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Porsche 911 R: Genfer Autosalon 2016

Der Porsche 911 R hat drei Pedale!

Der neue Porsche 911 R greift auf dem Genfer Autosalon 2016 (3. bis 13. März) mit Saugmotor, manuellem Getriebe und wenig Gewicht nach der Fahrspaß-Krone beim Sportwagenbauer.

Mit der Premiere des Porsche 911 R auf dem Genfer Autosalon 2016 (3. bis 13. März) ist es ein bisschen wie bei Asterix und Obelix. Während alle übrigen Modelle auf Turbo-Motoren umgestellt wurden, wehrt sich ein kleines Lager der Saugmotor-Anhänger noch immer gegen die künstliche Beatmung. An die Seite des GT3 gesellt sich schon im Mai der neue Porsche 911 R, der allerdings auf 991 Exemplare limitiert und daher alles andere als ein Schnäppchen ist. In Zuffenhausen weiß man genau, wie groß das Interesse an Sondermodellen auf 911-Basis ist und dass der Preis dabei für viele Kunden eine untergeordnete Rolle spielt. Doch der Porsche 911 R verlockt bei weitem nicht nur mit Seltenheit und seinem Sonderstatus als letzter Sauger neben den GT3-Modellen, er bietet auch technisch ein extrem vielversprechendes Paket. Das R wie Racing ist dabei Programm, was nicht nur beim Blick in den ausgeräumten und von allem überflüssigen Ballast befreiten Innenraum, sondern spätestens auf dem Display der nächsten Waage deutlich wird: Mit einem Leergewicht von 1.370 Kilogramm ist der 911 R noch 50 Kilogramm leichter als der GT3 RS! Mehr zum Thema: Alle Highlights auf dem Genfer Autosalon 2016

Bildergalerie: Limitierter Porsche 911 R (2016)

Porsche 911 R auf dem Genfer Autosalon 2016

Und im Heck des Porsche 911 R arbeitet nicht irgendein Saugmotor, sondern der aus dem GT3 RS bekannte Sechszylinder-Boxer. Das 4,0 Liter große Triebwerk liebt hohe Drehzahlen und schickt bei 8.250 U/min volle 500 PS an die Hinterräder, was nicht nur bei Freunden frei saugender Motoren Eindruck hinterlässt. Den puristischen Ansatz des R-Modells unterstreicht ein Blick auf den Mitteltunnel, denn hier thront der Schalthebel eines manuellen Sechsgang-Getriebes. Das kann zwar bei den nüchtern ermittelten Messwerten nicht mit der brutalen Effizienz des PDK im GT3 RS mithalten, aber auf emotionaler Ebene tauschen viele Kunden die verlorene halbe Sekunde beim Standardsprint liebend gerne gegen das Kupplungspedal und die subjektiv noch intensivere Verbindung zum Fahrzeug. Und mit einer Zeit von 3,8 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 ist der 911 R alles andere als langsam. Dass er sich optisch dennoch zurückhaltend präsentiert und auf den riesigen Heckflügel des GT3 RS verzichtet, zahlt sich schließlich bei der Höchstgeschwindigkeit aus: Mit 323 km/h lässt er den bisherigen Top-Sauger relativ deutlich hinter sich und muss sich nur dem 80 PS stärkeren Turbo S geschlagen geben. Unter diesen Umständen dürften nicht nur Porsche-Sammler bereit sein, den Preis von 189.544 Euro zu zahlen.

Mehr zum Thema: Porsche 911 Carrera S (Turbo) im Vergleich

Benny Hiltscher