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Fünf Mittelklasse-Kombis im Vergleichstest

Mazda 6, Opel Insignia, Skoda Superb, Toyota Avensis UND VW Passat

VW hat den erfolgeichen Passat grundlegend überarbeitet. Reicht das, um bei den Kombis der Mittelklasse an der Spitze zu bleiben? Oder treten die etablierten Konkurrenten Mazda 6, Opel Insignia, Skoda Superb und Toyota Avensis zum Überholmanöver an?

Der König unter den Kombis präsentiert sich in frischem Gewand: Front- und Heckleuchten des neuen VW Passat Variant erstrahlen nun mit LED-Technik und passen sich der aktuellen Volkswagen-Linie an. In ihm steckt aber mehr als nur ein aufgehübschtes Äußeres. Zahlreiche Änderungen unter der Karosserie machen aus dem VW Passat, der seit Kurzem beim Händler steht, eine neue Baureihe, die intern B7 genannt wird. Im Kampf um die Kombi-Krone muss er sich jedoch gegen starke Konkurrenz von Opel, Mazda und Toyota wehren. Erstmals im Vergleich ist auch der Passat-Konzernkollege Skoda Superb, der zwar über den gleichen Antrieb wie der Wolfsburger verfügt, allerdings deutlich preisgünstiger ist.

Karosserie

Das Kofferraumvolumen von Skoda und VW ist bei aufrechter Rücksitzbank identisch (603 Liter) und mit Abstand das größte im Vergleich. Klappt die hintere Sitzreihe des Superb aber nach vorn, so wächst das Volumen auf maximal 1835 Liter – das sind 84 Liter mehr als im Passat Variant (1751 Liter). Der Tscheche hat damit die anderen Kombis locker im Griff: Der Mazda 6 bietet 519 bis 1751 Liter und der Toyota Avensis 543 bis 1600 Liter. Das Schlusslicht im Kofferraumvergleich bildet der Opel Insignia Sports Tourer mit 540 bis 1530 Litern.

Im Innenraum haben sich im Passat, verglichen mit seinem Vorgänger, lediglich Details wie beispielsweise ein neuer Schaltknauf geändert. Das gute Raumgefühl und ausreichend Freiheit für Beine und Kopf bleiben bestehen. Noch eine Spur geräumiger ist der Skoda Superb, der selbst überdurchschnittlich großen Passagieren genügend Bewegungsspielraum vorn und hinten lässt. Bei beiden Autos ist jedoch zu beachten, dass das optionale elektrische Schiebedach die Kopffreiheit im Fond einschränkt.

Der Insignia offeriert im Innenraum seinen Passagieren ähnlich viel Platz wie sein Mitstreiter aus Wolfsburg, was ihn in Kombination mit den umfangreich einstellbaren Vordersitzen durchaus langstreckentauglich macht. Zudem gefällt er im Innenraum mit einer ordentlichen Verarbeitung.

Etwas Gewöhnung verlangt aber das Cockpit des Rüsselsheimers, das mit zahlreichen Knöpfen am Lenkrad und in der Mittelkonsole gespickt ist. Das Navigationssystem (Serie ab Ausstattung Edition) ist per Drehtaster etwas knifflig zu bedienen – mit ein wenig Übung lässt es sich aber reibungslos handhaben.

Einfach und funktionell: So präsentiert sich das Interieur des Toyota Avensis. Die Mittelkonsole ist sehr übersichtlich und selbsterklärend gestaltet. Ein großes Manko des Japaners macht sich hingegen beim Einparken bemerkbar, denn ohne Einparkhilfe ist es schwierig, das 4,80 Meter lange Auto unbeschadet in die Lücke zu lenken. Das liegt an der steil abfallenden und dadurch von innen nicht sichtbaren Motorhaube sowie an der extrem kleinen Heckscheibe. Dafür schneidet der Avensis – punktgleich mit dem Insignia – am besten in Sachen Zuladung und Anhängelast ab. Der Toyota darf 550 kg (Opel 571 kg) einladen und bis zu 1,8 Tonnen gebremst und 500 kg ungebremst ziehen (Opel 1600 kg/750 kg).

Den sportlichsten Eindruck im Inneren hinterlässt der Mazda 6. Umringt von dem Armaturenbrett und der zweigeteilten Mittelkonsole fühlt sich der Fahrer auf seinem Platz ein wenig wie im Cockpit eines Jets – alles ist deutlich sichtbar und in greifbarer Nähe. Einen zusätzlichen Pluspunkt erhält der Mazda für seine auf Knopfdruck automatisch und bequem umklappenden Rücksitze. Trotz seines kompakten Erscheinungsbilds fehlt es aber auch dem Japaner an Übersicht durch die Front- und Heckscheibe. Bei der Sicherheitsausstattung hat der neue Passat gegenüber der Konkurrenz deutlich zugelegt: Es gibt unter anderem Müdigkeitserkennung (Serie bei Comfort- und Highline), Spurhalte- und Parklenkassistenten sowie ein Abstandsradar mit integrierter City-Notbremsfunktion. Diese bremst den Passat bei einer Geschwindigkeit unter 30 km/h automatisch ab, wenn sich ein Hindernis auf der Fahrbahn befindet.

KarosserieMax. PunkteSkoda Superb Combi 2.0 TDI (DSG)VW Passat Variant 2.0 TDI (DSG)Mazda 6 2.2 CDOpel Insignia Sports Tourer 2.0 CDTIToyota Avensis Combi 2.2 D-4D
Raumangebot vorn1008179807978
Raumangebot hinten1009276767574
Übersichtlichkeit703532322828
Bedienung/ Funktion1008583818081
Kofferraumvolumen1006665565556
Variabilität1004548454545
Zuladung/ Anhängelast804039414242
Sicherheit15095104909397
Qualität/ Verarbeitung200180180174177172
Kapitelbewertung1000719706675674673
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Skoda Superb Combi 2.0 TDI (DSG)

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 10.10s

Vorderrad, 6-Gang-Doppelkupplung

Spitze 203 km/h

Preis 28.850,00 €

VW Passat Variant 2.0 TDI (DSG)

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 11.10s

Vorderrad, 6-Gang-Doppelkupplung

Spitze 208 km/h

Preis 31.125,00 €

Mazda 6 2.2 CD

PS/KW 163/120

0-100 km/h in 8.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 211 km/h

Preis 28.590,00 €

Opel Insignia Sports Tourer 2.0 CDTI

PS/KW 131/96

0-100 km/h in 12.10s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 200 km/h

Preis 27.590,00 €

Toyota Avensis Combi 2.2 D-4D

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.00s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 28.950,00 €