Garmin nüviCam: Assistenzsysteme im Navi zum Nachrüsten Intelligenter Beifahrer

28.04.2015

Die Garmin nüviCam kombiniert die Vorzüge von Dash Cam, Navigationssystem und wichtigen Assistenzsystemen in einem einzigen kompakten Gerät

Unfallforscher wissen seit Jahrzehnten, dass die große Mehrheit der Unfälle im Straßenverkehr nicht auf technisches Versagen zurückzuführen ist. Wichtigste Fehlerquelle ist vielmehr der Mensch, der Situationen falsch einschätzt oder phasenweise abgelenkt ist – egal ob durch Sekundenschlaf oder den vermeintlich kurzen Blick zum Smartphone. Moderne Assistenzsysteme helfen dabei, derart unnötige Gefahrensituationen zu entschärfen und unterstützen den Fahrer, wenn dieser Fehler begeht.

 

Garmin nüviCam: Assistenzsysteme im Navi zum Nachrüsten

Doch was in Neuwagen seit kurzem zum guten Ton gehört, war vor wenigen Jahren noch undenkbar und steht vielen Fahrern älterer Fahrzeuge folglich auch nicht zur Verfügung. Doch bisher ist es schwierig, die ständig aufmerksamen elektronischem Helfer wie Spurverlassenswarnung oder Kollisionswarner nachzurüsten. Die Systeme greifen auf komplexe Sensorik zurück, diese ist in älteren Fahrzeugen schlicht nicht vorhanden.

Die Lösung kommt nun vom Navigationssystem-Riesen Garmin: Der amerikanische Hersteller hebt den Nutzen der kleinen Kartenkenner auf ein neues Level, denn die Garmin nüviCam unterstützt längst nicht nur bei der Routenführung. Mit Hilfe einer kleinen Kamera an der Rückseite des Geräts mit seinem 6,0 Zoll großen Display schaffen es die Amerikaner, den Fahrer vor vermeidbaren Fehlern zu warnen und helfen so wirksam dabei, Unfälle zu verhindern.

Die kamerabasierte Spurverlassenswarnung überwacht ab einer Geschwindigkeit von 65 km/h ständig, ob der Fahrer seine Fahrspur unbeabsichtigt verlässt. Nähert sich der Fahrer nur langsam den Begrenzungslinien, wird er rechtzeitig optisch und akustisch gewarnt und hat genügend Zeit zum Gegenlenken. Bei einem Spurwechsel mit stärkerem Lenkwinkel, etwa bei einem Überholmanöver auf der Landstraße, geht das System von einem beabsichtigten Überqueren der Linie aus und warnt nicht.

Zwar genießen fest verbaute Spurhalteassistentenden Vorteil einer engen Vernetzung mit der Fahrzeugelektronik und wissen daher, wenn der Fahrer durch Betätigen des Blinkers einen Spurwechsel plant, die cleveren Algorithmen der nüviCam haben auf unserer Testfahrt allerdings ebenfalls überzeugt und keine Fehlalarme verursacht. Im Zweifel gilt aber ohnehin, dass ein seltener Fehlalarm besser zu verschmerzen ist als eine ausbleibende Warnung im Fall der Fälle.

Als zweiten Helfer hat Gamin eine Kollisionswarnung integriert, die den Fahrer bei einem drohenden Auffahrunfall alarmiert. Nähert sich das Auto dem Vordermann zu sehr, weist ein Warnton auf die Gefahrensituation hin und animiert zum Bremsen. Allerdings: Der Kollisionswarner arbeitet erst ab 50 km/h und klammert somit den wichtigen Stadtverkehr weitestgehend aus. Außerdem kann das Navi im Gegensatz zu fest verbauten Assistenten keine Notbremsung einleiten und muss daher früher warnen, um dem Fahrer genügend Zeit für eine Reaktion zu lassen. Auf Landstraßen und Autobahnen kann der elektronische Beifahrer aber durchaus hilfreich sein und teuren Ärger vermeiden.

Sollte es dennoch gekracht haben, hilft die Garmin nüviCam bei der Aufklärung des Geschehens: Die Kamera arbeitet permanent als Dash Cam und zeichnet das Geschehen vor dem Fahrzeug auf. Im Fall einer Kollision wird automatisch eine permante Sicherung des Materials ausgelöst, 90 Sekunden vor und nach dem Aufprall können dann mit Bild und Ton ausgewertet werden. Die Investition von 379 Euro für die Garmin nüviCam kann sich also schnell bezahlt machen – egal ob durch einen vermiedenen Unfall oder durch leichtere Klärung der Schuldfrage nach einem Crash.

Benny Hiltscher

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