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Wiesmann: Insolvenz-Eröffnungsverfahren im August 2013 angeordnet

Gecko in Not

Der raue Wind auf dem Automarkt macht nicht nur Volumenherstellern zu schaffen, auch für Manufakturen wird die Luft immer dünner

Die Sportwagen-Manufaktur Wiesmann steckt offenbar in großen finanziellen Schwierigkeiten: Das zuständige Amtsgericht Münster teilt mit, dass ein Insolvenzeröffnungsverfahren für das in Dülmen beheimatete Unternehmen angeordnet wurde und die Firma nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters über ihre Vermögensgegenstände verfügen darf.

Wiesmann: Insolvenz-Eröffnungsverfahren angeordnet

Von Wiesmann selbst gibt es derzeit noch keine offizielle Stellungnahme zur Insolvenz. Wie und ob es mit dem Sportwagenbauer weitergeht, müssen die nächsten Tage zeigen. Zuletzt hatten die Dülmener, die seit dem ersten Wiesmann Roadster im Jahr 1993 auf Motoren von BMW setzten, mit dem Clubsport-Renner Wiesmann GT MF4-CS beeindruckt.

Dass der Markt für kleine Manufakturen immer härter wird, war in den letzten Monaten schon mehrfach zu beobachten: Mit Artega, Gumpert und Melkus mussten in letzter Zeit mehrere Kleinserienhersteller Insolvenz anmelden und sich auf die schwierige Suche nach Investoren begeben. Dass diese Suche durchaus von Erfolg gekrönt sein kann, zeigt das Beispiel Gumpert: Die Manufaktur hinter dem Supersportwagen Apollo konnte zahlungskräftige Geldgeber von ihrem Potenzial überzeugen und verkauft inzwischen wieder Fahrzeuge.

Benny Hiltscher