BMW 5er Facelift 2013: Dezente Verbesserungen im Detail Feinarbeit

19.05.2013

Viele kleine Details sollen BMW 5er Limousine, Touring und Gran Turismo ab Juli noch besser machen. Große Änderungen bleiben erwartungsgemäß aus

Das Thema Oberklasse-Facelift war in München schon immer eine Angelegenheit für Kenner: Bei allen fünf bisherigen Generationen fielen die Änderungen optisch recht dezent aus – und was sich so lange bewährt hat, wird auch bei der seit Anfang 2010 erhältlichen sechsten Generation (F10) nicht über den Haufen geworfen. Dafür spricht auch, dass der 5er ohnehin weltweiter Marktführer in seinem Segment ist.

 

BMW 5er Facelift 2013: Dezente Verbesserungen im Detail

So kommt das BMW 5er Facelift 2013 optisch beinahe unverändert, ohne direkten Vergleich dürften die meisten Betrachter die Modellpflege jedenfalls kaum erkennen. Auf den zweiten Blick offenbaren sich neue Lufteinlässe samt Chrom-Elementen in der Frontschürze, ein geringfügig überarbeitetes Innenleben der Scheinwerfer an Front und Heck und, als vielleicht augenscheinlichste Änderung, die neue Position der seitlichen Blinker in den Außenspiegeln.

Wer die neuen Scheinwerfer auf den ersten Bildern genau betrachtet, könnte eine weitere Neuerung entdecken: Auf Wunsch gibt es nun auch im 5er Voll-LED-Scheinwerfer, Xenon ist ab Juli bei allen Modellen serienmäßig verbaut. Die Motorenpalette erweitern die Bayern um einen BMW 518d mit 143 PS, der Basis-Diesel verbraucht je nach Getriebe und Bereifung 4,5 bis 4,9 Liter auf 100 Kilometer. Hinzu kommt ein sparsamerer und stärkerer V8-Motor für den 550i, der künftig 450 PS leistet – ansonsten bleibt alles beim Alten.

Geringfügig erweitert wird das Angebot an Allrad-Modellen: Neben 525d, 530d, 535d, M550d, 528i, 535i und 550i ist ab dem Facelift auch der BMW 520d xDrive mit vier angetriebenen Rädern und 184 PS starkem Turbodiesel im Programm. Sämtliche Motoren erfüllen nun die Abgasnorm EU6 und profitieren außerdem von neuen EfficientDynamics-Funktionen sowie einer geringfügig verbesserten Aerodynamik.

Das Achtgang-Automatikgetriebe beherrscht nun eine Segel-Funktion, die zwischen 50 und 160 km/h den Antriebsstrang abkoppelt, sobald der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt. Ohne Motorschleppmoment kann das Fahrzeug deutlich länger gleiten, der Verbrauch ist in diesem Fahrzustand nahe Null. Beim Sparen hilft außerdem der aus der 7er-Reihe bekannte Vorausschauassistent, der den Fahrer über den idealen Zeitpunkt zum Gaswegnehmen vor Kurven oder Tempolimits informiert und so einen frühzeitigen Wechsel in den Segel-Modus begünstigt.

Gerät man mit dem 5er in einen Stau, entlastet der neue Driving Assistant Plus das Leben ab November 2013 erheblich: Das Fahrzeug übernimmt dann bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h sowohl die Abstandsregelung zum Vordermann als auch die Lenkarbeit. Ähnlich selbständig soll auch der vollautomatische Parkassistent arbeiten, der neben der Lenkung auch das Bedienen von Gaspedal und Bremse übernimmt.

Für eine möglichst intuitive Bedienung des umfangreichen Infotainment-Systems ist künftig auch ein iDrive-Controller mit berührungssensitiver Oberfläche erhältlich, dieser erlaubt die Eingabe von Schriftzeichen durch Fingerbewegungen. Das Nachtsicht-System "Night Vision" wird um ein Dynamic Light Spot genanntes System ergänzt, dass die Aufmerksamkeit des Fahrers durch automatisches Anstrahlen von Tieren oder Menschen auf die potenzielle Gefahr lenkt. Hinzu kommen entsprechende Anzeigen im optionalen Head-Up Display.

Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass die Münchner ihre Oberklasse-Limousine mit vielen kleinen Detail-Verbesserungen statt einem zentralen Hingucker aufgefrischt haben. Ob das reicht, um die starke Konkurrenz aus Ingolstadt und Stuttgart zu übertrumpfen, müssen erste Vergleichstests klären.

Benny Hiltscher

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