbaus oder eine ‚ostalgische’ Laune. Er ist ein spannendes und hochinteressantes Stück deutscher Automobilgeschichte. So ist es wohl weitgehend unbekannt, dass die Hallen des ehemaligen ‚Automobilwerks Eisenach’ nicht nur der Ursprungsort  von Wartburg & Co sind, sondern auch die Geburtsstätte und Wiege der Automobilherstellung von BMW. BMW baute seine ersten Autos in Eisenach! Und die „zwangsübernommene“ Zweitakttechnik geht auf die Auto Union zurück.

Wir alle kennen die Bilder von den offenen Grenzen im Herbst 1989. Neben den Trabbis knatterten Hunderttausende Wartburgs Richtung Westen.

Unser Wartburg läuft bislang wacker in und um Wiesbaden und zieht natürlich viele freudige Blicke auf sich. Wir haben im nahen Hattersheim auch schon eine OMV-Tanke gefunden, die Zweitaktöl in praktischen Portionstuben für den problemlosen Gemisch-Cocktail beim Tanken anbietet. 

Diese Saison wird der Warti neben dem formfreu.de-Karmann natürlich die eine oder andere Klassikerausfahrt bestreiten. Bereits Ende Mai soll es hoch in den Norden und Nordosten der Republik gehen.

Ein Beitrag, freundlich zur Verfügung gestellt von formfreu.de

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