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Felgenreiniger-Test - 13 aktuelle Produkte im Vergleich

Glanz und Gloria

Felgenreiniger sollen Schmutz und eingebrannten Bremsstaub einfach und schnell entfernen. Wie gut das funktioniert, zeigt unser Labor- und Praxistest mit 13 aktuellen Produkten

Felgenreiniger-Test: 13 Auto-Pflegeprodukte im Test

Für die Reinigung filigran geformter Alu-Räder taugen herkömmliche Waschanlagen nicht. Auch Wasserschlauch und Bürste sind nicht besonders wirkungsvoll. Hartnäckigem Schmutz und eingebranntem Bremsstaub geht man besser mit speziellen Felgenreinigern an den Kragen. Diese enthalten chemische Rezepturen, die schnell, kräfteschonend und gründlich für den gewünschten Glanz sorgen sollen.

Dazu bieten Tankstellen, Autoteileläden, Online-Shops und Supermärkte unterschiedlichste Reinigungs- und Pflegeprodukte an – alle mit dem gleich lautenden Versprechen, schnell, schonend und wirkungsvoll zu arbeiten.

Um das zu überprüfen, kauften wir über ein Dutzend aktuelle Produkte und unterzogen sie einem gründlichen Labor- und Praxistest – mit im Korb No-Name-Produkte vom Billigheimer und teure Markenprodukte. Die Preisspanne reicht von drei bis 18 Euro. Erfreulich: Alle Testkandidaten brillieren mit kurzen Einwirkzeiten. Das bedeutet: Sie taugen auch für das Aufsprühen kurz vor der Waschanlagendurchfahrt. Allerdings ist die Wirkung recht unterschiedlich.

Die beste Reinigungsleistung – ohne mechanische Nachbehandlung – erreicht der Felgenreiniger von Autosol. Kein Wunder, denn er ist das einzige säurehaltige Produkt im Test. Nachteil: Die chemische Keule vom Hersteller Dursol muss deshalb den größten Punktabzug in puncto Umweltverträglichkeit hinnehmen.

STARKE WIRKUNG
Gute Reinigungsergebnisse lassen sich auch mit dem Testsieger P21S Power Gel von Dr. Wack Chemie, dem Xtreme von Sonax und dem Nigrin Evo Tec erzielen. Die beste Reinigungsleistung an Radzierblenden aus Kunststoff erreichte Alu Teufel Spezial. Das ist ein neues, erstmals auch säurefreies Produkt von Tuga Chemie. Die geringste Reinigungswirkung lieferte dagegen das Professional Car Care, ein Hausmarken-Mittel von A.T.U. Aber auch der extreme Felgenreiniger von Amor All, der Felgenreiniger aus dem Baumarkt Bahr, der Braun-Felgenreiniger und der Kaufl and Classic überzeugten trotz Nachbehandlung mit Schwamm und Bürste nicht.

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ÄTZENDE WIRKUNG
Zwei Testkandidaten aus der preislichen Mittelklasse schwächelten zudem bei der Materialverträglichkeit. Der Reiniger von Amor All und das A.T.U. Professional Car Care verursachten unschöne Rückstände am Autolack und griffen die Oberfläche von blankem Aluminium an. So etwas darf nicht passieren, denn wer will schon nach den Mühen einer aufwendigen Reinigung solche Schandflecke am Auto vorfinden. Verzinkten Radbolzen, Stahlfelgen und Gummi konnte dagegen bei unserem Praxistest keine Reinigungschemie gefährlich werden.

Alle verwendeten Sprühköpfe funktionierten gut, aber nicht alle blieben bei Nichtgebrauch dicht. Richtig sparsam ließen sich jedoch nur drei Produkte einsetzen: Die Felgenreiniger von Autosol, Bahr und Fay Car benetzen die Radoberfl äche gleichmäßig und kriechen fast von selbst bis in verborgene Winkel filigraner Speichen und um die Radbolzen herum.

Die einzige gelartige Flüssigkeit im Test, das P21S Power Gel von Dr. Wack Chemie, punktete mit ihrer guten Haftfähigkeit. Und dank neuer Rezeptur hat das Gel des Ingolstädter Pflegemittel-Herstellers jetzt den faulen Geruch abgelegt. Unangenehm fielen hier lediglich die Produkte von Sonax und Tuga Chemie auf.

FAZIT
Klares Fazit: Billig lohnt sich hier nicht. Der Testsieger P21S Power Gel von Dr. Wack Chemie und die mit ebenfalls „sehr empfehlenswert“ prämierten Produkte Sonax Extreme Plus und Nigrin Evo Tec gehören zu den teuren Markenprodukte im Test – aber eben auch zu den wirkungsvollen und umweltschonenden.
Holger Ippen