CO2-Bilanz von Elektroautos: Studie E-Autos haben eine schlechte CO2-Bilanz

von Alexander Koch 15.06.2017

Bislang schien es, als seien Elektroautos eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Autos mit Verbrennungsmotoren. Doch schon die Produktion der Akkus hat eine horrende CO2-Bilanz, wie eine schwedische Studie ermittelte!

Die CO2-Bilanz von Elektroautos ist deutlich umweltschädlicher als bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommt eine schwedische Studie des IVL Swedish Environmental Research Institute. Wie die schwedische Fachzeitschrift "Ingeniøren" berichtet, haben Lisbeth Dahlhöf und Mia Romare, die Autoren der Studie, die Produktion der für Elektroautos so wichtigen Lithium-Ionen-Batterien untersucht. Ihre Studie zeigt, dass bei der Herstellung je Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität zwischen 150 und 200 Kilogramm Kohlendioxid-Äquivalente entstehen. Auf die zwei Elektroautos Tesla Model S und Nissan Leaf mit 100- und 30-kWh-Batterien hochgerechnet, bedeutete dies 17,5 beziehungsweise 5,3 Tonnen CO2. Zum Vergleich: Der jährliche Pro-Kopf-Ausstoß an CO2 in Deutschland beträgt knapp zehn Tonnen. Weiter rechnet die Studie vor, dass ein Auto mit Verbrennungsmotor rund acht Jahre fahren könne, ehe es die Umweltbelastung des Tesla Model S erreicht habe. Beim Nissan Leaf seien es immerhin fast drei Jahre. Deshalb fordern die Forscherinnen, dass die Autohersteller und die Verbraucher mit kleineren Batterien auskommen müssten – was unweigerlich zur Reduzierung der Reichweite führt.

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Studie: Elektroautos mit horrender CO2-Bilanz

2011 kam auch schon ein Gutachten des Freiburger Öko-Instituts im Auftrag des Bundesumweltministeriums zum Schluss, dass Elektroautos längst nicht so klimaschützend seien wie bisher behauptet. Der Ausbau der Elektromobilität führe sogar zu einer größeren Klimabelastung, so das Gutachten. Trotzdem sei die Elektromobilität langfristig gesehen aber notwendig für den Klimaschutz und könne schon bis zum Jahr 2030 eine wichtige Option für den klimafreundlichen Verkehr sein.Der "entscheidende" Faktor für die Klimafreundlichkeit der Elektrofahrzeuge sei der Bau zusätzlicher erneuerbarer Energien. "Nur dann kann ihr Betrieb emissionsfrei erfolgen." Im Jahr 2030 könnten Elektrofahrzeuge so rund 5,2 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. Dies entspreche einer Minderung der Gesamtemissionen des Pkw-Verkehrs um etwa sechs Prozent bis zum Jahr 2030. Würden allerdings benzinbetriebene Fahrzeuge bis zum Jahr 2030 deutlich effizienter, könnten diese allein die Treibhausgasemissionen des Pkw-Verkehrs um 25 Prozent reduzieren.

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