VW Tiguan 2015: Noch als Erlkönig, bereits auf IAA 2015 in Frankfurt ungetarnt Der kennt kein Mitleid

12.08.2015

Trotz seines Alter ist der Tiguan die Nummer 1, doch die Konkurrenz holt auf. Der neue VW Tiguan 2016 nimmt darauf keine Rücksicht und lässt die Verfolger wieder Staub schlucken

Wenn's läuft, dann läuft's. Das weiss man bei Volkswagen bereits seit dem legendären Käfer, doch auch mit dem 2007 eingeführten Tiguan haben die Wolfsburger genau ins Schwarze getroffen. In seiner mittlerweile 9-jährigen Produktionszeit avancierte der Golf für's Gelände zum Anführer der SUV-Verkaufsstatistiken und selbst auf seine "alten Tage" zeigte der Topseller, dass er kein Fall für's Abstellgleis ist.

 

VW Tiguan 2016 als Erlkönig - ungetarnt auf der IAA 2015

Selbst als unangefochtener Polesetter vergessen die Wolfsburger nicht den Blick in den Rückspiegel, denn die Konkurrenz holt auf. Wie den Erlkönig-Bildern zu entnehmen ist, weiss VW, dass man jetzt am Zug ist. Der Härtetest im bergigen Gelände mit schwerem Anhänger dient jedoch nicht nur der Fahrerprobung, sondern ist auch im Hinblick auf eines der vielen neuen Assistenzsysteme unerlässlich.

Der VW Tiguan fährt 2016 erstmals mit der Rangierhilfe Trailer Assist vor. Beim Einparken mit einem Fahrzeuggespann lässt sich die Fahrtrichtung des Anhängers stufenlos einstellen. Das System lenkt selbständig, der Fahrer gibt nur Gas und bremst.

Insgesamt erreicht der VW Tiguan einen ähnlichen Umfang an elektronischen Helferlein wie der neue Vorzeige-Mittelklässler Passat. Das SUV erhält die automatische Distanzregelung ACC, einen Auffahrwarner inklusive City-Notbremsfunktion und die neueste Generation des Ein- und Ausparkassistenten. Die Müdigkeitserkennnung warnt den Fahrer, sobald Anzeichen leichten Wegnickens zu erkennen sind und wenn alle Stricke reißen, gibt die Multikollisionsbremse bei einem Unfall ihr Bestes, um das Fahrzeug schnellstmöglich und auf dem sichersten Weg zum Stillstand zu bringen.

Neuer VW Tiguan auch als Coupé und Siebensitzer XL

Dieser gewaltige Umfang an Sicherheitsmaßnahmen wird auch nötig sein, denn erstmals ist der Tiguan auch als Siebensitzer geplant und bietet so Platz für die Großfamilie. Der Marktstart des Tiguan XL mit einer Gesamtlänge von 4,75 Meter ist für Mitte 2016 vorgesehen. Auch wenn es auf den Erlkönig-Fotos nicht zu erkennen ist, wächst auch der normale Tiguan und zwar um respektable fünf Zentimeter im Vergleich zum Vorgänger. Nicht schlecht, doch die eigentliche Sensation erwarten wir beim Radstand: Hier legt der Tiguan II um ganze acht Zentimeter zu und beschert insbesondere den Fondpassagieren deutlich mehr Platz für die Beine. Mit etwas weniger Kopffreiheit, dafür einer schnittigen Karosserie fährt das Tiguan Coupé vor. Bis zum Marktstart der trendigen Tiguan-Version müssen wir uns noch bis Ende 2017 gedulden.

Ungeachtet der Karosserievariante können wir vom neuen Kompakt-SUV bessere Performancewerte erwarten. Rund 60 Kilogramm verliert es dank der Leichtbauzutaten, die VW in seinem Modularen Querbaukasten (MQB) zusammengemischt hat.

Das "Q" in Querbaukasten steht für die Einbaulage des Motors und hier darf sich der Tiguan auf zahlreiche neue Aggregate freuen. Das Highlight könnte ein völlig neuer Dreizylinder mit einem Liter Hubraum werden. Wie die AUTO ZEITUNG exklusiv erfuhr könnte der kleine Verbrenner über 200 PS leisten und dank eines großen Abgasturboladers sowie eines kleineren, elektrisch angetriebenen Laders mit direkter Gasannahme und kräftigem Durchzug begeistern.

Ein 1.4 TSI mit 140 PS und ein 1.8 TSI mit 180 PS stehen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Programm. Später dürfte auch ein Einstiegsbenziner mit 1,2 Liter Hubraum folgen. Bei den Selbstzündern erwarten wir neben den Turbodieseln 1.6 TDI (110) und 2.0 TDI (150 und 190 PS) auch den 240 PS starken Biturbo aus dem VW Passat - der aktuell stärkste Vierzylinder-Diesel der Welt. An der Hybridisierung dürfte auch der Tiguan nicht vorbeikommen. Ein ähnliches Plug-in-Hybrid-Konzept wie im MQB-Bruder Golf GTE ist denkbar.

VW Tiguan - SUV feiert Weltpremiere auf der IAA 2015

Vom MQB zum MIB, oder besser gesagt, der zweiten Generation des Modularen Infotainmentbaukastens (MIB II). Dank der weiterentwickelten Technik ist der Tiguan auch in puncto Bedienung, Multimediaverwaltung und Konnektivität für die kommenden Jahre sehr gut gerüstet. Neben größeren und höher auflösenden Touchdisplays, zeigt sich der Spitzenreiter auch sehr bindungsfreudig. Durch die Integration von MirrorLink, Android Auto und Apples CarPlay ist das System mit nahezu jedem Smartphone kompatibel und spiegelt zahlreiche Inhalte direkt auf das Fahrzeugdisplay.

Trotz dieser umfangreichen Neuerungen erhöht VW nicht die Preise für den Tiguan 2016. Wir rechnen mit einem Basispreis von knapp unter 25.000 Euro. Genaueres erfahren wir spätestens auf der IAA 2015 in Frankfurt, wo der VW Tiguan als großer Messestar seine Weltpremiere feiert.

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