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BMW M760Li xDrive: Genfer Autosalon 2016

Luxusklasse M760Li feiert Premiere

Der BMW M760Li xDrive stürmt mit 600 PS starkem V12-Biturbo zum Genfer Autosalon 2016 (3. bis 13. März), fährt in unter vier Sekunden auf 100 km/h und bietet gleichzeitig Luxus pur.

Obenrum trägt er den Smoking des vornehmen Flaggschiffs zum Genfer Autosalon 2016 (3. bis 13. März), doch unter der Haube des BMW M760Li xDrive schlägt das Herz eines Boxers. Mit der neuen V12-Version des BMW Siebeners rücken die Bayern ihr Flaggschiff in die sportliche Ecke. Nicht weniger Prestige, aber deutlich mehr Performance ist die Botschaft, die sich nicht zuletzt auch in einem neuen Typenkürzel niederschlägt: M760Li steht deshalb auf dem Heckdeckel und lässt keinen Zweifel daran, wes Geistes Kind dieser Luxusliner ist. Jetzt als so genanntes M Performance-Modell geführt und mit Schützenhilfe der M GmbH aus Garching für den Sport im Smoking ertüchtigt, fährt der 7er mit einem weiterentwickelten V12-Motor vor, wie er bislang zum Beispiel bei Rolls-Royce Ghost und Wraith zum Einsatz kommt: Aus stolzen 6,6 Litern Hubraum holt der ungekrönte König der bayerischen Kraftmeier damit künftig 600 statt bislang 544 PS und wuchtet imposante 800 Newtonmeter auf beide Achsen. Das reicht für einen Sprint von 0 auf 100 in 3,9 Sekunden. Und weil jetzt die M GmbH ihre Finger im Spiel hat, muss auch nicht mehr bei 250 Sachen Schluss sein: Wer sich bei einem Schätzpreis weit jenseits von 150.000 Euro noch das M Drivers Package leisten mag, der kann künftig mit bis zu 305 km/h über die linke Spur fliegen.

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Der BMW M760Li xDrive stürmt mit V12-Biturbo nach Genf

Dabei hilft dem BMW M760Li xDrive neben dem obligatorischen Allradantrieb vor allem sein in dieser Klasse einzigartiges Fahrdynamik-Paket. Die Rohkarosse mit dem hohen Carbon-Anteil und die Hinterachslenkung machen ihn so handlich wie einen 5er, der Wankausgleich hält den Luxusliner immer sauber im Lot und mit dem vorausschauenden Fahrwerk bügelt er Fahrbahnschäden aus, bevor man sie überhaupt erreicht hat. Aber nicht nur der Fokus auf das dynamischere Fahrverhalten ist neu im bayerischen Oberhaus, auch beim Design erlaubt sich die M GmbH gewisse Freiheiten. Außen erkennt man das an einer neuen Frontschürze mit größeren Nüstern und Anbauteilen in einem grauen Kontrastlack. Man hört es an der Klappensteuerung des Sportauspuffs und man fühlt es am dickeren Lenkrad. Außerdem prangt das M-Logo wie ein Sportabzeichen auf den Pedalen, in den Türleisten oder auf dem Getriebewählhebel und es flammt im Kombi-Instrument mit dem 330er-Tacho auf. Doch weiß offenbar auch BMW, dass manche Besserverdiener den Pelz lieber nach innen tragen und nicht ganz so dick auftragen wollen. Deshalb gibt es fürs gleiche Geld auch eine deutlich dezentere Variante namens "Excellence", die anstelle des Aerodynamik-Pakets noch mehr Zierrat aus Chrom bekommt und am Heckdeckel statt der Hieroglyphen aus dem Baureihen-Puzzle nur einen schlichten V12-Schritzug trägt.

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Kommt der härteste Rivale des BMW M760Li von Alpina?

Zwar hat BMW den Siebener mit dem M760Li zum ersten Mal ein wenig aus der Ecke des Biedermanns für die Business-Elite geholt. Doch als Antwort auf einen S 63 oder gar einen S 65 des Hauptkonkurrenten Mercedes-AMG taugt der potente Luxusliner noch nicht. Und auch gegen den Audi S8 macht der 760 in der Prestige-Wertung keinen Stich. Das mag die Mannschaft in Garching grämen, doch dafür reibt man sich in Buchloe die Hände. Denn dort sitzt Alpina und füllt mit Begeisterung die klaffende Lücke. Denn parallel zum M760Li zeigt der Veredler aus dem Allgäu seinen neuen B7. Der basiert zwar auf dem V8-Modell 750Li, kommt aber mit dem Turbo-Tuning aus Buchloe auf gut 30 Prozent mehr Leistung und steht jetzt mit 608 PS in der Liste. Auch seine Drehmoment-Kurve gipfelt bei 800 Newtonmeter, doch Tacho und Stoppuhr zeigen die besseren Werte. Ebenfalls mit Allrad ausgestattet, schnellt der B7 in 3,7 Sekunden auf Tempo 100 und hat ganz ohne nachträgliche Freischaltung Auslauf bis 310 km/h. Nur in einer Disziplin können und wollen die Buchloer die Münchner nicht schlagen: Beim Preis. Denn für die 147.300 Euro, die Alpina für den B7 verlangt, wird es den BMW M760Li xDrive ganz sicher nicht geben.

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Thomas Geiger