Porsche-Prototypen: Unbekannte Studien

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Porsche 754-T7 (1959)
Porsche 754-T7 (1959) Foto: AUTO ZEITUNG

Sieht auf den ersten Blick aus wie ein 911, ist aber von 1959. Der 754-T7 war einer von vielen gescheiterten Versuchen, einen familientauglichen Porsche zu entwickeln. >> Mehr zum Thema Studien

Porsche 915 (1970)
Porsche 915 (1970) Foto: Porsche

Auch der Porsche 915 von 1970 zeugt von diesen Versuchen, ist er doch ein 911 mit deutlich verlängertem Radstand.

Porsche 989 (1988)
Porsche 989 (1988) Foto: Porsche

Ein Porsche mit V8 und vier Türen. Klingt nach Panamera? Der 989 nahm Ende der 80er-Jahre das Konzept vorweg.

Porsche 928 H50 (1986)
Porsche 928 H50 (1986) Foto: Porsche

Für den vielleicht rundesten Versuch, einen Familien-Porsche zu entwickeln, musste der 928 als Shooting Brake mit hinteren Selbstmördertüren hinhalten.

Porsche 984 (1987)
Porsche 984 (1987) Foto: Porsche

Der Porsche 984 nahm mit kompakten Ausmaßen und einem Vierzylinder-Boxer den Boxster vorweg.

Porsche 984 (1987)
Porsche 984 (1987) Foto: Porsche

Doch wegen wirtschaftlicher Probleme verbannten die Stuttgarter:innen das Konzept in die Schublade.

Porsche Cayenne Carbiolet (2002)
Porsche Cayenne Carbiolet (2002) Foto: Porsche

Kaum war der Cayenne auf dem Markt, durften sich die Designer:innen an einer Cabriolet-Version mit Targabügel austoben.

Porsche Cayenne Carbiolet (2002)
Porsche Cayenne Carbiolet (2002) Foto: Porsche

Das zweigeteilte Heck zeugt von der kurzen Lebensdauer des Projekts.

Porsche 919 Street (2017)
Porsche 919 Street (2017) Foto: Porsche

Der Porsche 919 Street hätte die Le-Mans-Technik des 919 Hybrid für die Straße erlebbar machen können.

Porsche 919 Street (2017)
Porsche 919 Street (2017) Foto: Porsche

Der 900 PS starke Renner verblieb jedoch als Tonmodell.

Porsche 920 (2019)
Porsche 920 (2019) Foto: Porsche

Der Porsche 920 entstand mit dem selben Hintergedanken wie der 919 Street. Auch im Kundensport hätte der Supersportler eine gute Figur gemacht.

Porsche 920 (2019)
Porsche 920 (2019) Foto: Porsche

Die extrem gezeichnete Studie lässt jedoch Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Porsche-Pläne aufkeimen.

Porsche Renndienst (2018)
Porsche Renndienst (2018) Foto: Porsche

Der Porsche Renndienst zeigt einen interessanten Versuch, die Porsche-Designsprache auf eine andere Fahrzeuggattung zu übertragen.

Porsche Renndienst (2018)
Porsche Renndienst (2018) Foto: Porsche

Der Elektro-Van ist optisch an den VW T1 angelehnt, mit dem Porsche in jungen Jahren viele Rennen begleitet hat.

Porsche Vision Spyder (2019)
Porsche Vision Spyder (2019) Foto: Porsche

Auch der Vision Spyder zieht sich seine Inspiration aus der Vergangenheit: Der Porsche 550 1600 RS Spyder von 1954 diente als Vorlage.

Porsche Vision Spyder (2019)
Porsche Vision Spyder (2019) Foto: Porsche

Der Vision Spyder wiederum könnte Hinweise auf kommende Modelle aus Zuffenhausen geben.

Porsche zeigt seinen Fans im Rahmen einer Webserie unbekannte Studien von 2005 bis 2019. Grund genug für uns, ein bisschen tiefer in den Geheimakten aus Zuffenhausen zu wühlen. Diese Porsche-Prototypen sind der Hammer!

Supersportler, Roadster und sogar einen Transporter haben die Stuttgarter:innen als Porsche-Prototypen konzipiert. Die unbekannten Studien werfen das Licht auf die Fahrzeugentwicklung, die schon mit dem 356 begann. Seit es Sportwagen von Porsche gibt, kursieren Ideen, den Fahrspaß mit vier statt nur mit einer Person zu teilen: Der Weg zum Panamera war ein langer, und er enthielt einige kuriose Experimente. Zum ersten Mal materialisierte sich der Porsche für vier zu Beginn der 50er als 356 Typ 530 mit höherem Dach und verlängertem Radstand. Aus dem nächsten Versuch, dem 757 T7 von 1959, resultierte schließlich sogar der 911. Und mit dem Elfer sollte die Idee eines Familienporsches weitergespinnt werden: Vier Jahre lang entwickelte Porsche den Typ 915. Dazu verlängerten die Ingenieur:innen den Radstand des Basis-911 um 350 Millimeter, und tatsächlich entstand 1970 ein Wagen, der auch den Mitfahrer:innen im Fond bequem Platz bot. Das ursprüngliche Ansinnen, die Kundschaft mit gesteigertem Raumbedürfnis zu befriedigen, wurde jedoch erneut verworfen. Sportive Fahrleistungen hätte aber auch der lange Elfer mit 200 PS aus 2,4 Litern Hubraum und 235 km/h Höchstgeschwindigkeit durchaus geboten. Eine weitere, vielen unbekannte Studie: 1988 unternahm Porsche mit dem 989 – mit V8-Motor – einen weiteren Versuch, dieses Mal sogar mit vier Türen, die sich gar nicht so schlecht in das verlängerte 911-Design einfügten. Die glatten Formen des Prototyps finden wir neun Jahre später am 911 (996). Kurz zuvor musste auch der 928 zum Familienbomber antreten, als H50 im Jahr 1986. Mit schmalen, hinteren Selbstmördertüren und einem Shooting Brake-Heck hätte er der perfekte Reise-Porsche werden können, wäre die Steifigkeit der Karosserie nicht so kritisch gewesen. Spätestens mit dem Amtsantritt des Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking verschwanden die Limousinen-Pläne tief in den Schubladen für Porsche-Prototypen. Wiedeking selbst soll einmal behauptet haben, dass der 911 das perfekte Reiseauto sei – wem der Platz nicht ausreiche, der sollte einfach noch einen zweiten kaufen. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

Der Porsche 911 Turbo S (2020) im Fahrbericht (Video):

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Video: AUTO ZEITUNG

Porsche-Prototypen: Diese unbekannten Studien gibt es

Doch die unbekannten Studien und Porsche-Prototypen führen noch viel weiter. Da wäre zum Beispiel der Porsche 984 von 1987, ein kleiner, preiswerter Roadster mit Vierzylinder-Boxer. Doch die Stuttgarter:innen verloren angesichts angespannter Wirtschaftsverhältnisse den Mut. Zwei Jahre später bewies der Mazda MX-5 mit nicht unähnlichem Konzept, wie viel Marktpotenzial in einem günstigen Roadster steckte. Immerhin darf der 984 als Vorstufe zum Boxster gelten. Im Jahr 2002 nahm Porsche im allgemeinen Frischluftwahn gleich noch dem frisch präsentierten Cayenne das Dach ab. Das Resultat ist ein zweitüriger Cayenne mit integriertem Targadach, von dem man den Blick nur schwer wieder abwenden kann. Dass das Designkonzept recht schnell wieder ad acta gelegt wurde, beweist die unfertige Heckansicht. In jüngsten Jahren experimentierte das Stuttgarter Design-Team vor allem mit Motorsport-Anleihen für ihre Porsche-Prototypen. Zu den unbekannteren Studien gehört zweifelsohne der 919 Street von 2017: Mit dem Supersportler auf Basis des 919 Hybrid sollten Kund:innen die Le Mans-Expertise selber auf der Straße erfahren können, doch es sollte bei einem sehr ansprechendem 1:1-Tonmodell bleiben. Ähnlich verhält es sich mit dem zwei Jahre später konzipierten Porsche 920. Der futuristische Renner hätte vermutlich sowohl auf der Straße als auch im Kundensport eine gute Figur gemacht. Inspiriert von den Porsche Renntransportern auf VW Bus T1-Basis entstand 2018 der vollelektrische Renndienst-Van. Die Idee dahinter: Die Porsche Design-DNA auf ein völlig anderes Fahrzeugkonzept zu transferieren. Im Interieur ist Platz für bis zu sechs Personen, während darunter die Batterien angebracht sind. Auch der Porsche Vision Spyder (2019) ist von der Vergangenheit inspiriert, genauer gesagt vom 550 1500 RS Spyder von 1954. Gleichzeitig weist er mit seinem futuristischen Überrollbügel und seiner Leichtbauweise in die Zukunft. Ob wir so ein Auto in den kommenden Jahren auch auf der Straße bewundern können werden? Wer weiß...