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Beschlagene Scheiben: Diese Tricks helfen! (Update)

Lüften, Klima, Katzenstreu

Großes Ärgernis im Herbst und Winter: beschlagene Scheiben im Auto! Wir erklären einen günstigen Trick mit alten Socken und gewöhnlichem Katzenstreu. Außerdem soll Lüften und der richtige Einsatz der Klimaanlage ebenfalls helfen.

Beschlagene Scheiben gehören für viele Autofahrer ganz selbstverständlich zu Herbst und Winter. Zwar ist die “kalte Jahreszeit” in diesen Tagen ungewöhnlich mild, beschlagene Scheiben sind aber dennoch häufig anzutreffen. Verantwortlich dafür ist die Feuchtigkeit im Auto, denn wer mit nassen Schuhen oder gar Schnee an der Kleidung in sein Auto steigt, trägt ziemlich viel Wasser in den Innenraum. Genau hier liegt aber auch die Lösung des Problems, denn mit ein paar aussortierten Socken und etwas Katzenstreu lässt sich das scheinbar immer wiederkehrende Problem ganz komfortabel lösen. Das Granulat, das normalerweise die Hinterlassenschaften von Katzen geruchsneutral aufsaugen soll, speichert auch das Wasser aus der Luft und bindet es auf kleinem Raum. Wer alte Socken damit befüllt – sicherheitshalber sollte die zweite Socke über die fest verknotete Socke mit dem Katzenstreu gezogen werden, damit nichts krümelt – und dann im Auto platziert, entzieht der Luft innerhalb von Stunden jede Menge Feuchtigkeit.

Bildergalerie starten: Mit alten Socken zu freier Sicht

Beschlagene Scheiben im Auto: Katzenstreu in Socken hilft

Die im Auto verbleibende Luft wird durch den Trick mit Socke und Katzenstreu deutlich trockener, spätestens nach ein paar Tagen ist ein Beschlagen der Scheiben von innen so gut wie unmöglich geworden. Wer ganz sicher gehen will, platziert die präparierte Socke direkt auf dem Armaturenbrett. Mit etwas mehr Geduld genügt es aber auch, wenn das saugstarke Katzenstreu samt Socke unauffällig im Fußraum oder unter einem der Sitze platziert wird. Sollte der Effekt nach einiger Zeit nachlassen und die Scheiben erneut Beschlag aufweisen, wechselt man das Streu in der Katzenklo-Socke einfach aus. Wer gerade weder Socken noch Katzenstreu zur Hand hat, kann es übrigens auch mit einer alten Zeitung, Küchenrolle oder ähnlichem probieren – die Feuchtigkeit der Luft wird auch hier gesammelt und kann sich dann nicht mehr störend an der Scheibe niederschlagen. Wie man die Socken richtig präpariert, zeigen unsere Bildergalerie und das folgende Video.

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Nach dem morgendlichen Eiskratzen stehen viele Autofahrer vor dem nächsten Problem, denn die Scheiben des Fahrzeugs beschlagen von innen und trüben die Sicht erheblich. Beschlagene Scheiben nerven Autofahrer. Damit die Scheibe schnell frei wird, sollte das Gebläse auf der höchsten Stufe komplett in Richtung Frontscheibe eingestellt werden. Das rät der TÜV Rheinland. Die Düsen der Mittelkonsole sollten geschlossen sein. Um die Feuchte aus dem Innenraum zu bekommen, ist die Klimaanlage ein effektives Mittel. Schnelle Hilfe schafft auch das herunterlassen der Fensterscheiben, auch wenn dadurch wieder viel kalte Luft in den Innenraum strömt. Auch dadurch entweicht Feuchtigkeit aus dem Fahrzeug nach draußen. Wer nicht warten will, bis die Lüftung die Scheibe vollständig freigemacht hat, greift zum Mikrofasertuch oder einem Fensterschwamm. Damit wird die Scheibe gereinigt und trocken gewischt. Nach Möglichkeit sollte hierfür ein frisches Tuch verwendet werden, denn durch die Feuchtigkeit lösen sich anderenfalls Schmutzpartikel vom Tuch und sorgen für Schlieren auf der Scheibe.

Luftentfeuchter hilft gegen beschlagen der Scheiben

Damit der Durchblick von Dauer ist, sollte das Gebläse nach dem Wischen weiterlaufen. "Wenn schließlich die Heizung zu wärmen beginnt, beschlagen die Scheiben nicht mehr", sagt Hans-Ulrich Sander vom TÜV Rheinland. Schnee und Nässe, die beim Einsteigen an Schuhen und Kleidung in den Innenraum gebracht werden, sorgen für höhere Luftfeuchtigkeit und verursachen damit beschlagene Scheiben. Deshalb sollten Autofahrer feuchte Fußmatten lieber aus dem Wagen nehmen. Alte Zeitungen können helfen, die Matten zu entfeuchten. Steht das Auto in einer Garage, können die Scheiben ein wenig geöffnet bleiben. Dadurch entweicht Luftfeuchtigkeit. Vor dem Einsteigen befreit man Kleidung und Schuhe bestmöglich vom Schnee, um nicht mehr Feuchtigkeit als nötig ins Auto zu tragen.

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Benny Hiltscher