Mercedes 300 SEL/450 SEL/560 SEL/600 SEL Evolution vom V8 bis zum V12

24.03.2017
Inhalt
  1. Mancher Elfer-Fahrer hat nur das Nachsehen
  2. Gewicht, Länge und Preise legen zu
  3. Erneut änderte sich die S-Klasse in ihren Dimensionen

Viel Leistung, hohe Fahrdynamik und luxuriöser Komfort zeichnen die jeweiligen Spitzen-Modelle der Mercedes S-Klasse aus. Vergleich.

Im Jahr 1968 hatten es die Fahrer reinrassiger Sportwagen vom Schlage eines Porsche 911 S manchmal nicht leicht. Angesichts von 170 PS bei lediglich 1030 Kilogramm Gewicht fahrdynamisch scheinbar mit den Insignien der Macht gesegnet, fürchtete man mit diesem Zweiliter-Elfer zwar fast keinen Gegner. Eines der Automobile, das Porsche-Fahrern damals aber große, fragende Kinderaugen ins Gesicht zu schreiben vermochte, war der Mercedes 300 SEL 6.3.Ganz recht, alles andere als ein Sportwagen, sondern eine Luxus-Limousine – aber eine, der die Untertürkheimer mal so richtig Beine gemacht hatten. Der 6332 Kubikzentimeter große 90-Grad-V8 mit Viergang-Automatik stellte enorme 250 PS zur Verfügung, die das luxuriöse Flaggschiff der Baureihe W109 förmlich in eine automobile Rakete verwandelten. Auf der Autobahn klotzte der zierliche 911 S zwar mit 225 km/h Höchstgeschwindigkeit, doch da er im Modelljahr 1968 noch mit kurzem Radstand ausgestattet war, bedurfte es in schnellen, langgezogenen und womöglich noch welligen Vollgaskurven schon eines versierten Piloten mit viel Herz.

 

Mancher Elfer-Fahrer hat nur das Nachsehen

Ganz anders im Power-Benz. Länge läuft, galt damals schon, und so gerieten Höchstgeschwindigkeitsorgien im Bereich von 220 km/h zu vergleichsweise einfachen Übungen. Hier geriet so mancher Elfer-Fahrer in die Opferrolle. Sein Potential unterstrich der mit 1780 Kilogramm Leergewicht um eine satte Dreivierteltonne schwerere 300 SEL 6.3 beim Sprint von 0 auf 100 km/h: Lediglich 6,5 Sekunden verstrichen bis dahin und degradierten den Porsche (7,6 Sekunden) geradezu. Freilich, auf kurvenreichen Landstraßen sah es anders aus, doch Mercedes hatte mit dem 300 SEL 6.3 eindrucksvoll bewiesen, dass eine schwere, mit allem Luxus bewehrte Limousine durchaus fahrdynamische Ansagen zu machen imstande war. Außer über den leistungs- und drehmomentstarken 6,3-Liter-V8 verfügte der Power-Benz auch über ein entsprechendes Fahrwerk. Sowohl an der Doppel-Querlenker-Achse vorn wie auch an der Eingelenk-Pendelachse hinten arbeiteten hydraulische Stoßdämpfer in Verbindung mit Luftkammer-Faltenbälgen, Gummi-Zusatzfedern und Drehstab-Stabilisatoren. Rundum Scheibenbremsen, vorne innenbelüftet, sorgten zudem für standfeste Verzögerung. Die Philosophie, mittels hubraumstarkem Über-Motor im eleganten Limousinenkleid sportliche Fahrleistungen zu generieren, setzte Mercedes beim Nachfolgemodell der Baureihe W116 konsequent fort. Beim 450 SEL 6.9 setzte man nun ein 90-Grad-V8-Triebwerk mit 6834 Kubikzentimetern Hubvolumen ein, dessen Leistung 286 PS bei moderaten 4250 Umdrehungen pro Minute betrug. Das gewaltige Drehmoment von maximal 549 Nm wurde via Dreigang-Automatik an die Hinterachse geleitet. Mit 1935 Kilogramm Leergewicht gut 150 Kilogramm schwerer als sein Vorgänger geraten, absolvierte der 6.9 den Sprint von null auf 100 km/h mit 7,4 Sekunden zwar nicht mehr ganz so flott, dafür lag die Höchstgeschwindigkeit mit 225 km/h eine Spur höher.

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Das Top-Modell der Stuttgarter hatte nicht nur beim Gewicht zugelegt. Mit 2960 Millimetern war der Radstand um 9,5 Zentimeter gewachsen, und die Karosserie legte in Länge und Breite jeweils um sechs Zentimeter zu, was nicht nur ein wuchtigeres Erscheinungsbild, sondern auch noch mehr Platz im Innenraum zur Folge hatte. Fahrwerkstechnisch setzte man beim 450 SEL 6.9 auf hydropneumatische Federbeine, eine Doppel-Querlenker-Achse vorne sowie eine Diagonal-Pendelachse hinten mit Anfahrmoment- und Bremsnickabstützung. Vorne wie hinten kam zudem eine Niveauregulierung zum Einsatz. Eine deutlich erhöhte Spurweite von plus 31 Millimetern vorn respektive 20 Millimetern hinten sorgten in Verbindung mit der breiteren Bereifung in der Dimension 215/70 VR 14 obendrein für verbesserte Querdynamik.

 

Gewicht, Länge und Preise legen zu

Kräftig weiterentwickelt hatte sich auch der Verkaufspreis des größten S-Klasse-Modells. Rief Mercedes für den 300 SEL 6.3 im Erscheinungsjahr 1968 noch 39.160 Mark auf, kostete der 450 SEL 6.9 bei seiner Einführung 1975 bereits 69.930 Mark, was immerhin einer Kaufpreissteigerung von 30.770 Mark oder 79 Prozent in sieben Jahren entsprach. Während vom 300 SEL 6.3 lediglich 6526 Exemplare und vom 450 SEL 6.9 nur 7380 Einheiten gebaut wurden, ging es beim Nachfolger, dem 560 SEL der Baureihe W126, in punkto Volumen in die Vollen: Rund das Zehnfache, nämlich 75.071 Einheiten, wurde in der Zeit von 1985 bis 1992 von ihm gebaut. Allerdings beendete der 560 SEL auch die Ära der gigantischen Hubräume von mehr als sechs Litern. Aus 5547 Kubikzentimetern wurden zunächst 272 PS (mit Kat 242 PS) generiert, und von 1987 an waren es 300 re-spektive 279 PS mit Abgasreinigung. Während sich die Spitzenleistungen durchaus im Bereich des 6,9 Liter großen Vorgängers bewegten, zeigt ein Vergleich der Drehmomentwerte indes, wie bärenstark die großen V8 der beiden Vorgänger wirklich waren. So brachte es der 300 SEL 6.3 auf 500 Nm bei 2800 Touren und der 450 SEL 6.9 gar auf 549 Nm bei 3000 Umdrehungen, während der 560 SEL mit Werten von 430 bis maximal 455 Nm bei 3750 Touren seinem geringeren Hubraum eindeutigen Tribut zollte. Den brachialen Durchzug der Vorgänger-Triebwerke konnte er also nicht bieten, doch eine gekonnte Abstimmung des Antriebsstrangs mit Vierstufen-Automatik machte dies in Verbindung mit einer deutlich optimierten Aerodynamik wett. So erreichte der 560 SEL im Sprint von null auf 100 km/h je nach Leistungsvariante Werte zwischen 6,8 und 7,6 Sekunden, und mit Höchstgeschwindigkeiten zwischen 228 und 250 km/h wurde gegenüber dem Vorgänger spürbar mehr Tempo geboten.

Fahrwerksseitig kam einmal mehr die Doppel-Querlenker-Konstruktion vorne zum Einsatz, und achtern übernahm dies wiederum eine Diagonal-Pendelachse mit Anfahrmoment- und Bremsnickausgleich. Die Federung erfolgte über Schrauben- und Gummi-Zusatzfedern, und auf Wunsch konnte eine volltragende hydropneumatische Federung geordert werden.

 

Erneut änderte sich die S-Klasse in ihren Dimensionen

Der Radstand wuchs im Vergleich zum Vorgänger nochmals um 110 auf nunmehr 3070 Millimeter, während sich die Gesamtbreite um 50 auf jetzt 1820 Millimeter reduzierte. Gleichzeitig legte die S-Klasse um 36 auf nun 1446 Millimeter in der Höhe zu. Ein nochmals verbessertes Raumangebot ging beim 560 SEL einher mit einem deutlich reduzierten Leergewicht. Mit 1810 Kilogramm (von 9/87 an: 1830 kg) geriet er 125 respektive 105 Kilogramm leichter als sein Vorgänger 450 SEL 6.9. Zusammen mit nochmals gesteigerten Spurweiten (plus 34 mm vorne, plus 22 mm hinten) bot der 560 SEL damit eine gesteigerte Agilität und Querdynamik. Während 300 SEL 6.3, 450 SEL 6.9 und 560 SEL allesamt auf großvolumige 90-Grad-V8-Triebwerke mit je einer obenliegenden Nockenwelle pro Zylinderreihe sowie je einem Ein- und Auslassventil pro Brennraum dieselben konstruktiven Anlagen beim Grundmotor boten, schlug der 1990 in Produktion gestellte 600 SEL der Baureihe W140 nicht nur diesbezüglich ein neues Kapitel in der S-Klasse-Geschichte auf. Erstmals kam bei ihm ein Zwölfzylinder-V-Motor mit 60 Grad Bankwinkel zum Einsatz. Die Gaswechsel wurden mittels zweier obenliegenden Nockenwellen je Zylinderreihe über zwei Einund Auslassventile je Brennraum gesteuert. Mit 408 PS bei 5200 Touren (von 9/92 an: 394 PS) und einem maximalen Drehmoment von 580 Nm bei 3800/min (von 9/92 an: 570 Nm) setzte der mit einer per Mikroprozessor gesteuerten Kraftstoffeinspritzung (Bosch LH-Jetronic) bewehrte, 5987 Kubikzentimeter große Zwölfzylinder nun erstmals wieder neue Bestmarken hinsichtlich Kraft und Leistung. Mit 6,3 Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h (von 9/92 an: 6,6 s) setzte der 600 SEL denn auch einen neuen S-Klassen-Bestwert für die Beschleunigung und erreichte – elektronisch begrenzt – 250 km/h Höchstgeschwindigkeit. Doch nicht nur diesbezüglichstellte der Zwölfzylinder-W140 neue Spitzenwerte auf. Drastisch zugelegt hatte er auch in den Abmessungen.

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Mit 5213 Millimetern Länge übertraf er den Vorgänger 560 SEL um 53 Millimeter und legte in der Breite um 66 auf jetzt 1886 Millimeter zu. Auch die Gesamthöhe wuchs, und zwar von 1446 auf jetzt 1491 Millimeter (von 6/93 an als S 600 lang: 1482 mm). Mit dieser wuchtigen Erscheinung wirkte der 600 SEL damals auf viele Zeitgenossen übertrieben groß und pompös undwar für viele Kritiker sogar unanständig luxuriös. Wer allerdings in den Fahrgenuss des 600 SEL geriet, der erlebte neue Dimensionen. Der seidenweiche Zwölfzylinder untermalte mit ganz dezentem Fauchen, was sich antriebsseitig abspielte, während sich die Insassen selbst jenseits von 200 km/h noch im Flüsterton unterhielten. Bei Antriebstechnik, Performance sowie – bedingt durch die vergrößerten Karosserieumfänge – auch Raumangebot und Komfort stellte der 600 SEL ganz unzweifelhaft einen großen Schritt dar. „Das beste Auto der Welt!“, titelte die Fachpresse, und tatsächlich ersetzte der 600 SEL den Begriff „Fahren“ selbst auf weniger ebenen Pisten in höchst souveräner Manier durch das Wort „Gleiten“.

MERCEDES 300 SEL (Bj.: 1967-72): Technische Daten und Fakten
V8-Zylinder; vorne längs eingebaut; 2-Ventiler; eine obenliegende Nockenwelle je Zylinderreihe, Kettenantrieb; Gemischbildung: mech. Einspritzung; Bohrung x Hub: 103 x 95 mm; Hubraum: 6332 cm3; Verdichtung: 9,0; Leistung: 184 kW/250 PS bei 4000/min; max. Drehmoment: 500 Nm bei 2800/min; Vierstufen-Autom.; Mittelschaltung; Hinterradantrieb
Aufbau und Fahrwerk
Selbsttragende Ganzstahlkarosserie mit vier Türen; Radaufhängung vorn: Doppel-Querlenker; hinten: Eingelenk-Pendelachse; v./h. Stoßdämpfer, Luftkammer- Federbälge, Gummi-Zusatzfedern; Lenkung: Kugelumlauflenkung; Bremsen: v./h. Scheiben; Reifen: 195 R 14; Stahlblech-Räder: 6,5 x 14
Eckdaten
L/B/H: 5000/1810/1420 mm; Radstand: 2865 mm; Spurweite v./h.: 1490/1485 mm; Leer-/Gesamtgewicht: 1780/2280 kg; Tankinhalt: 105 l; Bauzeit: 1967 bis 1972; Stückzahl: 6526; Preis (1969): 41.181 Mark
Fahrleistungen1
Beschleun.: 0 auf 100 km/h in 6,5 s; Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h; Verbrauch: 15,5 l/100 km

1Werksangaben


MARKTLAGE

Zustand 2:  42.900 Euro
Zustand 3:  23.500 Euro
Zustand 4:     9600 Euro
Wertentwicklung: steigend
Definition der Zustandsnoten

MERCEDES 450 SEL (Bj.: 1975-80): Technische Daten und Fakten
V8-Zylinder; vorne längs eingebaut; 2-Ventiler; eine obenliegende Nockenwelle je Zylinderreihe, Kettenantrieb; Gemischbildung: Einspritzung K-Jetronic; Bohrung x Hub: 107 x 95 mm; Hubraum: 6834 cm3; Verdichtung: 8,8; Leistung: 210 kW/286 PS bei 4250/min; maximales Drehmoment: 549 Nm bei 3000/min; Dreistufen-Automatik; Mittelschaltung; Hinterradantrieb
Aufbau und Fahrwerk
Selbsttragende Ganzstahlkarosserie mit vier Türen; Radaufhängung vorn: Doppel-Querlenker; hinten: Diagonal-Pendelachse; v./h. hydropneumatische Federbeine; Lenkung: Kugelumlauf; Bremsen: Scheiben; Reifen: 215/70 R 14; Stahlblech-Räder: 6,5 x 14
Eckdaten
L/B/H: 5060/1870/1410 mm; Radstand: 2960 mm; Spurweite v./h.: 1521/1505 mm; Leer-/Gesamtgewicht: 1935/2420 kg; Tank: 96 l; Bauzeit: 1975 bis 1980; Stückzahl: 7380; Preis (1975): 69.930 Mark
Fahrleistungen1
Beschleun.: 0 auf 100 km/h in 7,4 s; Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h; Verbrauch: 16 l/100 km

1Werksangaben


MARKTLAGE

Zustand 2:  29.600 Euro
Zustand 3:  19.600 Euro
Zustand 4:     9700 Euro
Wertentwicklung: leicht steigend
Definition der Zustandsnoten

MERCEDES 560 SEL (Bj.: 1985-92): Technische Daten und Fakten
V8-Zyl.; 2-Vent.; eine obenl. Nockenw. je Zyl.-Reihe, Kettenantrieb; Gemischb.: Einspr. KE-Jetr.; Boh. x Hub: 96,5 x 94,8 mm; Hubr.: 5547 cm3; Verd.: 9,0; Leistung: 200 kW/272 PS bei 5000/min (Kat: 178 kW/242 PS b. 4800/min); ab 9/87: 220 kW/300 PS b. 5000/min (Kat: 205 kW/279 PS b. 5200/min); max. Drehm.: 430 Nm b. 3750/min (Kat: 390 Nm b.3500/min); ab 9/87: 455 Nm (Kat: 430 Nm) b. 3750/min; Vierstufen-Autom.; Mittelsch.; Hinterradantrieb
Aufbau und Fahrwerk
Selbsttr. Ganzstahlkar. mit vier Türen; Radaufhg. vorn: Doppel-Querl.; hinten: Diagonal-Pendelachse; v./h. Stoßd., Schraubenfedern, Gummi-Zusatzfedern; Lenkung: Kugelumlauf; Bremsen: v./h. Scheiben; Reifen: 215/65 R 15, Räder: 7 x 15
Eckdaten
L/B/H: 5160/1820/1446 mm; Radstand: 3070 mm; Spurweite v./h.: 1555/1527 mm; Leer-/Gesamtg.: 1810/2270 (ab 9/87: 1830/2290) kg; Tankinh.: 90 l; Bauzeit: 1985 bis 1992; Stückz.: 75.071; Preis (’85): 121.410 Mark
Fahrleistungen1
Beschleun.: 0 auf 100 km/h in 6,9 (Kat:7,6; ab 9/87: 6,8, Kat 7,2) s; Höchstgeschw.: 238 (Kat: 228; ab 9/87 250, Kat: 240) km/h; Verbrauch: ca. 13,5 l/100 km

1Werksangaben


MARKTLAGE

Zustand 2:  13.400 Euro
Zustand 3:     8200 Euro
Zustand 4:     3700 Euro
Wertentwicklung: stagnierend
Definition der Zustandsnoten

MERCEDES 600 SEL (Bj.: 1990-94): Technische Daten und Fakten
V12-Zylinder; vorne längs eingeb.; 4-Ventiler; zwei obenl. Nockenw. je Zylinderreihe, Kettenantr.; Gemischbildung: Einspritzung LH-Jetronic; Bohrung x Hub: 89 x 80,2 mm; Hubr.: 5987 cm3; Verdichtung: 10; Leistung: 300 kW/408 PS (ab 9/92: 290 kW/394 PS) bei 5200/min; maximales Drehmoment: 580 Nm (ab 9/92: 570 Nm) bei 3800/min; Vierstufen-Automatik; Mittelschaltung; Hinterradantrieb
Aufbau und Fahrwerk
Selbsttr. Ganzstahlkar. mit vier Türen; Radaufh. vorn: Doppel-Querlenker; hinten: Raumlenkerachse; v./h. Stoßdämpfer, Schraubenfedern; Lenkung: Kugelumlauf; Bremsen: Scheiben; Reifen: 235/60 R 16; Leichtmetall-Räder: 7,5 x 16
Eckdaten
L/B/H: 5213/1886/1491 (ab 6/93: 1482) mm; Radstand: 3140 mm; Spurweite v./h.: 1603/1576 (ab 6/93: 1606/1579) mm; Leer-/ Gesamtgewicht: 2190/2650 (ab 9/91: 2720) kg; Tankinhalt: 100 l; Bauzeit: 1990 bis 1994; Stückzahl: 32.517; Preis (1991): 198.360 Mark
Fahrleistungen1
Beschleunigung: 0 auf 100 km/h in 6,3 (ab 9/92: 6,6) s; Höchstgeschw.: 250 km/h; Verbrauch: ca. 15,4 l/100 km

1Werksangaben


MARKTLAGE

Zustand 2:  11.300 Euro
Zustand 3:     5200 Euro
Zustand 4:     2600 Euro
Wertentwicklung: leicht fallend
Definition der Zustandsnoten

Unser Fazit

Mich für eine der vier S-Klassen zu entscheiden, fiele mir mehr als schwer. Vergleichsweise leichtgewichtig, dazu bärenstark und mit seiner filigranen Formensprache zeitlos schön, zeigt uns der 300 SEL 6.3 eindrucksvoll, dass Mercedes den Begriff „Power-Limousine“ schon vor mehr als 45 Jahren konsequent umsetzte. Nicht minder faszinierend ist der 450 SEL 6.9, der die Anlagen seines Vorgängers übernimmt und noch mehr Komfort bietet. Begeisternd – weil aus heutiger Sicht mit einem deutlichen Plus an solider Gesamtsubstanz gesegnet – gibt sich der 560 SEL, der angesichts von ABS und Airbag obendrein moderne Sicherheitsaspekte erfüllt. Auf dem besten Weg zur S-Klassen-Ikone befindet sich der 600 SEL. Ultimativer Komfort, höchste Souveränität beim Auftritt und der Sicherheit sowie sein begeisternder V12 stempeln ihn zu einem ganz besonderen S-Klassiker der Zukunft.

Jürgen Gassebner

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