Das ändert sich für Autofahrer 2017 (Update!) Das muss man 2017 wissen!

von Lena Reuß 01.03.2017

Das Jahr 2017 bringt für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer einige Änderungen. Für die Rettungsgasse gelten neue Regeln, Fahrradfahrer dürfen sich nicht mehr nach Fußgängerampeln richten, das Handy am Steuer soll mit höheren Strafen belegt werden und eine Bußgeldreform soll her.

Das Jahr 2017 hält wieder einige Änderungen im Bußgeldkatalog und in den Gesetzen für deutsche Autofahrer bereit. Die wohl größte Neuerung, die Bußgeldreform, befindet sich aktuell noch in Diskussion. Verkehrsminister Alexander Dobrindt plant künftig härtere Strafen für Raser zu verhängen. Zur Diskussion stehen dabei einkommensabhängige Bußgelder von bis zu 1000 Euro und bis zu zehnjährige Haftstrafen für illegale Autorennen. So gut wie sicher ist, dass die Handynutzung am Steuer im Laufe des Jahres 2017 teurer werden wird: 100 Euro sollen Autofahrer künftig zahlen, bei Gefährdung sogar 150. Fahrradfahrer müssen mit 55 Euro rechnen. Das Schreiben von Kurznachrichten soll ebenfalls Bestandteil des Bußgeldkatalogs werden. Bisher gibt es dort keine bestimmte Regelung für das Schreiben, nur für das Telefonieren mit dem Handy. Außerdem soll auch die Nutzung von Tablets, E-Book-Readern und Videobrillen mit einem Bußgeld belegt werden. Fahrradfahrer müssen seit dem 1. Januar 2017 an den Ampeln aufpassen. Seit diesem Zeitpunkt gelten für sie nämlich keine Fußgängerampeln mehr. Sie müssen dann entweder auf die speziellen Lichtzeichen für Fahrradfahrer achten oder sich nach dem Ampeln für Autos richten (§ 37 Abs. 2 Satz 6 StVO). Wer zudem mit einem E-Bike unterwegs ist, das bis Tempo 25 fahren kann, darf ab 2017 Radwege benutzen. Davon ausgenommen sind allerdings die bis zu 45 km/h schnellen S-Pedelecs. Außerdem dürfen radelnde Eltern jetzt mit ihren Kindern auf Gehwegen fahren. Bisher mussten sie auf der Fahrbahn fahren, während ihre Kinder die Fußwege nutzen durften. Mofa- und Rollerfahrer brauchen ab dem 1. März 2017 ein neues Versicherungskennzeichen. Für das neue Versicherungsjahr brauchen sie das neue schwarze Kennzeichen.

News Pkw-Maut Deutschland
Pkw-Maut Deutschland: Berechnung, Kosten, Infos  

Österreich will Maut-Klage einreichen

Pkw-Maut in Deutschland im Video:

 
 

2017 bringt einige Änderungen im Straßenverkehr

Auch auf der Autobahn einige Autofahrer vermutlich schon Veränderungen festgestellt, denn seit 2017 dürfen die sogenannten Giga-Liner regulär die Autobahnen befahren. Bis Ende des Jahres läuft noch ein Feldversuch, in dem die Lang-Lkw rund 60 Prozent der Autobahnen befahren dürfen. Bereits seit Herbst des vergangenen Jahres gibt es eine neue Regelung für Rettungsgassen auf vierspurigen Autobahnen: Ab sofort muss die Rettungsgasse zwischen der äußersten linken Fahrspur und den übrigen drei rechten Fahrstreifen gebildet werden. Bisher wurde sie auf vierspurigen Autobahnen in der Mitte gebildet. Seit dem 1. Februar 2017 wird zudem ein Bußgeld fällig, wenn Autofahrer Rollstuhlfahrer transportieren und sich nicht an die erweiterte Gurtpflicht halten. Die besagt, dass der Rollstuhl in einem speziellen Rollstuhl-Rückhaltesystem befestigt sein muss und der Rollstuhlnutzer selbst ebenfalls darin gesichert sein muss. Die neue Regelung gilt bereits seit Juni 2016, wird jedoch erst seit Jahresbeginn mit Bußgeldern geahndet. Die Höhe der Bußgelder orientiert sich an dem bestehenden Bußgeld für das Nichtanlegen von Sicherheitsgurten während der Fahrt, das mit 30 Euro dotiert ist. Auch für Motorradfahrer hält das Jahr 2017 Änderungen bereit. Denn ab kommendem Jahr dürfen nur noch Motorräder, die mindestens der Euro-4-Norm entsprechen, neu zugelassen werden. Der maximale Geräuschpegel darf bei neu zugelassenen Motorrädern über 175 Kubik außerdem nicht mehr als 80 dB betragen. Im nächsten Jahr muss man sich außerdem auf Änderungen bei Kosten für die Hauptuntersuchung einstellen. Die Preise sollen etwas angehoben werden. Genauso wie die Kosten für die Führerscheinprüfung. Mehr zum Thema: Führerschein wird teurer

Neue Regel zur Bildung von Rettungsgassen (Video):

 

News Blaue Plakette: Neue Umweltzonen
Blaue Plakette (Wann, Kosten, Wer): Das muss man wissen!  

Blaue Plakette für saubere Diesel

 

Neue Regelungen und Testverfahren ab 2017

Als Folge der Diskussionen um den Abgasskandal ändert sich 2017 auch die Verbrauchsmessung bei Neuwagen. Ab September wird mit dem Verfahren "Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedures" (WLTP) geprüft. Zwar handelt es sich dabei nach wie vor um einen Test auf dem Rollenprüfstand, aber er soll wesentlich umfangreicher sein, als der bisherige Normzyklus. Die Ergebnisse sollen so realistischer sein und eher den tatsächlichen Verbrauchswerten eines Fahrzeugs entsprechen. Neu ist auch das Carsharing-Gesetz, das im neuen Jahr in Kraft treten soll. Darin wird geregelt, was unter einem Carsharing-Fahrzeug zu verstehen ist und wie es zu kennzeichnen ist. Dazu wird es ein neues Verkehrsschild für spezielle Parkflächen geben und die Möglichkeit eingeräumt, Carsharing-Wagen von Parkgebühren zu befreien.

Verkehrsrecht Farben der TÜV-Plakette
Braune TÜV-Plakette läuft ab (Hauptuntersuchung)  

TÜV überziehen kostet extra

Tags:
Severin Elektrische Kühlbox
UVP: EUR 123,99
Preis: EUR 65,00 Prime-Versand
Sie sparen: 58,99 EUR (48%)
Nulaxy FM Transmitter
UVP: EUR 23,89
Preis: EUR 20,90 Prime-Versand
Sie sparen: 2,99 EUR (13%)
Alkoholtester
 
Preis: EUR 16,99 Prime-Versand
Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.