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Opel Mokka 1.4 Turbo 4x4: Kompakt-SUV im Test

Bitte mit Sahne

Opel Mokka 1.4 Turbo 4x4 im Test: Wie man auf Mokka kommt? – Keine Ahnung! Das kompakte SUV lässt aber deutlich weniger Fragen offen, als es der Name vermuten lässt: Kleine Kaffee-Pause, und dann den Test lesen...

Eckdaten
PS-kW143 PS (105 kW)
AntriebAllradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
0-100 km/h11.00 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit186 km/h
Preis30.400,00 €

Kleiner Assoziations-Abstecher gefällig? Nun denn: Al-Mucha, Stadt im Jemen, Herkunft der Mokka-Kaffeesorte, Arabien, Sand, Dünen, Abenteuer, Allradantrieb – voilà: Opel Mokka! Überzeugt Sie nicht? Also, zweiter Versuch: Mokka, Kaffeebohne, Kaffeeduft, Espresso, Latte Macchiatto, Lifestyle, kleines Auto, stylishes Auto – voilà: Opel Mokka!

Na, gut. Lassen wir das. Ganz egal, wie die Namensgeber bei Opel zu diesem vermutlich viel diskutierten Namen gekommen sind – wir haben uns bereits jetzt an den kleinen Kerl gewöhnt. Denn nach den ersten ausgiebigen Testfahrten auf dem AUTO ZEITUNG-Testgelände, auf Autobahn, Landstraße und im innerstädtischen Stop-and-Go-Verkehr sowie bei einem Abstecher in den Sand der Nordseeküste bleibt uns nur ein prinzipiell positives Resümee:

Idealmasse: Der Opel Mokka ist klein, aber oho

Der Mokka ist ein funktionales und gut gemachtes Kompakt-SUV geworden, das perfekt in die Landschaft passt. Viel Qualität fürs Geld, leicht erhöhte Sitzposition, gelungenes Package bei maßvoller Größe und genau richtig für die kleine Dosis Abenteuer zwischendurch.

Als kleines SUV will der Mokka Wunschkandidat aktiver Autofahrer sein, die nicht allzu viel Geld für ein großes Auto ausgeben wollen oder können, die sich vielleicht sogar an den Abmessungen größerer SUV regelrecht stören, dabei jedoch nicht auf die kleinen Vorteile des SUV-Konzepts verzichten mögen:

Gute Übersicht und bequemer Einstieg dank erhöhter Sitzposition, gute Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Kofferraum und Fond, kleine Reserven für kurze Fahrten über Feldwege oder die Zufahrt zur Ski-Hütte. Und der Mokka macht das Beste aus dieser Positionierung: Die Karosserie ist nicht überbordend groß und passt so ausgezeichnet in dichten Stadtverkehr und enge Parkhäuser.

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Die Übersicht ist ausgezeichnet, eine optionale Rückfahrkamera räumt auch noch die letzten Zweifel an hinter dem Auto befindlichen Objekten aus. Dabei ist der kleine Opel aber trotzdem sehr praktikabel geraten: Sein Kofferraum ist geräumig und gut zugänglich, der Mokka taugt damit auf jeden Fall auch für einen sehr nutzungsintensiven Alltag.

Die Balance zwischen Kofferraum und Fondsitzraum geht aber leicht zugunsten der hinteren Passagiere aus – auch das ist bei genauerer Überlegung eine sehr smarte Anpassung an die Nutzungswirklichkeitder Kundschaft. Wer Fracht befördern möchte, tut das häufig allein oder zu zweit und kann dann den Kofferraum mit umgeklappter Fondsitzlehne maximal ausnutzen.

Wer hingegen mit Freunden zum Wochenendausflug durchstartet, hat viel Raum im Fond, für vier kleine Koffer reicht das Gepäckabteil dann allemal. Als Familienauto taugt der Mokka freilich nur für Kleinfamilien, ab zwei Kindersitzen wird es hinten in der Innenbreite eng.

Gutes Fahrwerk, als Motor am besten den Diesel wählen

Großes Augenmerk haben die Opel-Ingenieureauf die Fahrwerks-Abstimmung gelegt. Der Mokka ist nicht nur mit ausgewogener Lenkung und handlichem Fahrwerk sehr  leichtfüßig unterwegs, er kann sich auch in Sachen Abroll- und Federungskomfort sehen lassen.

Dieser gute Komfort-Eindruck wird  auch von einer gelungenen Ergonomie und dem prinzipiell angenehmen Geräuscheindruck des getesteten 1.4 Turbo-Benziners untermauert. Der 140-PS-Motor leidet allerdings unter mangelndem Stehvermögen – sobald ihm mehr als zufrieden schnurrende Gleichförmigkeit abverlangt wird, muss man die Maschine gewaltig drehen.

Auch der Testverbrauch von 8,5 Litern zeigt, dass der Downsizing-Gedanke in der Realität manchmal ins Leere greift – der 1.4 Turbo verbraucht im Alltag so viel wie ein fünf Jahre alter Zweiliter-Sauger und hat ein ähnliches Temperament. Zur Opel-Ehrenrettung: Bei der Konkurrenz ist das häufig ganz genauso…

Viel- und Langstreckenfahrer sollten also zum 130 PS starken 1.7 CDTI greifen, der Selbstzünder hat Dampf und ist sparsam. Ob man den Mokka mit Allradantrieb braucht, ist eine Frage der Nutzung. Im Offroad-Test konnte die elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung jedenfalls durch kurze Reaktionszeiten gefallen – es geht also auch unter erschwerten Bedingungen vorwärts bei Opel.

Fazit

Der Mokka könnte für Opel zur rechten Zeit kommen. Im boomenden SUV-Segment ist er eine positive Bereicherung und empfehlenswert, weil er den hohen Nutzwert der prima geschnittenen Karosserie mit durchdachter Funktionalität, lustvollem Handling und gutem Komfortniveau verbindet. Lediglich der 140-PS-Turbo-Benziner kann im Test nicht überzeugen.

Johannes Riegsinger

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Opel Mokka 1.4 Turbo 4x4

PS/KW 143/105

0-100 km/h in 11.00s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 186 km/h

Preis 30.400,00 €