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BMW i3 vs. Opel Ampera: Vergleichstest der Elektroautos

Energiewende?

BMW i3 und Opel Ampera kommen dank ihrer Range Extender auch dann noch weiter, wenn die Batterie bereits am Ende ist. Vergleichstest

Die Angst geht um im Lande, zumindest unter den Fahrern von Elektroautos. Es ist die Reichweitenangst und die damit verbundene Furcht liegen zu bleiben, die ihnen besonders zur kalten Jahreszeit die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Doch es gibt eine Lösung. Man nehme ein Elektroauto und implantiere ihm zusätzlich einen Verbrennungsmotor – und siehe da, das größte Problem der E-Autos löst sich in Luft auf. Ist das nur graue Theorie, oder haben Opel und BMW mit ihren Range-Extender-Modellen Ampera und i3 damit wirklich den Stein der Weisen gefunden? Der Vergleichstest der beiden deutschen Hoffnungsträger beim Thema E-Mobilität zeigt auf, ob München oder Rüsselsheim das überzeugendere Konzept im Modellprogramm hat.

Karosserie

Sie sind Single und eher schüchtern? Dann kaufen Sie sich einen BMW i3, schneller können Sie derzeit wohl kaum neue Kontakte knüpfen. Egal, wo der kleine Münchner auftaucht, es bildet sich im Nu eine Menschentraube um den knuffigen Bayern. Kein Wunder, stellt der i3 doch plakativ zu Schau, dass er anders ist als die übrigen E-Mobile, nämlich konsequent als Stromer konzipiert. Der BMW eignet sich mit seiner nur 3999 Millimeter langen und übersichtlichen Karbon-Karosserie bestens für den Einsatz in der Stadt, dank der erhöhten Sitzposition hat man alles gut im Blick. In der ersten Reihe sorgen die weit vorgerückte Windschutzscheibe und der fehlende Mitteltunnel dafür, dass die Passagiere sich über ein großzügiges Raumgefühl freuen können. Im Fond haben die Insassen hingegen weniger zu Lachen: Besonders für die Beine gibt es recht wenig Platz, die Kopffreiheit geht aufgrund des clever ausgeformten Dachhimmels jedoch in Ordnung. Als sehr unpraktisch erweist sich im Alltag allerdings das Türkonzept: Um die hintere Tür zu öffnen oder zu schließen, muss stets die vordere Tür geöffnet sein. Und trotz der fehlenden B-Säule gestaltet sich der Zustieg nach hinten recht beschwerlich. Der gelingt auch den Ampera-Passagieren nicht problemlos, da man sich schnell an der weit heruntergezogenen Dachpartie den Kopf stößt. Dafür offeriert der Opel Ampera im Fond spürbar mehr Platz, vorn schränken die wuchtige Mittelkonsole und der hohe Mitteltunnel das Raumgefühl dagegen etwas ein.

Wer mit einem der beiden Viersitzer auf große Reise gehen möchte, muss sich beim Reisegepäck auf das Nötigste beschränken: 260 Liter passen in den i3-Kofferraum, 310 Liter fasst der des Opel Ampera. Und die Koffer sollten vor allem nicht zu schwer sein: Die Zuladung beträgt im Fall des Opel nur 280 Kilogramm. Bei vier Personen à 75 kg ist der Rüsselsheimer bereits überladen. Der BMW darf immerhin 339 kg an Bord nehmen, eine Anhängerkupplung ist hinge- gen ebenso wenig bei einem der beiden Stromer vorgesehen wie ein Dachgepäckträger.

Eine deutlichen Punktevorsprung kann sich der i3 mit seiner umfangreicheren Sicherheitsausstattung erarbeiten: Für ihn gibt es optional eine kameragestützte, aktive Geschwindigkeitsregelung samt Notbremsassistenten und Fußgängererkennung sowie LED-Scheinwerfer, allerdings nur für das Abblendlicht. Besonders das fehlende Optionslicht beim Ampera ist ein echtes Manko, denn die Lichtausbeute der serienmäßigen Scheinwerfer ist eher mangelhaft.

KarosserieMax. PunkteBMW i3 (Range Extender)Opel Ampera
Raumangebot vorn1006462
Raumangebot hinten1004854
Übersichtlichkeit703835
Bedienung/ Funktion1009282
Kofferraumvolumen1001722
Variabilität1003028
Zuladung/ Anhängelast80149
Sicherheit1507156
Qualität/ Verarbeitung200138142
Kapitelbewertung1000512490
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

BMW i3 (Range Extender)

PS/KW 170/125

0-100 km/h in 7.70s

Hinterrad, Konstant-Übersetzung

Spitze 150 km/h

Preis 39.450,00 €

Opel Ampera

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.70s

Vorderrad, Planetensätze, stufenlos

Spitze 161 km/h

Preis 38.300,00 €