Skoda Vision E (Kodiaq Coupé): IAA 2017 Studie des Kodiaq Coupé auf der IAA

von Thomas Geiger 24.08.2017
Inhalt
  1. Vision E (Kodiaq Coupé) auf der IAA 2017
  2. Vision E stellt Skodas Elektrodesign vor
  3. 2019 startet Skodas E-Offensive

Das Skoda Kodiaq Coupé kommt, das haben die Tschechen offiziell bestätigt. Die Studie Vision E gab schon einen aufregendenn Design-Ausblick auf das neue SUV – und wird auf der IAA 2017 zu bestaunen sein!

Das Skoda Kodiaq Coupé ist mittlerweile offiziell bestätigt – bislang zwar nur für den chinesischen Markt, doch stehen die Zeichen gut, dass das SUV-Coupé seinen Weg auch nach Europa findet. Mit dem Skoda Vision E gaben die Tschechen schon einen Ausblick auf das Design und kündigen die Studie auch für die IAA 2017 an (14. bis 24. September). Skoda möchte mit der neuen SUV-Variante beweisen, dass nicht nur Nobelmarken wie Tesla oder Jaguar, Träumer wie Faraday Future oder Nio und die zwei Klassen höher angesiedelte Schwester Audi begehrenswerte Batteriefahrzeuge bauen können. Technisch gesehen ist der Skoda Vision E jedoch keine große Überraschung: Erstens nutzt er den von der Konzernmutter VW zur Verfügung gestellten Modularen Elektrizitätsbaukasten (MEB), der auch beim Skoda Kodiaq Coupé zum Einsatz kommen wird. Und zweitens sind 225 kW Leistung (306 PS) aus zwei Motoren, 180 km/h Höchstgeschwindigkeit und mehr als 500 Kilometer Reichweite für eine Studie kein großer Wurf, wenn ein Opel Ampera E schon heute auf 520 und ein Renault Zoe auf 400 Kilometer kommen. Mehr zum Thema: Alle Neuheiten auf der IAA 2017

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Neuer Skoda Kodiaq (2016): Erste Testfahrt  

Den neuen Kodiaq angetestet

Skoda Kodiaq im Fahrbericht (Video):

 
 

Vision E (Kodiaq Coupé) auf der IAA 2017

So unspektakulär der Antrieb ist, so sensationell ist das Design des Skoda Vision E, das mit seinem flacheren Abgang mit schräger Heckklappe das Skoda Kodiaq Coupé anteasert. Wo Ampera-E oder Zoe im hier und heute verhaftet sind, sieht der Vision E genau wie die viel teureren Studien und Serien-Modelle von Tesla & Co. tatsächlich nach Zukunft aus – und macht dabei einfach eine gute Figur. Ein bisschen kleiner, aber vor allem schlanker und schnittiger als der Basis-Kodiaq und nicht minder robust, steht er auf großen Rädern, funkelt mit einem von innen beleuchtetem Ornat aus Bleikristall und reckt eine glatte Nase in den Wind. Letztere ist ganz neu und weist ihn trotzdem sofort als Skoda aus: "Das wird unser typisches Gesicht für Elektrofahrzeuge", sagt Karl Neuhold, der das Exterieur-Design verantwortet: Ohne Kühlergrill ist der Vision E trotzdem sofort als Skoda erkennbar, weil darüber am Ende der profilierten Motorhaube wie eh und je der gefiederte Pfeil thront, und weil die Studie das Vier-Augen-Gesicht des Octavia übernimmt, das jetzt mit einem durchgehenden Lichtleiter verbunden wird.

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Vision E stellt Skodas Elektrodesign vor

Dazu gibt es im Skoda Vision E einen Innenraum, der ohne Mitteltunnel deutlich mehr Platz bietet, ein Anzeige- und Bedienkonzept, das mit großen Touchscreens, Gesten- und Blicksteuerung ebenfalls den Aufbruch in eine neue Zeit wagt, und Assistenzsysteme, die noch einen weiteren Schritt nach vorne machen. So kann der Vision E nicht nur automatisch auf einer induktiven Ladeplatte parken, sondern nach dem so genannten Level 3 auch selbstständig über die Autobahn rollen. Damit der Fahrer dabei nicht ganz wegdriftet oder sich zu tief in den Möglichkeiten des Infotainments verliert, überwacht Skoda neben seiner Aufmerksamkeit sogar seinen Herzschlag. Und natürlich haben sich die Tschechen auch wieder ein paar Neuigkeiten aus der Rubrik "Simply Clever" einfallen lassen – zum Beispiel Frontsitze, die man um 20 Grad drehen kann. Eine wunderbare Karosserie und ein atemberaubendes Ambiente – und daneben steht das Versprechen von Karl Neuhold: "Natürlich werden wir nicht alles übernehmen können und haben bei manchen Details etwas überzeichnet", räumt der Chef fürs Exterieur-Design ein. "Aber die Vision E ist vom Kodiaq Coupé nur noch so weit entfernt wie damals die Vision S vom Kodiaq." Und bei diesen beiden Autos sind die Parallelen so augenfällig, dass man am Ende fast schon überrascht war. Selbst ein wenig von dem Bleikristall-Ornat möchte Karl Neuhold in die Produktion retten, weil er den Kontrast zwischen traditioneller Handwerkskunst auf Böhmen mit der Hightech von Antrieb und Bedienung reizvoll findet.

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Skoda Vision E
Skoda Vision E: Könnte so das 2019 startende Kodiaq Coupé aussehen? © Skoda
 

2019 startet Skodas E-Offensive

Mit der neuen Elektro-Strategie, die der Skoda Vision E und bald das Serienmodell Skoda Kodiaq Coupé verkörpert, gehört die tschechische VW-Tochter zu den letzten Volumenmarken, die auf den E-Express aufspringt. VW baut schon seit Jahren Batterie- und Plug-In-Modelle, Audi hat den A3 am Stecker, die Franzosen fahren mit Strom und die meisten Japaner auch. Und Skoda hatte bislang nicht einmal einen Hybrid im Angebot. Zu teuer war den Tschechen bislang die Technologie, als dass sie sich auf dieses Abenteuer hätten einlassen und sich davon die Preise oder die Rendite verderben lassen wollen. Doch jetzt, wo sich der VW-Konzern gerade neu erfinden will, die Politik die Daumenschrauben der CO2-Vorgaben anzieht und wichtige Absatzmärkte wie China strenge Quotenregelungen anstreben, schwenkt auch Skoda um und Firmenchef Bernhard Meier bläst zur Offensive und verspricht bis zum Jahr 2025 fünf reine Elektrofahrzeuge. Schließlich will er bis dahin jedes vierte Fahrzeug mit Steckdosen-Anschluss ausliefern. Dazu zählen neben den fünf reinen Stromern für ihn allerdings auch Plug-In-Hybriden, mit denen die Offensive mit dem Skoda Kodiaq Coupé 2019 beginnen könnte. Bei aller Innovation und Emotionalität ist aber auch klar: Skoda definiert sich nach wie vor über das Preis-Leistungsverhältnis. Daher sollte das Skoda Kodiaq Coupé (2019) den Preis des kastigen Bruders nicht allzu sehr überschreiten. Der startet mit dem 1.4 TSI mit 125 PS bei 25.490 Euro! 

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