Sherp ATV: Russischer Offroader Sherp bezwingt alles

04.11.2016

Der russische Sherp ATV ist eine kuriose Mischung aus Amphibienfahrzeug und Offroader. Mit seinen riesigen Ballonreifen bezwingt der Sherp jedes Gelände – trotz der mickrigen 44 PS.

Hinter dem Namen Sherp ATV steckt, was die Welt noch nicht gesehen hat. Nicht Fisch, nicht Fleisch, macht sich Sherp sowohl die Eigenschaften härtester Offroader wie auch die eines Amphibienfahrzeug zu eigen. Die russische Personalunion kommt so an Stellen weiter, an die andere Geländewagen nicht einmal im Traum gelangen. Doch schauen wir uns die Konstruktion einmal genauer an. Ein pfiffiger Automechaniker aus Sankt Petersburg, Alexei Garagashyan, ist der Erfinder des Sherp ATV. Er hat die Karosse aus einer simplen Rohrkonstruktion und wasserdicht verschweißtem Blech um die vier angetriebenen, absolut riesigen Räder drumherum gebaut. Via Zahnräder und Ketten überträgt der japanische Kubota-Diesel seine Kraft an die Eigenbau-Antriebsachsen. Aus 1,5 Litern Hubraum bringt der Diesel zwar nur 44 PS hervor, aber dank simpelster Technik – sogar ohne Heizung – gibt es quasi auch kein Gewicht. Der Innenraum ist ähnlich einfach gestrickt wie das Äußere des Sherp ATV. Mit einer Sitzbank, die zur Liegefläche umklappbar ist, ist die Einrichtung auch schon komplett.

Sherp ATV im Video:

 

Sherp fährt 45 km/h Höchstgeschwindigkeit

Aber schließlich ist ja auch die Aufgabe des Sherp, dort weiter- und vor allem durchzukommen, wo es sonst keiner schafft. Wie die Videos zeigen, gelingt es dem Sherp vorzüglich. Selbst im zugefrorenen See eingebrochen, geht's weiter – wasserdichter Wannenkonstruktion sei Dank. Im Wasser übernehmen die schnell drehenden Räder ebenfalls den Antrieb, dann sind nur noch 6 km/h statt der 45 km/h Höchstgeschwindigkeit am Land. Weil das für normale Straßen viel zu langsam ist, gibt es in der kurzen Liste der Zusatzausstattungen einen eigenen Anhänger für den Sherp. Im Übrigen auch eine Heizung für den, der nicht ganz auf Komfort verzichten mag. 70.000 US-Dollar muss sein zukünftiger Besitzer anlegen, um Wälder, Flüsse, Sümpfe und Wüsten derart locker durchqueren zu können. Aus dem Sherp heraus sieht die Welt wohl auch noch einmal ganz anders aus.

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