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Suzuki Vitara 2015: Kurz-Fahrbericht plus Bilder und technische Daten

Mit Lifestyle in die Stadt

Angereichert mit moderner und solider Technik, jugendlichem Design und zugleich praktischen Eigenschaften stößt der Suzuki Vitara 2015 ins Feld der Lifestyle-SUV vor. Wie sich der zukünftige Erfolg einstellen soll? Mit einer Idee aus den Achtzigern. Kurz-Fahrbericht

Suzuki Vitara
Technische Daten

MotorVierzylinder
Hubraum1.598 cm³
Leistung88 kW / 120 PS bei 3.750/min
Max. Drehmoment320 Nm bei 1.750/min
Getriebe6-Gang-Schaltgetriebe
AntriebAllrad, permanent
L / B / H4.175 / 1.775 / 1.610 mm
Radstand2.500 mm
Leergewicht1.295 kg
Kofferraumvolumen375 - 1.120 l
Tankinhalt47 l
CO2-Ausstoß111 g/km

Was will der Suzuki Vitara 2015 sein?

Der neue Vitara will ähnlichen Flair versprühen wie der bereits zwischen 1988 und 1998 gebaute Ur-Vitara . Im kleinen Offroader ohne Verdeck fühlten sich die Fahrer in den Neunzigern wie David Hasselhoff am Strand von Malibu, umgeben von den betörenden Baywatch-Nixen. Der Vitara war für jedes Abenteuer zu haben und hatte dieses gewisse Etwas.

Genau diese Tugend transferiert Suzuki auf den Vitara 2.0. Nur sind mittlerweile einige Jahre vergangen. Vorbilder werden nicht mehr kopiert. Stattdessen muss alles individuell sein und eine persönliche Note tragen. „Lifestyle“ ist das neue Modewort. Der neue Vitara soll nicht wie der Grand Vitara, den er 2015 ablöst, viel Zeit im Wald verbringen, sondern frisch und selbstbewusst in der Stadt auffallen.

Was ist der Suzuki Vitara 2015 wirklich?

Ein Cabrio wird es nicht mehr geben, dafür ein Panorama-Dach gegen Aufpreis. Mit Kontrastlackierungen und diversen Felgendesigns bietet das Exterieur reichlich Personalisierungspotenzial. In der Variante „urban“ trägt das Kompakt-SUV mehr Chrom-Applikationen, als „Rugged“-Version mimt er mit einem geänderten Stoßfänger den Abenteuerlustigen. Das stylische Design setzt sich auch im Innenraum fort, wobei weiterhin Hartplastik dominiert. Die neue Cockpit-Architektur ist sehr aufgeräumt und übersichtlich. Eigenschaften, die sich  auch in der Menüführung des Infotainment-Systems fortsetzen. In wenigen, einfachen Schritten lässt sich das Handy mit dem 7-Zoll-Touchscreen-Display koppeln.

Der Vitara wird wie der im letzten Jahr vorgestellte Suzuki SX4 S-Cross im ungarischen Esztergom gebaut. Die Produktionsstraße ist allerdings nicht das einzige, was sich die beiden SUV teilen. Auch die Motoren und die Getriebe übernimmt der Vitara vom S-Cross. Der Allradantrieb wurde hingegen weiterentwickelt. So wird das Drehmoment nun noch bedarfsgerechter an die Hinterräder weitergeleitet. Obwohl der Neue 13 Zentimeter kürzer als der SX4 S-Cross misst, haben auch Fondpassagiere ausreichend Platz. Auch die Zuladung ist für ein trendiges Stadt-SUV mehr als ausreichend.

Der Vitara hinterlässt im ersten Fahrbericht einen ähnlich positiven Eindruck wie der S-Cross im harten Test der AUTO ZEITUNG. Der 120 PS-Diesel geht munter zu Werk, liefert reichlich Schub in allen Lebenslagen und hält sich dabei akustisch zurück. Die Sechsgang-Handschaltung passt gut zum Motor. Federn und Dämpfer sind gut abgestimmt, schlucken Tempo-Hügel mühelos und unaufgeregt. Die Lenkung ist leichtgängig, könnte um die Mittellage allerdings präziser sein.

Wer sind die wichtigsten Wettbewerber?

In puncto Lifestyle nimmt der Vitara die französischen Produkte Peugeot 2008 und Renault Captur sowie den Opel Mokka ins Visier. Doch auch den Skoda Yeti wollen die Japaner ärgern. Wobei gerade Mokka und Yeti etwas edler und qualitativ hochwertiger anmuten. Mit der Kombination aus praktischen Fähigkeiten, eigenständigem Design wird und der intuitiven Bedienung wird der Vitara zweifelsohne Käufer finden. Entscheidend wird der Preis sein.

Wer sollte den Suzuki Vitara kaufen und was kostet er?

Und genau da sind wir bei der großen Unbekannten. Suzuki hüllt sich zum Thema Preis in Schweigen. Auch die einzelnen Ausstattungslinien sowie deren genauen Inhalte sind aktuell noch nicht fixiert. Fest steht: Eine aktive Geschwindigkeitsregelung wird es ebenso geben wie einen Kollisionswarner inklusive Bremsunterstützung.

Ein Einstiegspreis um die 18.000 Euro ist realistisch, um preisbewusste Käufer nicht an die Konkurrenz zu verlieren. So könnte der Vitara genau in die Lücke zwischen den verspielten aber nicht übermäßig praktikablen Franzosen sowie den etablierten, bei knapp unter 19.000 Euro startenden Mokkas und Yetis stoßen. Für aktive, urbane Familien die Wert auf einen schicken Auftritt, hohen Nutzwert und zuverlässige Technik legen und zudem die Kosten nicht außer Acht lassen, bietet der Suzuki Vitara eine äußerst interessante Alternative.

Michael Gorissen