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Vergleichstest - BMW X5 4.8i und Mercedes ML 500

Aus dem Vollen

Fahrkomfort

Nicht allein die Fahrleistungen empfehlen diese beiden SUV eher für eilige und lange Autobahn-Etappen als für den rauen Geländeeinsatz. Auch die hohe Laufkultur der leisen, seidig schnurrenden V8-Motoren sowie die fantastisch bequemen Sitze perfektionieren den Fahrkomfort beider SUV. Ganz zu schweigen vom gebotenen Federungskomfort, der durchaus das Niveau von Oberklasse-Limousinen erreicht.

Die Verbindung aus Luftfederung und adaptiven Dämpfern gewährleistet selbst diesen mit gut 2,3 Tonnen Leergewicht nicht eben zierlichen Autos ein geschmeidiges Abrollen. Dabei setzt sich der Mercedes sowohl leer als auch beladen noch besser in Szene als der X5. Während der ML mit der serienmäßigen Airmatic an allen vier Rädern über Luftfederbälge verfügt, hat der BMW diese nur an der Hinterachse. Dafür kontert der Münchener mit adaptiven Stabilisatoren, die zugleich für einen aktiven Wanausgleich der Karosserie sorgen (Adaptive Drive, 3290 Euro).

Zudem lassen sich bei beiden Testwagen die Dämpferkennlinien per Tastendruck beeinflussen: Im BMW X5 hat der Fahrer die Wahl zwischen Sport und Normal, im Mercedes ML sogar zwischen Komfort, Normal und Sport. Wie so oft empfiehlt sich jedoch jeweils der Normal-Modus als adäquates Setup für beinahe alle Fahrsituationen. Die Sport-Stellung erweist sich auf Dauer als unbequem, und im Komfort-Trimm neigt der ML zu leichten Taumelbewegungen, die nicht nur empfindlichen Naturen auf den Magen schlagen.

FahrkomfortMax. PunkteBMW X5 4.8iMercedes ML 500
Sitzkomfort vorn150128122
Sitzkomfort hinten1008277
Ergonomie150125120
Innengeräusche502730
Geräuscheindruck1006569
Klimatisierung504543
Federung leer200144151
Federung beladen200138148
Kapitelbewertung1000754760
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Motor & Getriebe

Im Münchner gefällt die sechsstufige Automatik in Kombination mit dem laufruhigen und drehfreudigen V8 mit äußerst harmonischen Schaltvorgängen. Stets liegt zur rechten Zeit der passende Gang an. Der Wechsel in den Sport-Modus sorgt für noch spontanere Schaltvorgänge, aber diese erfolgen bereits im Standard-Modus flink genug. Manuelle Schaltmanöver sind meist überflüssig.

Die siebenstufige Automatik im ML reagiert dagegen zögerlich auf Beschleunigungsbefehle: Bisweilen verharrt das Getriebe trotzig im gewählten Gang, um anschließend unnötig heftig zurückzuschalten. Dagegen helfen nur ein äußerst sensibler Gasfuß und das Auskosten der immensen Durchzugskraft des Motors. Ferner gefällt der potente 5,5-Liter mit einem Testverbrauch von 13,2 Litern je 100 Kilometer. Zumal der 500er in lediglich 5,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h stürmt und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreicht. Da kann der BMW nicht mithalten: Sieben Sekunden, 242 km/h und 15,7 Liter lauten seine Eckwerte.

Alle ab Oktober produzierten X5 werden jedoch über Efficient Dynamics verfügen – ein Paket zur Verbrauchsminderung, das unter anderem aus aktiven Kühlluftklappen, rollwiderstandsoptimierten Reifen, Bremsenergie-Rückgewinnung sowie bedarfsgerecht gesteuerten Nebenaggregaten (Klimakompressor, Servopumpe und Kühlmittelpumpe) besteht.

Motor und getriebeMax. PunkteBMW X5 4.8iMercedes ML 500
Beschleunigung200165177
Elastizität0--
Höchstgeschwindigkeit200112120
Getriebeabstufung1009480
Kraftentfaltung504748
Laufkultur1008284
Verbrauch25091123
Reichweite25913
Kapitelbewertung925600645
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

BMW X5 4.8i

PS/KW 355/261

0-100 km/h in 7.00s

permanenter Allrad, 6 Gang Automatik

Spitze 242 km/h

Preis 69.500,00 €

Mercedes ML 500

PS/KW 387/285

0-100 km/h in 5.80s

permanenter Allrad, 7 Gang Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 69.556,00 €