Pariser Autosalon 2016

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Opel Ampera-e: Autosalon Paris 2016 (Update!)

Ampera-e in Paris vorgestellt

Der Elektro-Flitzer Opel Ampera-e präsentiert sich zu seiner Premiere auf dem Autosalon Paris 2016 (1. bis 16. Oktober). Er verspricht viel Fahrspaß dank hohem Drehmoment und eine Reichweite von 400 Kilometern! Wir haben die ersten Fotos von der Messe!

Rüsselsheim wagt einen neuen Anlauf in der Kategorie Elektro-Fahrzeuge, schiebt mit dem Opel Ampera-e einen attraktiven Kleinwagen ins Rampenlicht des Autosalon Paris 2016 (1. bis 16. Oktober). Und er kann – das hat Opel noch vor der eigentlichen Präsentation bereits bekannt gegeben – mit einer Batterieladung über 400 Kilometer schaffen. Zumindest nach NEFZ. Opel selbst gibt die Reichweite des Ampera-e bei realistischen Bedingungen mit mehr als 300 Kilometern an. Womit der Opel Ampera-e die Mitbewerber immernoch teils deutlich übertrumpft. "Mit dem Ampera-e bringt Opel ein hundertprozentig alltagstaugliches Elektroauto auf den Markt", ist sich Opel-Chef Dr. Karl-Thomas Neumann sicher. In der Tat: Außer dem Namen hat der neue Ampera-e mit dem Opel Ampera von einst nichts gemein. Mit kleinerem Format und größerer Reichweite soll der Opel Ampera-e auf die Straße kommen und mit den üblichen Einschränkungen endlich Schluss machen: "Denn die bisherigen Nachteile wie zu hohe Preise und zu geringe Reichweiten sind jetzt endlich passé", verspricht Opel-Chef Karl-Thomas Neumann. Als Basis für den Ampera-e dient der Chevrolet Bolt, der bereits im Januar bei den Messen in Las Vegas und Detroit für Furore gesorgt hat. Bei knapp über vier Metern Länge bietet der Opel Ampera-e Platz für fünf Passagiere und ein Kofferraumvolumen von 381 Litern – der kompakten Bauweise der Batterien im Unterboden sei Dank.

Bildergalerie: Opel Ampera-e auf Autosalon Paris 2016

Opel Ampera-e Drag-Challenge im Video:

 

Opel Ampera-e auf dem Autosalon Paris 2016

Und genau die lassen sich bei entsprechender Stromstärke in weniger als einer Stunde auf 80 Prozent aufladen. Rund um den aus 288 Zellen in 96 Gruppen geformten Flachbau-Akku mit einer Kapazität von 60 kWh konstruiert, sieht der Ampera-e aus wie eine Mischung aus Mercedes B-Klasse und BMW i3. Und das gilt nicht nur für das Design mit dem schnittigen Bug, dem hohen Dach und dem eigenwilligen Schmiss in der D-Säule, sondern auch für sein Konzept. Es ist so etwas wie der größte gemeinsame Nenner dieser beiden Extreme: Auf der einen Seite will der Opel Ampera-e einfach nur ein geräumiger, bequemer und alltagstauglicher Kompakter sein. Nicht umsonst haben die Ingenieure den flachen Wagenboden für betont tiefe Türausschnitte genutzt, extra dünne und trotzdem bequeme Sitze eingebaut und den Kofferraum deutlich größer gemacht als bei Konkurrenz. Auf der anderen Seite ist der Opel Ampera-e so konsequent auf den Elektroantrieb ausgelegt wie der Vorzeige-Bayer. Nur dass er mehr Akkupower hat und deshalb weiter fahren kann. Hinzu kommt die clevere Technik namens "One Pedal Driving": Dahinter verstecken sich verschiedene Fahrmodi, bei denen der Ampera-e im Schiebebetrieb rekuperiert und dabei über den Elektromotor – der zum Generator wird – Energie zurückgewinnt. Mit den Stufen "Drive", "Low" und "Regen on Demand" wird der Schleppmoment schließlich so hoch, dass im normalen Verkehr nicht einmal mehr auf die Bremse getippt werden muss, um bis zum Stillstand zu bremsen. Was einen aber nicht davon entbindet, in Notsituationen selbsttätig zu bremsen!

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Opel Ampera-e verspricht 400 Kilometer Reichweite

Doch zielen der Opel Ampera-e und sein Plattformspender Bolt nicht – wie etwa der BMW i3 – auf die ökologische Elite, sondern versprechen nicht weniger als das erste Batteriefahrzeug für jedermann. In den USA soll der Bolt nach Abzug der staatlichen Förderung schließlich nur rund 30.000 Dollar kosten. Also rund 3.000 Euro weniger, als der Amerikaner 2015 im Schnitt für einen Neuwagen ausgegeben hat. Und noch ein Punkt spricht dafür, dass mit dem Opel Ampera-e tatsächlich der Durchbruch gelingen könnte: Bei der ersten Fahrt im Chevrolet Bolt zeigte sich bereits, dass er keine Spaßbremse ist, der jenseits des Ortschilds die Luft ausgeht. Schließlich leistet die E-Maschine 204 PS, zerrt mit bis zu 360 Newtonmeter an den Vorderrädern und hat mit den stattlichen 1,6 Tonnen leichtes Spiel. Von Null auf Tempo 50 geht's in nur 3,2 Sekunden, den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h meistert der Ampera-e in 4,5 Sekunden. Lediglich bei der Höchstgeschwindigkeit müssen Abstriche gemacht werden: Sie ist auf 150 km/h begrenzt. Dass durch das flache Akkupaket im Wagenboden auch noch der Schwerpunkt sinkt, ist auch kein Schaden. Genauso wenig die wie 25 Prozent mehr Steifigkeit, die mit der neuen E-Plattform einher gehen.

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Chevrolet Bolt (Opel Ampera-e) im Video:

 

Chevy Bolt deutet an, wie gut Opel Ampera-e wird

Neben der Reichweite des Elektroautos erreicht auch die Konnektivität des Opel Ampera-e ein neues Niveau: ein fast zehn Zoll großer Touchscreen, der in der ansonsten sehr aufgeräumten Mittelkonsole thront, berechnet unterschiedliche Routen je nach Akkukapazität und Nutzerprofil, kann mit dem Smartphone nahezu ferngesteuert werden und ist dafür vorbereitet, dass die Fahrer ihr Öko-Ranking über soziale Netzwerke vergleichen können. Selbst die Grundlagen für das autonome Fahren seien in der Architektur bereits verankert, so dass neue Assistenzsysteme und Fahrfunktionen jederzeit nachgerüstet werden könnten. Neben dem vom Astra bekannten IntelliLink-Infotainments erhält der Ampera-e aber auch das Notrufsystem Opel OnStar und ein Wlan-Hotspot für sieben Endgeräte gleichzeitig. Mit dem Gesamtpaket könnte Opel tatsächlich der elektrische Durchbruch gelingen. Womit der Ampera im zweiten Anlauf doch noch zum Erfolgsmodell wird: Das "e" dafür trägt er ja schon im Namen.

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Thomas Geiger/az