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Fahrbericht: VW Golf 7 GTD 2013 - Bilder und technische Daten

Sparsam und spaßig

Wer weiter auf der Erfolgswelle schwimmen will, muss etwas tun. Die GTD-Ausgabe von Golf Nr. 7 kommt mit neuem Motor: 184 PS und 380 Nm Drehmoment

Mit dem Kürzel GTD bewiesen die Wolfsburger erstmals 1982, dass ein Diesel nicht nur sparen, sondern auch Spaß bereiten kann. Seitdem gilt der GTD, salopp formuliert, als GTI der Geizkragen, zumal die Optik seit jeher eine deutliche Verwandtschaft zum Wolfsburger Kompaktsportler mit Benzinmotor aufweist.

Aktuell unterschiedet sich der GTD vom GTI durch eine verchromte Leiste im Kühlergrill (GTI: rot). Am Heck trägt der sportliche Diesel-Golf einen Doppelrohrauspuff links, während der GTI über zwei Einzelrohre rechts und links verfügt. Mit der GTD-Version von Golf Nr. 7 haben die Wolfsburger beim Spaßpotenzial vor allem unter der Haube noch mal nachgelegt.

KRÄFTIGER UND SCHADSTOFFARM NACH EURO 6-NORM

Dort arbeitet ein komplett neuer 2,0-Liter-TDI, der mit 184 PS gemäßigte 14 Pferdestärken mehr als das Vorgängeraggregat im Golf VI leistet. Das maximale Drehmoment stieg von 350 auf 380 Nm. Das serienmäßige Start-Stopp-System hilft, den EU-Verbrauch auf 4,5 Liter Diesel zu drücken. Ein NOX-Speicherkatalysator hievt ihn über die Hürden der Euro 6-Abgasnorm.

Fahrwerksseitig kommt eine serienmäßige Progressiv-Lenkung zum Einsatz, die mit zunehmendem Lenkeinschlag direkter wird. Die elektronische Differenzialsperre XDS wurde weiterentwickelt und bremst jetzt als XDS+ bei allzu viel Schlupf auch das kurven innere Hinterrad ab. Mit der ESC-Sport-Funktion lässt sich per Tastendruck die Regelgrenze des elektronischen Stabilitätsprogramms anheben. Die adaptive Fahrwerksregelung DCC (990 Euro Aufpreis) haben die Wolfsburger ebenfalls weiterentwickelt. Derlei Aufwand lässt sich buchstäblich erfahren: Der neue TDI hängt spontan am Gas.

Wer im D-Modus des Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebes (Aufpreis: 1900 Euro) schalten lässt, erlebt eine entspannt niedertourige Fahrweise. Im S-Modus wird die für einen Diesel ungewöhnliche Drehfreude spürbar, wenngleich der etwas knurrige Klang, welcher der serienmäßige Soundaktor über die Windschutzscheibe in den Innenraum leitet, Geschmackssache ist. Aller Ehren wert sind die genannten Fahrleistungen: Binnen 7,5 Sekunden soll die 100-km/h-Marke fallen. Maximal sind 228 km/h drin (Schaltgetriebe: 230 km/h). In Kurven gefällt die progressive Lenkung, die hier kleinere Lenkeinschläge ermöglicht. Von Anschlag zu Anschlag sind nur 2,1 Umdrehungen nötig.

„Normale“ Gölfe benötigen 2,75. Üppig sind die erzielbaren Kurvengeschwindigkeiten, bevor das ESC übermütige Fahrernaturen zurückpfeift. Die ganz auf Fahrdynamik getrimmte Abstimmung fällt auch beim Thema Komfort nicht aus dem Rahmen, wie der erstaunliche Abrollkomfort trotz montierter 18-Zoll-Räder belegt (620 Euro). Nach oben heraus rutscht jedoch der Preis: 31.250 Euro sind noch mal 1000 Euro mehr als für einen Golf GTI mit Doppelkupplungsgetriebe. Da müssen Geizkragen schon ganz stark sein.

>> Teil 2: Fazit und technische Daten

Elmar Siepen