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Bulli-Reportage: Mit dem VW T2 Westfalia unterwegs

Auf Zeitreise

Der Automobilclub Verkehr (ACV) hat einen Westfalia Bulli restauriert. Wir waren mit ihm unterwegs – zurück zu seinen Wurzeln

Er wird noch viele Roadtrips machen, der kleine Westfalia VW T2 Bulli von 1975, den der Automobilclub Verkehr (ACV) gerade verlost (siehe Galerie). Aber zu seiner ersten Ausfahrt nach der aufwändigen Restaurierung startet er mit uns.

Classic Cars führt den Reise-Klassiker noch mal zurück an seine Geburtsorte in Rheda-Wiedenbrück, wo bis heute Westfalia beheimatet ist, und nach Hannover zum VW-Bus-Werk, heute Heimat des T5-Busses.

Dazwischen liegen nur rund 140 Kilometer, wenn man die Autobahn nimmt. Doch das haben wir nicht vor, denn wir haben von ein paar Orten und Menschen längs der Strecke gehört, die wir besuchen wollen. Los geht es aber erstmal in Rheda-Wiedenbrück bei der Westfalia Mobil GmbH.

Der orange-weiße Camper fällt sofort auf. Ein Westfalia-Werker, der diese Busse noch zusammengebaut hat, steht neben mir am Empfang: „Damals galten die als luxuriös. Heute würde ich sagen: spartanisch“, so der Westfalia-Altmeister. Was er damit meint, wird schnell deutlich. Vertriebsleiter Götz Rutenkolkparkt mit dem neuen Westfalia Amundsen 540 neben dem ACV-Bulli, der im Vergleich winzig wirkt.

„Und das ist erst der mittlere Radstand“, merkt Rutenkolk an. Innen hat der Amundsen alles von der Nasszelle bis zum Flatscreen. Aber das ist erst die Einsteigerklasse bei Westfalia heute – zu Preisen ab knapp 41.000 Euro.

DIE LANDSTRASSE IM BLICK, DAS BOXER-BRUMMELN IM OHR

Wir schließen die Türen am Bulli und tuckern wieder mit dem 50-PS-Boxer davon. „Spartanisch“ ist dieser Camping-Bulli also heute. Mag sein, aber nach wenigen hundert Metern hat er uns wieder mit seinem Charme überzeugt.

Die klassischen Recaro-Sitze, die man diesem Bus spendiert hat, passen traumhaft, auf der Landstraße macht das Boxer-Brummeln besonders viel Laune – und die Leute winken so freundlich. Wir fahren nicht lange, als das Ortsschild Verl-Kaunitz vorbeirauscht.

Hier, in der Nähe von Gütersloh, wohnt ein ganz besonderer VW-Sammler. Hermann Walter ist in der Szene bekannt wie ein bunter Hund. Er hat aus praktisch jedem Baujahr desVW Käfers seit 1941 ein Exemplar. Und als würde das noch nicht reichen, stehen in weiteren Hallen auch noch VW Golf, Scirocco, Passat und Jetta Radlauf an Radlauf.

Aber nicht irgendwelche Autos: Ein originaler Oettinger-Golf I ist dabei. Oder ein Jetta Cabrio vom Umbauer Artz. Ein früher Automatik-Golf mit „E“-Stellung für „Economy“ am Wählhebel?

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Thorsten Elbrigmann