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Lackpflege: Autolack richtig säubern und polieren

Der Dreck muss weg

Im Sommer muss der Autolack einiges aushalten. Wir geben Tipps, wie Sie bleibende Schäden verhindern

HONIGTAU
Was sich hübsch anhört, wird für Autobesitzer schnell zum Albtraum. Vor allem unter Linden finden sich diese Ausscheidungen von Blattläusen auf dem Autolack. Hochsaison ist im Juli, wenn die Bäume blühen. In der klebrigen Masse stecken säurehaltige Substanzen, die den Lack angreifen. Frischer Honigtau lässt sich mit Wasser und etwas Reiniger entfernen. Tipp: Klebrige Scheibenwischer in warmes Wasser legen und mit einem Lappen abwischen.

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So wird der Lack sauber: Hat die Sonne den Honigtau bereits in den Lack gebrannt, helfen nur noch Teer- und Baumharzentferner. Wer öfter unter Linden parken muss, sollte sein Auto mit einer Lackversiegelung vor dauerhaften Beschädigungen schützen.

VOGELKOT
Die ekligen Hinterlassenschaften der Vögel auf unseren Autos enthalten Säuren, die Bindemittel und Pigmente im Lack angreifen – es entstehen hässliche Flecken. Frischer Kot lässt sich mit etwas Wasser abwaschen. Ist der Dreck getrocknet, wird es schwieriger: Durch zu kräftiges Reiben arbeitet man die Schmutzpartikel nur noch tiefer in den Lack hinein. Vorsicht: Harte Schwämme entfernen zwar den Dreck, können aber auch schnell den Lack verkratzen.

So wird der Lack sauber: Ist der Kot schon seit Tagen auf dem Auto, erst einmal einweichen. Tipp: Legen Sie eine angefeuchtete Zeitung auf die Stelle. Den Dreck dann mit Lackreiniger und einem Schwamm entfernen. Bereits angegriffener Autolack lässt sich mit einer Politur behandeln.

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INSEKTENRESTE
Bei hunderten Mücken auf der Fahrzeugfront kommen auch Waschanlagen schnell an ihre Grenzen: Das Chitin der Insektenpanzer ist nahezu unlöslich, haftet sehr stark auf dem Lack und bindet die aggressiven Sekrete der Sechsbeiner. Diese ätzen sich direkt in die Oberfläche, es entstehen feine Risse. Der Lack quillt auf, und es bilden sich Flecken. Kleiner Trost: Chromteile sind davon nicht betroffen.

So wird der Lack sauber: Hier helfen nur spezielle Insektenentferner. Sie weichen die Verschmutzungen auf. Kurz einwirken lassen und die Reste mit einem nassen Schwamm ohne viel Druck entfernen.

BAUMHARZ
Wenn Bäume verletzt werden, scheiden sie diese klebrige Flüssigkeit aus, die im Laufe von Jahrmillionen zu Bernstein wird. Doch dem Autolack setzt Harz früher zu: Seine säurehaltigen Bestandteile führen zu Lackquellungen. Wie Vogelkot greift auch Baumharz die Bestandteile des Lacks an, Flecken entstehen. Die Sommersonne verstärkt die Wirkung und lässt die Flüssigkeit schnell auf der Oberfl äche antrocknen – hier hilft kein Wasser mehr.

So wird der Lack sauber: Um die klebrigen Rückstände zu beseitigen, eignen sich spezielle Teer- und Baumharzentferner. Sie lösen den Schmutz ab, ohne dabei den Lack anzugreifen. Haben sich schon Flecken unter dem Harz gebildet, verwenden Sie eine Lackpolitur.
Markus Bach