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Mittelklasse im Vergleich: BMW 3er, Mazda 6, Mercedes C-Klasse, Skoda Superb, VW Passat

Bewegung an der Basis

Der facegeliftete Skoda Superb und der BMW 3er mit neuer Einstiegsmotorisierung sorgen für frischen Wind in der Mittelklasse. Im Vergleichstest treten die Basis-Benziner gegen Mazda 6, Mercedes C-Klasse und VW Passat an

In der automobilen Mittelklasse bewegt sich derzeit viel. So kam beispielsweise Anfang des Jahres die dritte Generation des Mazda 6 auf den Markt, im Frühjahr erweiterte BMW die 3er-Reihe mit der neuen Einstiegsmotorisierung 316i, und zu Beginn des Sommers unterzog Skoda sein Raumwunder Superb einem optischen sowie technischen Facelift. Hinzu kommt, dass seit Ende des vergangenen Jahres unter der Haube des Mercedes C 180 kein 1,8-Liter-Vierzylinder mit Kompressor mehr arbeitet, sondern ein 1,6-Liter-Turbomotor. Wie haben sich durch diese Neuerungen die Kräfteverhältnisse in der Mittelklasse verschoben? Um das herauszufinden, lassen wir die Basis-Benziner der vier Neuen gegen den Altmeister VW Passat antreten.

Karosserie

Welch fürstliche Platzverhältnisse im Skoda Superb herrschen, überrascht auch erfahrene Tester immer wieder aufs Neue. Auf der Rückbank des Tschechen können selbst Personen über 1,90 Meter problemlos die Beine übereinander schlagen. Ein maximaler Knieraum von 47 Zentimetern ist einfach ein Wert, der ansonsten höchstens in der Luxusklasse erreicht wird – wenn überhaupt. Einzig die Kopffreiheit über den Rücksitzen lässt etwas zu wünschen übrig. Die Innenhöhe in der zweiten Reihe fällt mit 91 Zentimetern immerhin 20 Millimeter geringer aus als in BMW und Mazda.

Gerade der Japaner bietet mit seiner coupéhaften Karosserieform den Insassen erstaunlich viel Raum. Selbst Großgewachsene erfreuen sich im Mazda-Fond über ausreichend Kopf-, Schulter und Beinfreiheit. Der VW Passat offeriert in dieser Beziehung ähnliche Verhältnisse. Auf allen fünf Plätzen geht es etwas luftiger zu als im BMW und im Mercedes.

Auf der Rückbank sitzt es sich im 3er wiederum etwas bequemer als in der C-Klasse, in der die Rücklehnen der Vordersitze und der niedrige Dachhimmel der Bewegungsfreiheit deutlich engere Grenzen setzen.

Dafür hinterlässt der Mercedes den etwas besseren Qualitätseindruck als der BMW – wobei sich in diesem Punkt beide auf einem sehr hohen Niveau bewegen. Dicht dahinter folgen VW und Skoda, aber auch deren Materialanmutung und Verarbeitung kann immer noch als Premium bezeichnet werden. Der Mazda hält das Niveau der Konkurrenz nicht ganz, es hapert beispielsweise an der Passgenauigkeit und der Stabilität einzelner Elemente.

Beim Kofferraumvolumen setzt sich der Superb erneut eindrucksvoll in Szene. 565 Liter im Normalzustand, 1670 Liter bei umgeklappter Rückbank schluckt das riesige Gepäckabteil. Entscheidet sich der Kunde für das optionale Reifenpannenset statt für das serienmäßige Reserverad, stehen maximal sogar 1700 Liter zur Verfügung. Denn auch wenn er optisch als klassische Stufenheck-Limousine daherkommt, so ist der Skoda in Wahrheit ein Fließheck-Auto: Dank der so genannten Twindoor-Kofferraumklappe schwingt wahlweise nur der Kofferraumdeckel oder aber die gesamte Klappe inklusive Heckscheibe nach oben. Ein Nachteil des Superb: Vor allem nach hinten ist er wegen seiner Länge und seiner sehr breiten C-Säule nur schwer abzuschätzen. Die Parksensoren in der Heckschürze (340 Euro) sind daher ein Muss.

Den Transportqualitäten des Skoda kommt der Passat noch am nächsten. Sein Kofferraumvolumen entspricht mit 565 Litern exakt dem des Superb bei aufrecht stehenden Rücksitzlehnen. Da müssen sich Besitzer eines Mazda 6 (489 l), BMW 3er (480 l) oder einer Mercedes C-Klasse (475 l) bei der Auswahl ihres Reisegepäcks schon deutlich stärker einschränken.

Bei der Sicherheitsausstattung büßen Mazda und Skoda wertvolle Punkte ein, da für sie – im Gegensatz zu den Konkurrenten – einige Assistenzsysteme nicht angeboten werden. Optionen wie Verkehrsschilderkennung, Abstandswarner oder Tempomat mit Abstandsregler (beim Mazda 6 optional nur für die jeweilige Diesel- und Benziner-Topmotorisierung erhältlich) sucht man in ihren Preislisten vergeblich.

Dem Skoda Superb fehlen zudem ein Spurwechselassistent und eine Rückfahrkamera, und Mazda-Fahrer müssen ebenso wie BMW-Eigner ohne die Option auf hintere Seitenairbags auskommen. Die in der Summe umfangreichste Auswahl an sicherheitssteigernden Assistenzsystemen bietet die C-Klasse. Sie lässt sich ebenso wie der 3er auf Wunsch unter anderem mit eine vorausschauenden Crashsensorik ausrüsten, die im Fall einer drohenden Kollision die Sicherheitsgurte vorstrafft und geöffnete Fenster schließt. Der Passat lässt sich als einziger in diesem Feld mit einem Notbremsassistenten ausrüsten, der in die dynamische Distanzregelung ACC (1265 Euro) integriert ist.

KarosserieMax. PunkteVW Passat 1.4 TSI BlueMotion TechnologyMercedes C 180BMW 316iSkoda Superb 1.4 TSI Green tecMazda 6 2.0 Skyactiv-G 145
Raumangebot vorn1007976788082
Raumangebot hinten1007769739277
Übersichtlichkeit704345454140
Bedienung/ Funktion1008484878580
Kofferraumvolumen1004838396040
Variabilität1002513203025
Zuladung/ Anhängelast803838293837
Sicherheit1508287856465
Qualität/ Verarbeitung200178181180178174
Kapitelbewertung1000654631636668620
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Passat 1.4 TSI BlueMotion Technology

PS/KW 122/90

0-100 km/h in 10.30s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 205 km/h

Preis 28.160,00 €

Mercedes C 180

PS/KW 156/115

0-100 km/h in 8.90s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 225 km/h

Preis 34.993,00 €

BMW 316i

PS/KW 136/100

0-100 km/h in 8.90s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 31.650,00 €

Skoda Superb 1.4 TSI Green tec

PS/KW 125/92

0-100 km/h in 10.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 204 km/h

Preis 24.790,00 €

Mazda 6 2.0 Skyactiv-G 145

PS/KW 145/107

0-100 km/h in 8.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 208 km/h

Preis 24.990,00 €