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Gebrauchte Hybride: Bestseller und Ladenhüter

Top oder Flop?

Gebrauchtwagen: Zwischen Bestseller und Ladenhüter – so schlagen sich die ersten gebrauchten Hybride auf dem Markt. Unsere Übersicht der aktuellen Restwerte

Es war eine leise Revolution – vor zwölf Jahren erschien mit dem Toyota Prius das erste Großserien-Hybridauto in Deutschland. Honda und Lexus folgten. Mittlerweile bieten auch einige deutsche Hersteller Hybridmodelle an, und die Pioniere von einst sind längst zu Gebrauchtwagen geworden. Doch wie kommen die Vorreiter in ihrem zweiten Leben an? Bleiben die Besitzer auf ihren Hybridfahrzeugen sitzen, oder reißen sich die deutschen Händler um die Spritsparer?

Wir haben den Praxistest gemacht und einen sechs Jahre alten Toyota Prius mit einer Laufleistung von 72.000 Kilometern zum Verkauf angeboten. Das Ergebnis: Neun von zehn Händlern wollten den Hybriden sofort in Zahlung nehmen. Angst vor den zusätzlichen Technikkomponenten wie der Batterie oder dem Elektromotor hatte keiner der Betriebe. Im Gegenteil: „Wir würden einen Hybriden gern mal im Verkauf testen, da wir bis jetzt noch keinen auf dem Gebrauchtwagenhof hatten“, so ein Peugeot-Verkäufer.

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Damit befand er sich in guter Gesellschaft: Sieben von zehn getesteten Händlern hatten zuvor noch nie ein Hybridmodell angeboten bekommen. Was die Preise anging, richteten sich fünf der zehn Händler nach der Schwacke-Notierung, lediglich zwei wollten weniger Geld bezahlen. Bei zwei Toyota-Autohäusern bekamen wir sogar bis zu 850 Euro mehr für unseren Toyota Prius angeboten.

„Wir haben viel zu wenig gebrauchte Hybride auf unserem Hof, um die Nachfrage zu befriedigen“, so einer der Händler. Nur ein Autohaus lehnte unseren gebrauchten Prius ab – ausgerechnet ein Honda-Betrieb. Die Japaner gehören mit Toyota zu den Hybrid-Pionieren. „Diese Modelle haben bei uns schon als Neuwagen lange Standzeiten“, entschuldigte sich der Ankäufer. „Sie sind einfach noch nicht wirtschaftlich genug.“