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BMW i3 vs. Opel Ampera: Vergleichstest der Elektroautos

Energiewende?

Fahrkomfort

Im reinen Elektrobetrieb bieten beide Farzeuge einen außergewöhnlich guten Geräuschkomfort. Kein Wunder, stört doch kein Verbrennungsmotor die Ruhe beim Gleiten durch die Stadt. Bei höheren Geschwindigkeiten treten – im Fall des BMW schon etwas früher – die Windgeräusche in den Vordergrund. Allerdings findet die Ruhe ein jähes Ende, sobald die beiden Benziner Strom für die leeren Akkus liefern sollen. Besonders der aus den BMW Scootern stammende Zweizylinder im Heck des BMW i3 sorgt bei hoher Last für eine recht laute, unangenehme Geräuschkulisse, die vollkommen konträr zum leisen Elektromodus ist. Auch der Ampera-Vierzylinder erhebt, wenn man zügig unterwegs ist, durchaus das Wort, bleibt im Ton aber angenehmer.

Der Opel ist nicht nur leiser, die Insassen finden dort auch die bequemeren Sitze vor. Besonders im Fond reist es sich auf den beiden Einzelsitzen deutlich kommoder als auf der kleinen und kaum konturierten i3-Rücksitzbank. Die Komfortqualitäten der vorderen Sitze im BMW gehen durchaus in Ordnung, allerdings bieten sie nur wenig Justiermöglichkeiten, und auch der Seitenhalt fällt eher mäßig aus.

Einen durchaus gelungenen Kompromiss haben die Münchner bei der Abstimmung des Fahrwerks gefunden. Die tendenziell straffe Federung spricht sensibel an und hält die Karosseriebewegungen auf einem sehr geringen Niveau. Der Ampera liegt aufgrund seines deutlich höheren Gewichts noch satter und hält Fahrbahnunebenheiten eine Spur gekonnter von den Insassen fern.

FahrkomfortMax. PunkteBMW i3 (Range Extender)Opel Ampera
Sitzkomfort vorn150114122
Sitzkomfort hinten1005060
Ergonomie150125123
Innengeräusche503135
Geräuscheindruck1006874
Klimatisierung503033
Federung leer200138144
Federung beladen200134140
Kapitelbewertung1000690731
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Motor & Getriebe

Während der i3 ein Elektroauto mit großem Akku ist, das den Verbrenner nur als Reichweitenverlängerung zur nächsten Lademöglichkeit mit sich führt, ist die Gewichtung beim Ampera eine andere. Sein Akku und die damit verbundene elektrische Reichweite fallen deutlich kleiner aus, dafür sind der Benziner und der Tank und damit auch die erzielbare Gesamtreichweite weitaus größer. In Zahlen ausgedrückt: Im BMW steckt im Heck ein 170 PS starker E-Motor, direkt daneben sitzt der 34 PS leistende Benziner. Die Batterie fasst 22 kWh, der Benzintank hingegen nur neun Liter. Unter der Motorhaube des Opels befinden sich der 150 PS starke Elektro- und der Ottomotor, der 86 PS leistet. Batterie und Tank bieten ein Fassungsvermögen von 16 kWh beziehungsweise 35 Litern.

Mit vollem Akku kommt der BMW i3 auf der AUTO ZEITUNG-Normrunde inklusive Volllaststück auf der Autobahn 90 km weit, dem Ampera geht bereits nach 40 km der Saft aus. Die restliche Distanz legen beide im Range Extender-Betrieb zurück und erreichen dabei einen Durchschnittsverbrauch von 1,8 (BMW) sowie 4,9 l/100 km. Anders sieht die Rechnung aus, wenn beide mit leeren Akkus auf die Verbrauchsrunde gehen. Dann nämlich wird erkennbar, dass die Umwandlung der Energie des Sprits in Strom mit großen Verlusten verbunden ist und der Range Extender-Betrieb alles andere als effi zient ist. 7,7 Liter fließen durch die beiden Zylinder des BMW-Motors auf 100 Kilometern. Somit kommt der i3 mit dem nur neun Liter großen Tank nur 117 km weit. Erstaunlicherweise verbraucht der Rüsselsheimer mit 7,1 l/100 km etwas weniger, dank des größeren Bezintanks (35 Liter) verfügt er zudem über einen weitaus größeren Aktionsradius von 493 Kilometern.

Reizt man die jeweiligen Höchstgeschwindigkeiten von 150 (i3) und 161 km/h öfters aus, geht die Reichweite entsprechend rasch zur Neige. Die nahezu verzögerungsfrei ansprechenden und durchzugsstarken E-Motoren verleiten den Fahrer dabei gerade dazu, das Fahrpedal voll durchzutreten und den beeindrucken Schub auszukosten. Besonders dem i3 ist in der Stadt kaum ein Auto gewachsen. Auf Tempo 60 sprintet er in nur 3,9 s, bis 100 km/h vergehen 7,7 s, und den Zwischenspurt von 60 auf 100 km/h erledigt er in weniger als vier Sekunden. Der mehr als 300 kg schwerere und 20 PS schwächere Ampera kann da im Vergleich nicht ganz folgen, macht mit seinem kraftvollen Antritt aber ebenfalls großen Spaß. Null bis 100 schafft er in 9,7 s, auf Tempo 60 geht es in 4,6 s.

Motor und getriebeMax. PunkteBMW i3 (Range Extender)Opel Ampera
Beschleunigung150115100
Elastizität1009491
Höchstgeschwindigkeit1501624
Getriebeabstufung1009292
Kraftentfaltung504846
Laufkultur1006878
Verbrauch325280268
Reichweite2508
Kapitelbewertung1000713707
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

BMW i3 (Range Extender)

PS/KW 170/125

0-100 km/h in 7.70s

Hinterrad, Konstant-Übersetzung

Spitze 150 km/h

Preis 39.450,00 €

Opel Ampera

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.70s

Vorderrad, Planetensätze, stufenlos

Spitze 161 km/h

Preis 38.300,00 €