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Mini John Cooper Works - Erste Fahrt im neuen Sportler

Briten-Blitz

Geld darf beim neuen Mini John Cooper Works 2015 keine Rolle spielen. Diese Leidenschaft ist unbezahlbar

Mini John Cooper Works
Technische Daten

Motor4-Zylinder, 4 Ventiler, Benzindirekteinspritzer, Turbo
Hubraum1.998 cm³
Leistung170 kW / 231 PS bei 5.200/min
Max. Drehmoment320 Nm bei 1.250/min
Getriebe6-Gang, manuell
AntriebVorderrad
L / B / H3.874 / 1.727 / 1.414 mm
Radstand2.495 mm
Leergewicht1.205 kg
Kofferraumvolumen211 l
Tankinhalt44 l
Fahrleistungen0-100 km/h in 6,3 s
Höchstgeschwindigkeit246 km/h
EU-Verbrauch6,7 l/100 km
CO2-Ausstoß155 g/km
Grundpreis29.900 €

Was will der Mini John Cooper Works sein?
Klein aber oho – ein Motto, dass für die englischen Kraftzwerge der Marke Mini mit dem Zusatzkürzel John Cooper Works seit jeher galt. Mit der neuesten Ausgabe des unter BMW-Regie produzierten Kult-Kleinwagens mit JCW-Zusatz bringen die Bayern den schärfsten Serien-Mini, den es je gab. 231 PS lassen seine Konstrukteure auf die Vorderäder los.

Mini John Cooper Works 2015 - erster Fahrbericht

Produziert wird die Leistung vom neuentwickelten 2.0-Liter-Vierzylinder-Benzin-Direkteinspritzer, den ein Turbolader gehörig unter Druck setzt. 320 Nm Drehmoment, die bei eher turbodieseltypischen 1250 /min anliegen tragen ihren Teil dazu bei, dass der Mini JCW die 100 km/h-Marke nach zügigen 6,3 Sekunden passieren soll. Erst bei 246 km/h endet laut Werk der Vortrieb. Für den entsprechenden akustischen Auftritt sorgt eine klappengesteuerte Sportabgasanlage. Die Kraftübertragung übernimmt serienmäßig ein Sechsganggetriebe. Die optionale 6-Gang Steptronic- Sportautomatik kostet 1850 Euro extra.

Die Besonderheit des Handschaltgetriebes ist die automatische Anpassung der Motordrehzahl auf die für den gewählten Gang auf der Getriebeeingangswelle anliegenden Drehzahl. So wird ruckfreies Einkuppeln möglich.
 

Was ist der Mini John Cooper Works wirklich?
Wer mit dem knackigen Kleinen unterwegs ist merkt schnell, wie gierig er sich in Kurven aller Art wirft und hohe Kurventempi erreicht. Die Gangwechsel verlaufen kurz und knackig und deswegen greift man öfter als nötig zum Schalthebel. Schließlich beeindruckt der Motor mit einer bemerkenswerten Durchzugskraft aus niedrigen Drehzahlen.

Die zum Vergleich gefahrene Automatik-Version gefällt im Normalbetrieb mit kaum spürbaren Fahrstufenwechseln. Im Sportmodus dagegen gefallen die ausgesprochen kurzen Schaltzeiten. Den EU-Verbrauch gibt Mini mit 6,7 Liter Super an. In der Praxis wird der Verbrauch laut Bordcomputer bei "artgerechter Haltung" jedoch schnell zweistellig.

Positiv fällt das Sportfahrwerk auf, das insgesamt einen guten Kompromiß aus Federungskomfort und Fahrstabilität generiert. Lediglich auf kurzen Bodenwellen und üblen Frostaufbrüchen erinnern die serienmäßigen 17-Zöller daran, dass man es hier mit dem derzeit sportlichsten Mini unterwegs ist.

Wo der Fahrer gefordert ist, sorgt ein optionales Headup-Display (ab 720 Euro) dafür, dass der Blick nicht von der Fahrbahn genommen werden muss.
 

Wer sind die wichtigsten Wettbewerber?
Die Preisliste sollte man genau studieren: Der Einstiegspreis beträgt 29.900 Euro. Für nur 500 Euro mehr gibt es einen nahezu gleichstarken VW Golf GTI Performance, der schon eine ganze Fahrzeugklasse höher rangiert. In der gleichen Fahrzeugklasse und auf ähnlich hohem Preisniveau rangiert ein Audi S1 (29.950 Euro), der aber serienmäßig über Allradantrieb verfügt.

Wer soll den Mini John Cooper Works kaufen und was kostet er?
Geld hin oder her: Der diebische Spaß, der entsteht, wenn der perfekt ausbalancierte Mini im engen Winkelwerk dank seines flinken Handlings manch größeren Sportskameraden keck die Rückleuchten zeigt, ist unbezahlbar.

Wann ist der Mini John Cooper Works zu kaufen?
Bestellbar ist der Mini John Cooper Works ab sofort.


Weitere Fahreindrücke lesen Sie in der nächsten AUTO ZEITUNG

Elmar Siepen