Mercedes G-Klasse: Detroit Auto Show 2018 Erster Blick in die G-Klasse

von AUTO ZEITUNG 13.12.2017

38 Jahre nach Einführung der ersten G-Klasse rollt die komplett neu gestrickte Mercedes G-Klasse zur Detroit Auto Show 2018. Noch vor der Messe in den USA gewähren die Schwaben einen ersten Einblick in die bis zu 400 Kilo leichteren Geländewagen.

Nach bald 40 Jahren und mehr als 300.000 Exemplaren kommt 2018 die zweite Generation der Mercedes G-Klasse. Während sich Land Rover bereits eine zweijährige Lücke erlaubt, plant Mercedes einen nahtlosen Übergang, baut in Graz schon tapfer die alten und die neuen Modelle in einer Halle und hat noch vor der Weltpremiere auf der Detroit Auto Show 2018 (14. bis 29. Januar) einen ersten Einblick gewährt. Nach wie vor trägt die mit Lineal und Geodreieck gezeichnete Karosserie die übliche Tarnfolie der Prototypen, dafür ist der Innenraum bereits fertig eingerichtet und entführt die erlesene Kundschaft von Anwälten, Ärzten und Abenteurern in eine neue Welt: Der riesige Bildschirm aus der E-Klasse, das Lenkrad aus der S-Klasse und tausende Möglichkeiten zur Individualisierung machen die Mercedes G-Klasse (2018) zu einer Sterne-Suite im Schlamm und lassen den Vorgänger buchstäblich alt aussehen. Nur für einen Touchscreen hat es nicht gereicht, sodass die Kundschaft weiter mit dem Controller auf dem Mitteltunnel oder den neuen Blackberry-Tasten am Lenkrad Vorlieb nehmen muss.

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Mercedes G-Klasse auf Detroit Auto Show 2018

Dafür wird es am Mitteltunnel der Mercedes G-Klasse (2018) etwas leerer und rund um das Lenkrad etwas voller. Denn wie in den Limousinen und den soften Geländewagen wandert der Wählhebel für das Getriebe nun ebenfalls ins Cockpit. Die G-Klasse hat sich aber nicht nur herausgeputzt und fein gemacht für die Allrad-Elite, sondern wächst für eine neue innere Größe über sich hinaus: Dank etwas mehr Radstand und einer breiteren Karosserie rücken alle Passagiere ein bisschen auseinander. Die Schulterfreiheit wächst, die Türausschnitte werden größer und im Fond scheuern die Knie nicht mehr an der Rücklehne der Vordersitze. Und nachdem die Hinterbänkler bislang sträflich vernachlässigt wurden, bekommen sie sogar jetzt eine Rücklehne mit verstellbarer Neigung. Doch trotz des Größenzuwachses, der erstmalig ein wenig gebogenen Frontscheibe und dem Griff in die Baukästen der anderen Baureihen kommt die Tradition nicht zu kurz: Traditionelle Schaltern für die Sperren finden sich in der Mercedes G-Klasse (2018) genauso wieder wie der massive Griff vor dem Beifahrer.

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G-Klasse (2018) mit Assistenzsystemen

Das Design der Mercedes G-Klasse (2018) bleibt sich treu. Bezeichnend, dass die wohl wichtigste Veränderung die rund zehn Zentimeter breitere Spur ist. Da sich die Fahrzeugbreite über die gesamte erste Generation hinweg nicht verändert hat, gingen technische Neuerungen stets zu Lasten der Innenraumbreite – was mit der neuen Gesamtbreite von etwa 1,97 Meter eine Ende hat. Auch das bislang sehr hohe Gesamtgewicht soll sich ändern: Gerüchte besagen, dass der Geländewagen bis zu 400 Kilogramm abspeckt. Die wichtigsten Neuerungen werden jedoch auf technischer Basis stattfinden: So wird die eher veraltete Kugelumlauflenkung wohl durch eine elektrisch unterstützte Zahnstangenlenkung ersetzt. Damit halten dann auch moderne Sicherheitssysteme wie der Spurhalteassistent Active Lane Assist Einzug. Mit den vorangegangenen Facelifts erhielt die erste Generation nicht nur technische Updates, sondern auch die AMG-Ableger. Und die erwarten wir auch bei der neuen Mercedes G-Klasse (2018), dann mit dem bekannten Vierliter-V8. Darüber hinaus gibt es natürlich auch eine größere Auswahl an Benzin- und Dieselmotoren, darunter die Dreiliter-Diesel und -Benziner (Reihensechszylinder) aus der neuen E-Klasse mit bis zu 360 PS und einer Neungang-Automatik.

von Thomas Geiger und Alexander Koch

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