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Thema: Reifentest: Aktuelle Sommerreifen im Test

Sommerreifen-Test 2014: Vergleich in der Größe 225/50 R 17 W/Y

Zwei Wetter Haft

Egal ob’s regnet oder nicht: Ein Sommerreifen muss bei jedem Wetter sicher rollen. AUTO ZEITUNG testet zwölf aktuelle Profile der Dimension 225/50 R 17 auf nasser und trockener Piste bis in den Grenzbereich

Wenn Reifen quietschen, Wasser spritzt und Schlagschrauber rattern, dann ist Reifentest-Zeit. Doch was nach Vollgas-Spaß und großer Abwechslung aussieht, ist zum Teil monotone Arbeit hinter dem Lenkrad, bei der höchste Aufmerksamkeit sowie viel Gefühl in Armen, Beinen und Gesäß Pflicht ist.

Beim Verzögern auf nasser Fahrbahn zum Beispiel muss immer wieder exakt der gleiche Punkt getroffen werden, an dem man die Bremsung einleitet. Fährt der Testwagen zehn Zentimeter weiter links, ist der Grip deutlich höher und der mittels GPS zentimetergenau aufgenommene Bremsweg nicht verwertbar.

Genauso auf den Handlingstrecken: Um möglichst identische Rundenzeiten einzuspielen, gilt es, reproduzierbar zu fahren – am selben Punkt bremsen, einlenken, beschleunigen. Und mit jedem Reifen muss man sich wieder aufs Neue ans Limit herantasten, denn jedes Profil hat seinen individuellen Grenzbereich.

Für die Sommer-Saison 2014 haben wir uns zwölf aktuelle Pneus der Größe 225/50 R 17 vorgenommen – passend für viele gängige Fahrzeuge unterschiedlichster Segmente. 

SOMMERREIFEN-TEST 2014: DIE ALLROUNDER LIEGEN VORN

Obwohl gleich vier der getesteten Profile im Vergleich das Wort „Sport“ im Namen tragen und der Vredestein Ultrac Cento ein laufrichtungsgebundenes Profil aufweist (alle anderen haben ein asymmetrisches Muster), sind diese nicht einseitig abgestimmt, sondern bieten Allroundqualitäten – zum Beispiel der Conti SportContact5, der bereits in die fünfte Saison startet, oder der ebenfalls etablierte Sport Maxx RT von Dunlop.

Beide Gummis haften auf nasser sowie trockener Piste sehr gut und bilden damit das Fundament für Rang eins (Conti) und zwei (Dunlop) im Gesamtklassement. Im Nässekapitel zählen vor allem eine hohe Fahrsicherheit (wird subjektiv bewertet) und kurze Bremswege (objektiv).

Dass die Unterschiede und damit die Unfallrisiken im Ernstfall groß sind, zeigt der Vergleich zwischen dem besten Nass-Bremser Toyo Proxes T1 Sport (50,7 Meter) und dem Schlusslicht, dem nagelneuen Apollo Aspire 4G (61 Meter). Wenn das Toyo-bereifte Fahrzeug bereits wieder steht, rollt der BMW auf Apollo noch mit einem Resttempo von 41,1 km/h!

Ist der Reifen weich, bremst er bei Nässe gut, rollt aber nicht so leicht ab wie ein härterer Pneu. Nassgriff und Rollwiderstand bilden also einen Zielkonflikt – das demonstriert zum Beispiel die Performance des Falken. Dass es aber auch anders geht, beweisen Conti, Dunlop, Nexen, Pirelli und Toyo mit guten bis sehr guten Resultaten in beiden Kriterien.

Die Reifen im Test & die Ergebnisse/Platzierung (bitte Link klicken)

Apollo Aspire 4G
Bridgestone Turanza T001
Continental ContiSportContact 5
Dunlop Sport Maxx RT
Falken Azenis FK453
Michelin Primacy 3
Nexen N FERA SU1
Nokian zLine
Pirelli Cinturato P7
Toyo Proxes T1 Sport
Vredestein Ultrac Cento
Yokohama Advan Sport V105

Paul Englert