Gumpert Sportwagenmanufaktur beantragt Insolvenz

Gescheitert: Gumpert ist insolvent

Der deutsche Kleinserienhersteller Gumpert befindet sich in der voläufigen Insolvenz. Ohne Erfolg versuchte das Unternehmen, sich auf dem chinesischen Markt zu etablieren - nun soll eine Konzentration auf Europa folgen

Die Gumpert Sportwagenmanufaktur aus Altenburg ist vor allem bekannt für den Supersportwagen Apollo, der 2009 mit 7.11,57 Minuten einen Rundenrekord für straßenzugelassene Autos auf der Nürburgring-Nordschleife aufstellte. Nachdem geplante Verkäufe auf dem Hauptabsatzmarkt China nicht realisiert werden konnten, meldete Gumpert Insolvenz an. Vom Amtsgericht Gera wurde Rechtsanwalt Görge Scheid als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt.

Gumpert Apollo: trotz Insolvenz wird weiterhin produziert

Nach der ersten Beriebsbesichtigung und den Gesprächen mit der dreißigköpfigen Belegschaft sieht dieser die Sanierungschancen als äußerst günstig an. „Der von Gumpert entwickelte Supersportwagen Apollo ist inzwischen technisch ausgereift und in seinen sportlichen Leistungen anderen Fahrzeugen überlegen. Es gilt nun, den in den letzten Jahren vernachlässigten europäischen Absatzmarkt zu reaktivieren."

Erste Gespräche mit potenziellen Investoren laufen bereits in dieser Woche. Der langjährige Audi-Manager Roland Gumpert, der sich vor zehn Jahren selbständig machte und danach am 8. Januar 2004 die Gumpert Sportwagenmanufaktur gründete, hat mit der Entwicklung und Produktion des Gumpert Apollo ein für die Straße weltweit zugelassenes Sportauto geschaffen, dass in der Supersportwagenszene für Aufsehen sorgte. Für den Antrieb im Apollo sorgt ein 4,2-Liter-V8-Motor von Audi, der in verschiedenen Ausbaustufen zwischen 650 und 800 PS leistet.

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Die Produktion bei Gumpert in Altenburg soll vorerst weitergeführt werden. „Der Apollo verfügt inzwischen in Deutschland und Europa über eine exklusive Fangemeinde. Wir haben uns jetzt wieder intensiv um dieses Käuferpotenzial gekümmert. Die Produktion läuft weiter und wir hoffen noch in dieser Woche den ersten Wagen verkaufen zu können“, so Insolvenzverwalter Scheid. Christoph Kragenings