Opel Ampera-e (2017): Preis & Crashtest (Update!) Ampera-e mit Prämie für 34.950 Euro

von Thomas Geiger 15.09.2017
Inhalt
  1. Preis: Opel Ampera-e (2017) First Edition ab 39.680 Euro
  2. Opel Ampera-e verspricht 500 Kilometer Reichweite
  3. Ampera-e mit vielen Assistenten
  4. Opel Ampera-e im Crashtest

Der neue Elektro-Flitzer Opel Ampera-e (2017) verspricht viel Fahrspaß dank hohem Drehmoment und eine Reichweite von 500 Kilometern im NEFZ-Zyklus! Im Euro NCAP Crashtest erzielt der Stromer vier Sterne. Die Preise starten dank E-Auto-Prämie schon bei 34.950 Euro.

Rüsselsheim wagt einen neuen Anlauf in der Kategorie Elektro-Fahrzeuge, schiebt mit dem Opel Ampera-e (2017) einen attraktiven Kleinwagen zu den Händlern. Und jetzt verrät Opel auch den Preis: Für 39.330 Euro startet der E-Flitzer und mit der von Staat und Hersteller geförderten E-Auto-Prämie sinkt der Preis auf 34.950 Euro. Doch auf das Basismodell muss man noch ein bisschen warten, denn zum Marktstart wurde zunächst eine First Edition ins Rennen geschickt. Mit Prämie kostet der Ampera-e dann 39.680 Euro (44.060 Euro ohne Förderung). Für die Aufpreis gibt es Vollausstattung mit allem, was der Stromer auf der Ankreuzliste zu bieten hat. Aber auch wer auf das Basismodell wartet, profitiert von den Vorzügen des elektrischen Rüsselsheimers: Mit einer Batterieladung kann er bis zu 500 Kilometer schaffen. Zumindest nach NEFZ. Opel selbst gibt die Reichweite des Ampera-e bei realistischen Bedingungen mit mehr als 380 Kilometern an. Womit der Opel Ampera-e (2017) die Mitbewerber immernoch teils deutlich übertrumpft. "Mit dem Ampera-e bringt Opel ein hundertprozentig alltagstaugliches Elektroauto auf den Markt", ist sich Opel-Chef Dr. Karl-Thomas Neumann sicher. In der Tat: Außer dem Namen hat der neue Ampera-e mit dem Opel Ampera von einst nichts gemein. Mit kleinerem Format und größerer Reichweite soll der Opel Ampera-e auf die Straße kommen und mit den üblichen Einschränkungen endlich Schluss machen: "Denn die bisherigen Nachteile wie zu hohe Preise und zu geringe Reichweiten sind jetzt endlich passé", verspricht Opel-Chef Karl-Thomas Neumann. Als Basis für den Ampera-e dient der Chevrolet Bolt, der bereits im Januar bei den Messen in Las Vegas und Detroit für Furore gesorgt hat. Bei knapp über vier Metern Länge bietet der Opel Ampera-e Platz für fünf Passagiere und ein Kofferraumvolumen von 381 Litern – der kompakten Bauweise der Batterien im Unterboden sei Dank.

Opel Ampera-e (2017) Fahrbericht im Video:

 

 

Preis: Opel Ampera-e (2017) First Edition ab 39.680 Euro

Und genau die lassen sich bei entsprechender Stromstärke in weniger als einer Stunde auf 80 Prozent aufladen. Rund um den aus 288 Zellen in 96 Gruppen geformten Flachbau-Akku mit einer Kapazität von 60 kWh konstruiert, sieht der Ampera-e aus wie eine Mischung aus Mercedes B-Klasse und BMW i3. Und das gilt nicht nur für das Design mit dem schnittigen Bug, dem hohen Dach und dem eigenwilligen Schmiss in der D-Säule, sondern auch für sein Konzept. Es ist so etwas wie der größte gemeinsame Nenner dieser beiden Extreme: Auf der einen Seite will der Opel Ampera-e (2017) einfach nur ein geräumiger, bequemer und alltagstauglicher Kompakter sein. Nicht umsonst haben die Ingenieure den flachen Wagenboden für betont tiefe Türausschnitte genutzt, extra dünne und trotzdem bequeme Sitze eingebaut und den Kofferraum deutlich größer gemacht als bei Konkurrenz. Auf der anderen Seite ist der Opel Ampera-e so konsequent auf den Elektroantrieb ausgelegt wie der Vorzeige-Bayer. Nur dass er mehr Akkupower hat und deshalb weiter fahren kann. Hinzu kommt die clevere Technik namens "One Pedal Driving": Dahinter verstecken sich verschiedene Fahrmodi, bei denen der Ampera-e im Schiebebetrieb rekuperiert und dabei über den Elektromotor – der zum Generator wird – Energie zurückgewinnt. Mit den Stufen "Drive", "Low" und "Regen on Demand" wird der Schleppmoment schließlich so hoch, dass im normalen Verkehr nicht einmal mehr auf die Bremse getippt werden muss, um bis zum Stillstand zu bremsen. Was einen aber nicht davon entbindet, in Notsituationen selbsttätig zu bremsen!

 

Opel Ampera-e verspricht 500 Kilometer Reichweite

Doch zielen der Opel Ampera-e (2017) und sein Plattformspender Bolt nicht – wie etwa der BMW i3 – auf die ökologische Elite, sondern versprechen nicht weniger als das erste Batteriefahrzeug für jedermann. In den USA soll der Bolt nach Abzug der staatlichen Förderung schließlich nur rund 30.000 Dollar kosten. Also rund 3.000 Euro weniger, als der Amerikaner 2015 im Schnitt für einen Neuwagen ausgegeben hat. Und noch ein Punkt spricht dafür, dass mit dem Opel Ampera-e tatsächlich der Durchbruch gelingen könnte: Bei der ersten Fahrt im Chevrolet Bolt zeigte sich bereits, dass er keine Spaßbremse ist, der jenseits des Ortschilds die Luft ausgeht. Schließlich leistet die E-Maschine 204 PS, zerrt mit bis zu 360 Newtonmeter an den Vorderrädern und hat mit den stattlichen 1,6 Tonnen leichtes Spiel. Von Null auf Tempo 50 geht's in nur 3,2 Sekunden, den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h meistert der Ampera-e in 4,5 Sekunden. Lediglich bei der Höchstgeschwindigkeit müssen Abstriche gemacht werden: Sie ist auf 150 km/h begrenzt. Dass durch das flache Akkupaket im Wagenboden auch noch der Schwerpunkt sinkt, ist auch kein Schaden. Genauso wenig die wie 25 Prozent mehr Steifigkeit, die mit der neuen E-Plattform einher gehen.

Vergleichstest
BMW i3 vs. Opel Ampera: Vergleichstest der Elektroautos  

Energiewende?

Opel Ampera-e Drag-Challenge im Video:

 

 

Ampera-e mit vielen Assistenten

Neben der Reichweite des Elektroautos erreicht auch die Konnektivität des Opel Ampera-e ein neues Niveau: ein fast zehn Zoll großer Touchscreen, der in der ansonsten sehr aufgeräumten Mittelkonsole thront, berechnet unterschiedliche Routen je nach Akkukapazität und Nutzerprofil, kann mit dem Smartphone nahezu ferngesteuert werden und ist dafür vorbereitet, dass die Fahrer ihr Öko-Ranking über soziale Netzwerke vergleichen können. Selbst die Grundlagen für das autonome Fahren seien in der Architektur bereits verankert, so dass neue Assistenzsysteme und Fahrfunktionen jederzeit nachgerüstet werden könnten. Neben dem vom Astra bekannten IntelliLink-Infotainments erhält der Ampera-e aber auch das Notrufsystem Opel OnStar und ein Wlan-Hotspot für sieben Endgeräte gleichzeitig. Mit dem Gesamtpaket könnte Opel tatsächlich der elektrische Durchbruch gelingen. Womit der Ampera im zweiten Anlauf doch noch zum Erfolgsmodell wird: Das "e" dafür trägt er ja schon im Namen.

Opel Ampera-e im Crashtest
Vier Sterne sind das Ergebnis des Opel Ampera-e im Crashtest. © Euro NCAP
 

Opel Ampera-e im Crashtest

Während sich alle Welt über die Reichweite des Opel Ampera-e unterhält, hat das Euro NCAP den Stromer auf seine Sicherheit überprüft und ihn an einem Crashtest teilnehmen lassen. Insgesamt erzielt der Elektro-Flitzer dabei vier von fünf möglichen Sternen. Beim Schutz erwachsener Insassen erreicht der Ampera-e 82 Prozent. Punkte gehen beim Crash von hinten verloren, da hier Nackenverletzungen drohen. Kinder sind insgesamt gut geschützt (73 Prozent) und müssen allenfalls mit leichten Verletzungen rechnen. Auf den Rücksitzen sind außerdem einige iSize-Sitze nicht passend, wer einen Kindersitz platzieren will, sollte hier also aufpassen. Insachen Fußgängerschutz erreicht der Opel Ampera-e 75 Prozent. Das Verletzungsrisiko an der Windschutzscheibe und den A-Säulen ist hoch, dafür leisten in anderen Bereichen Stoßfänger und Motorhaube gute Dienste. Die gute Sicherheitsausstattung und die Performance von Notbremsassistent und Co. bringen dem Elektroauto ein Ergebnis von 72 Prozent.

Fahrbericht Neuer Opel Ampera-E
Neuer Opel Ampera-e (2017): Erste Testfahrt  

E-Mobilität im Alltag – der Ampera-E macht's vor

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