VW Up GTI: GTI-Treffen 2017 (Sitzprobe) Kleiner Up mit großer GTI-Power

von Thomas Geiger 26.05.2017
Inhalt
  1. VW Up GTI als Studie auf GTI-Treffen 2017
  2. Künftiger Up GTI bis zu 197 km/h schnell
  3. Sitzprobe im VW Up GTI (2018)

Zum Modelljahr 2018 wird der mit 75 PS bislang stärkste VW Up von einem noch sportlicheren Modell verdängt: dem VW Up GTI. Die Wolfsburger zeigen den Kraftzwerg stilecht auf dem GTI-Treffen 2017!

Als VW Up GTI (2018) dreht der Winzling aus Wolfsburg auf! Präsentiert wird der Kraftzwerg als seriennahe Studie stilecht auf dem GTI-Treffen 2017 (24. bis 27. Mai). Da das jüngste Facelift den Up in der Zulassungsstatistik nicht so richtig nach vorne gebracht und VW offenbar einfach kein Händchen für billige Kleinstwagen hat, schicken die Niedersachsen den Benjamin zum Bodybuilding. Ab Anfang 2018 bieten sie den Up also auch als GTI mit dicken Backen, ein bisschen aufgemöbeltem Interieur und vor allem mit einem mächtig aufgeblasenen Dreizylinder an. Wo sonst für das Einliter-Motörchen bei 75 PS Schluss ist, quetscht der Turbo dann stolze 115 PS aus den drei Töpfen. Zwar hat VW den Up GTI (2018) stilecht mit doppelten Seitenstreifen an der Flanke, dem roten GTI-Strich im Grill und den grauen Karos auf den Sitzen eingekleidet.

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VW Up GTI (2018) im Video:

 

 

VW Up GTI als Studie auf GTI-Treffen 2017

Dass in diesem Auto tatsächlich Erinnerungen an den Zeiten des zivilen Ungehorsams im originalen GTI aufkommen, liegt nicht an der Maskerade. Es kommt vor allem von einem beinahe traditionellen Verhältnis zwischen Gewicht und Leistung. Denn mit nicht einmal 1000 Kilo und 115 PS kommt der Up der ersten GTI-Generation näher als jedes andere Auto im VW-Programm. Und wenn man im VW Up GTI (2018) mit mehr als 190 km/h dahinfliegt, wird einem selbst dann heiß ums Herz, wenn die Klimaanlage die Sommerhitze auf Wohlfühlniveau herunter gekühlt hat. Mit 200 Newtonmeter in 8,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und bei Vollgas 197 Sachen – da geht's aber ab mit dem Up.

VW Up GTI (2018) mit VW Golf 1 GTI (Video):

 
 

Künftiger Up GTI bis zu 197 km/h schnell

Dabei ist die als Drei- oder Fünftürer lieferbare Rennsemmel nicht nur gute 20 km/h flotter als das bislang schnellste Serienmodell, sondern auch sehr viel verbindlicher und lässt daher tatsächlich so etwas wie Fahrspaß aufkommen. Selbst über das nervige Knattern des Dreizylinders lässt sich dann tolerant hinweghören. Und wer über Sinn und Vernunft des VW Up GTI (2018) streiten möchte, dem hält man den serienmäßigen Otto-Partikelfilter entgegen, den es sonst (noch) in keinem Sportwagen gibt. Mit dem kleinen GTI kämpfen die Niedersachsen allerdings nicht nur gegen falsche Größenvorstellungen, sondern auch gegen den schleppenden Absatz ihres kleinsten Modells. Denn nur mit ein paar frischen Farben, pfiffigen Sondermodellen und ein wenig Konnektivität ist in diesem Segment gegen die Preisbrecher aus Korea offenbar kein Staat zu machen.

VW Up GTI (2018)
autozeitung.de-Redakteur Alexander Koch nahm im neuen Up GTI Platz! © VW/Uli Sonntag
 

Sitzprobe im VW Up GTI (2018)

Bei der Präsentation der Studie des künftigen VW Up GTI (2018) auf dem GTI-Treffen 2017 am Wörthersee durfte autozeitung.de Platz nehmen - und stellt fest: Nicht nur äußerlich, auch innen macht der sportlichste aller Ups eine gute Figur. Die Instrumententafel erhielt einen schwarz-roten Anstrich, der in seiner Oberflächenbeschaffenheit ein wenig an Carbon erinnert. Doch nur nicht nur das, auch die roten Ziernähte am neuen Sportlenkrad und am Schaltknauf vermitteln GTI-Flair im Kleinsten der VW-Palette. Lediglich der Tacho wirkt ähnlich bieder wie das im Serienmodell und dürfte auch ein wenig von der roten Farbe abbekommen. Umso cleverer ist die mit dem Facelift an Bord gekommene Handyhalterung noch über dem Radio. Sie erlaubt, das Smartphone ohne MirrorLink oder Apple CarPlay beziehungsweise Android Auto im Up GTI zu integrieren. Wer denkt, man säße im VW Up GTI (2018) Kleinwagen-typisch viel zu hoch, sieht sich getäuscht. Auf den straff gepolsterten Stoffsitzen, dessen Muster sich am Ur-GTI anlehnt, lässt sich schnell eine gute Position einnehmen. Lediglich die Sitzwangen könnten noch kräftiger zupacken. Vielleicht aber kommt das ja schon Anfang 2018, dann soll der kleine Flitzer an den Start gehen.

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