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Volvo XC90 2014: Neues Premium-SUV in Stockholm vorgestellt

Hier schwingt Thors Hammer

In Stockholm präsentiert Volvo stolz die Zukunft der schwedischen Traditionsmarke. Vorhang auf für den neuen Volvo XC90 2015, der mit neuester Technik und edlem Design endgültig die Lücke zur deutschen Premium-Konkurrenz schließen soll. Klingt vielversprechend – und sieht auch so aus

Kristallglas-Wählhebel von Orrefors, die schwedische Flagge am Sitzleder und Thors Hammer als stolzer Gruß im Tagfahrlicht – so sieht’s aus, das neue Volvo-Selbstbewusstsein. Mit einem insgesamt elf Milliarden US-Dollar schweren Investitionsprogramm haben sich die Schweden in den letzten drei Jahren auf die automobile Zukunft vorbereitet. Ein Teil davon rollt nun mit dem neuen XC90 serienfertig und blankpoliert in Stockholm auf die Bühne.

Neuer Volvo XC90 2015: Premium-SUV in Paris

Das erste Modell auf Basis der neuen skalierbaren Produkt-Architektur (SPA) soll den Erfolg des 2002 vorgestellten XC90 mindestens wiederholen, wenn nicht gar toppen. Und soweit sich das bei einem Blick auf die ersten Fotos sagen lässt, stehen die Chancen dazu nicht schlecht.

Mit insgesamt vier Konzept-Studien, die auf den Automessen äußerst positiv aufgenommen wurden, hat Volvo nach und nach die Design-Sprache der neuen 90er-Reihe vorgestellt und beim SUV XC90 schließlich konsequent in Serie umgesetzt. Deutlich erkennbar ist dabei die Rückbesinnung auf klare, gerade Linien.

An der Front dominiert ein großer Kühlergrill mit hochkant stehenden Chromlamellen, davor steht stolz das ebenfalls erneuerte Logo der Schweden - typisch Volvo und trotzdem neu, genau wie die schmalen, schulterhohen Rückleuchten. Ein weiteres Erkennungsmerkmal des Volvo XC90 und kommender Familienmitglieder soll "Thors Hammer" werden - so nennen sie bei Volvo die hammerförmig angeordneten Tagfahrlichter in den LED-Scheinwerfern.

Hochwertig, luxuriös und perfekt verarbeitet soll es im bereits vor ein paar Wochen vorgestellten Innenraum des Siebensitzers zugehen - und ziemlich aufgeräumt. Die Zeiten kleiner Schalter und Tasten auf der Mittelkonsole sind vorbei, stattdessen werden deren Funktionen bis auf nur wenige Knöpfe in einem Touchscreen im Ipad-Format gebündelt. Drumherum dominieren Leder und Echtholz das Bild, der Wählhebel der Achtstufen-Automatik ist aus erwähntem Orrefors-Kristallglas gefertigt. Optional gibt es außerdem ein neues High-End Soundsystem von Bowers & Wilkins mit 19 Lautsprechern und 1.400 Watt Leistung.

Bei allen Neuerungen - rund 90 Prozent aller Technik-Komponenten kommen erstmals im neuen XC90 zum Einsatz - bleibt natürlich weiterhin die Sicherheit ein wichtiges Thema. Neben sämtlichen bekannten Fahrer-Assistenzsystemen ebnen zwei Sicherheits-Weltpremieren den Weg zur "Vision 2020", nach der in sechs Jahren kein Mensch mehr in einem Volvo sterben soll.

Die Run-off-Road-Protection soll mit Lenkeingriffen verhindern, dass das Fahrzeug von der Straße abkommt. Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, strafft das System automatisch bis zum Stillstand die Gurte auf den vorderen Sitzen. Als zweite Sicherheits-Neuheit steht der Kreuzungsassistent in der Preisliste, der aktiv verhindern soll, dass der Fahrer beim Abbiegen in den Gegenverkehr gerät. 

Bei den Motoren des Siebensitzers, dessen dritte Reihe auch für Personen bis zu 1,70 Meter Körpergröße bequeme Platzverhältnisse bieten soll, setzt Volvo auf die teilweise bereits erhältlichen neuen VEA-Vierzylinder. Basis-Diesel wird der D4 mit 190 PS und 400 Nm Drehmoment, darüber arbeitet der neue D5 mit 225 PS. Die Benziner leisten 254 und 320 PS. Als grünes Topmodell rollt der Volvo XC90 T8 zu den Händlern, der einen Zweiliter-Benziner mit einem Elektromotor kombiniert - Systemleistung des Plug-In Hybriden: Satte 400 PS bei einem CO2-Ausstoß von 60 Gramm pro Kilometer.

Kristallglas und schwedische Flaggen sind nur ein paar Merkmale, die das neue Volvo-Selbstbewusstsein ausmachen. Dazu kommt beim Volvo XC90 2015 jede Menge frische Technik und eine überzeugende Designsprache. Gut möglich, dass man Thors Hammer künftig öfter auf den Straßen aufblitzen sieht...

Jonas Eling